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Auf den ersten Blick klingt die Idee verrückt. Die deutsche und französische Regierung deuten an, dass der Eurorettungsschirm den irischen Banken nachträglich unter die Arme greifen könnte. Europas Steuerzahler sollen Irland einen Teil der Kosten für die Rettung seiner Banken abnehmen. Eine riskante Aktion, schließlich waren die irischen Kreditinstitute bisher ein Fass ohne Boden. Und doch ein Risiko, das eingegangen werden muss.
Während Europa gebannt auf Griechenland und Spanien starrt, steht Irland in Wahrheit nicht besser da. Dank der üppigen Bankenhilfen wird die irische Schuldenlast im kommenden Jahr auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung anwachsen. Als Folge der geplatzten Immobilienblase und der Sparpolitik ist die Arbeitslosigkeit auf einem Rekordstand, das Wachstum stagniert. Ohne Hilfe wird Irland aus diesem Schlamassel wahrscheinlich nicht herauskommen.
Die Eurozone kann aber keine weiteren Staatspleiten brauchen. Eine Rekapitalisierung der irischen Banken durch den Rettungsschirm könnte die Schuldenlast des Inselstaates auf ein erträgliches Niveau reduzieren. Der Schirm müsste dafür Anteile an den Geldhäusern erwerben. Weil aus den Instituten ein großer Teil der faulen Kredite bereits ausgelagert wurde, stehen die Chancen gut, dass der Schirm seine Anteile später gewinnbringend verkaufen kann. Ökonomisch wäre die Aktion sinnvoll - trauen müssen sich das die Politiker. (András Szigetvari, DER STANDARD, 23.10.2012)
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Natürlich nicht. Aber Irland war ein braver neoliberaler keltischer Tiger. Da spricht man jetzt nicht so gerne darüber wie über die faulen Südländer.
Steh etwas später auf und vernehme wieder einmal eine weitere Hiobsbotschaft aus der Titanicküche.
Diese dumpfbackigen, krötigen Spekulations und Zockerbanken hätte man doch längst hopps gehen sollen. Von mir aus die Spareinlagen der irischen Bevölkerung wären noch schützenswert gewesen. Alles andere hätte ich den Bach runtergehen lassen.
Kommt hinzu, dass gerade englische Grossbanken en masse, an diesen hirnrissigen Geschäften beteiligt waren. Darum hat GB auch über 8 Milliarden den maroden Banken zugeschossen.
Und wieder steh ich an einem Morgen auf und wieder wird weitergeklotzt und der schmierigen, grausligen Hochfinanz den Hintern fein säuberlich eingesalbt.
Weg mit diesem Zockergesindel, weg mit Euro und den Banlobbyisten.Sauerei!
also die Banken und Hedgefonds machen sehr gute Geschäfte in Griechenland. Hab ich zumindest in einem Artikel vorhin gelesen.
Irgendjemand wird schon noch reich werden mit der Rettung Irlands. Jedoch bin ich mir sicher, dass dies nicht die BürgerInnen der Eurozone sein werden.
Traurig, dass die Mainstream-Journaille voll auf den "alternativlos-muss so sein-geht nicht anders"-Schmäh hereinfällt. Wenn sich schon die Politik als willfähriger Handlanger der Finanzindustrie geriert, sollte die vierte Gewalt ein notwendiges Gegengewicht bilden. Stattdessen: kein Hinterfragen, nur stupides Nachblöken.
Klar. So wie auch das Risiko eingegangen werden muss Griechenland seine Staatsanleihen abzukaufen und durch den Schornstein zu jagen; oder den spanischen Banken, die Regionen nicht zu vergessen, noch weiter und sehr viel kräftiger beizuspringen; und natürlich dürfen wir auch Slowenien nicht vergessen, das wohl in nicht allzu ferner Zukunft um Hilfe ansuchen wird; Portugal und Zypern hängen zu lassen können wir auch nicht riskieren ... schließlich reicht schon ein falscher Schritt um eine Lawine auszulösen. Und mit ein wenig Geduld werden sich im Laufe der Zeit sicherlich noch mehr Länder (und Banken) finden lassen, bei denen wir ins Risiko gehen müssen. Denn die Erfolgsgeschichte des Euro in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
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