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Was eine weltweite Werbeaktion für Alitalia im Internet sein sollte, wurde für die Airline einem Bericht der Zeitung "La Repubblica" zufolge zu einem Bumerang: Offenbar wegen eines Software-Fehlers in der japanischen Version des Internetportals hätten tausende Facebook-Benutzer statt des versprochenen Rabatts die Tickets ganz umsonst buchen können.
Alitalia hatte die Aktion Ende der vergangenen Woche mit der Verlockung eröffnet, 25 Prozent Rabatt auf alle internationalen Flüge - etwa von Bologna über Abu Dhabi nach London-Heathrow - zu gewähren. Wer buchte, musste seine E-Mail-Adresse angeben. Alitalia wollte so in den Sozialen Netzwerken präsenter sein und mehr Tickets verkaufen. Im Internet habe es sich dann aber rasch herumgesprochen, dass man doch auch ganz umsonst buchen konnte, schrieb "La Repubblica" in ihrer Online-Ausgabe am Montag.
Die Airline äußerte sich nicht zu der Software-Panne, auch die Zahl der "verschenkten" Tickets ist nicht bekannt. Noch während der Buchungen habe Alitalia jedoch das "Eigentor" offenbar erkannt, den Fehler behoben und alle bestellten Gratistickets annulliert, hieß es weiter. Das wiederum habe einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, etliche Facebook-Nutzer beschwerten sich.(APA,22.10. 2012)
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Alitalia hat eine offizielle Meldung herausgegeben. Gegen 18 Uhr teilten sie auf Facebook mit, das alle Füge, die zumindest € 0,01 gekostet haben für gültig erklärt werden. Alle Flüge, die für € 0 gebucht wurden, bleiben ungültig. Sie vertreten weiterhin die Ansicht, die auch von den internationalen Medien kommuniziert wurden und verweisen sowohl auf einen Softwarefehler als auch auf eine eindeutig kommunizierte Beschränkung auf den japanischen Markt.
Die Frage ist wo - am Salzamt?
Glaub nicht, dass man da rechtlich was machen kann - wenn im Supermarkt der Preis vom Kaffee nicht angeschrieben ist, kann ich ihn ja auch nicht unterm Arm an der Kassa vorbei raustragen.
Die treffendere Supermarktanalogie wäre wohl:
Sie bekommen vom der Supermarktkette einen 10 € Gutschein geschenkt, kaufen für 9,90 € ein bezahlen mit dem Gutschein, welcher keinen Mindestkaufwert hat und als Gegenleistung wird ihre Adresse in der Kassa gespeichert. Die Kette kommt drauf, dass die meisten Kunden das so gemacht haben und die Promotion außer Spesen keine Wirkung erzielt hat. Anhand der Adressliste fährt nun ein Mitarbeiter zu allen Kunden und holt die Waren zurück.
a.) bei Alitalia
b.) …eh… Preis war ausgeschrieben, 5 € / KG (xxxxxx YEN), du hast ein Gutschein bekommen (von Ladenbesitzer) um 4,5 € (25.000 YEN), und hast dann entweder nur 1/2 kg gekauft (europa-europa) um eben 0 € oder 1,5 KG mit 3 Euro Zuzahlung (europa – usa, oder teure EU Destinationen). Dann kommt Ladenbesitzer (Alitalia) drauf dass es so für ihm nicht OK ist, rennt dir hinterher nimmt dir Kaffee weg (e-Tickets sind storniert) und murmelt etwas von Ladendiebstahl, Erderwärmung, fairtraide (überall nachzulesen, die haben erst was von Hacker angriff gesagt, dann KK Missbrauch – bei 4,5 € hätte man keine KK angeben müssen… und neuste info ist dass du nicht mal aus dem laden raus gegangen bist, obwohl Kaffee – als PDF vorhanden war)
Bisher haben scheinbar wenige die Tragweite dieses Vorfalls verstanden, es geht nicht um Einzelpersonen, die einen Fehler ausgenutzt haben, um an kostenlose Tickets zu kommen.
Falls Alitalia mit der Politik des Schweigens und der einseitigen Stornierung durchkommt, wird hier ein Präzedenzfall für alle andere Airlines geschaffen, dies zukünftig ebenso zu handhaben, wenn Promotionen, überspitztes Beispiel Überbuchungen nicht nach Plan verlaufen und schieben es auf einen Softwarefehler (in Wahrheit ist es wohl eher menschliches Versagen, da die Verantwortlichen die Tragweite ihrer Entscheidung nicht erkannt haben und der Konsument für sie zu Ende gedacht hat). Das wirft bisher gewonnene Verbraucherrechte um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurück
Unter anderem, wenn dem Vertragspartner der Irrtum auffallen hätte müssen. In dem Fall stellt sich die Frage, ob es einem nicht verdächtig vorkommen müsste, dass eine Fluglinie unbegrenzt einfach so Flugtickets herschenkt. Noch dazu wenn man dafür auf der japanischen Website buchen muss.
Dass die Alitalia das eventuell verdient hätte, ist wieder eine andere Sache ;-)
€ 0 Tickets ergaben sich nur aus der Konstellation, wenn das Originalticket weniger wie ¥ 25.000 gekostet hat. Da auch bei der Alitalia die Flugpreise je nach Auslastung des Fliegers steigen, trat dieser Fall nicht unbegrenzt ein. Mit Verweis auf Ryanair und anderen Budget Airliner ist ein Kampfpreis von € 0,01-1,- inklusive Taxen durchaus kein Ding der Unmöglichkeit.
Hätte man annehmen können, dass die Promotion für Japaner gedacht war? Ja, da die Seite ja auf japanisch war.
Hätte man annehmen müssen, dass die Promotion für Europäer nicht gilt? Nein, da es diesbezüglich keine Restriktionen gab.
Hätte man bei Kenntnis ALLER Informationen (Alitaliakonkurs) folgern können, dass die Promotion nicht so geplant war. Ja, aber nicht zwingend.
Meines Wissens kann man einen Kaufvertrag anfechten, wenn ein offensichtlicher Preisfehler vorliegt der dem Käufer auffallen müsste. Wenn ich einen 47" LCD-Fernseher für 10€ statt 1000€ bestelle werde ich ihn nicht behalten dürfen, selbst wenn er schon geliefert wurde. Aber wie ist es hier?
Erstens gibt's immer wieder mal die Möglichkeit, für ein paar Cent mit Ryanair zu fliegen. Kann man mit einem offensichtlichen Preisfehler argumentieren wenn ähnliche Konditionen marktüblich sind?
Und zweitens wurden die Flüge ja zum Normalpreis gebucht, es wurde nur ein Gutschein verwendet der dafür nicht vorgesehen war. Ist hier mit einem Preisfehler argumentierbar, oder gilt das bei der Verwendung eines Gutscheins nicht?
wenn der Kaufpreis wie in diesem Fall 0 Euro beträgt, da ja in diesem Fall rechtlich gesehen kein Kauf vorliegt, sondern eine Schenkung. Eine Schenkung kann viel leichter rückgängig gemacht werden, da reicht auch schon ein Motivirrtum a la "ich habe gedacht, der Beschenkte wäre viel ärmer".
Gutes Argument. Muss man Gutschein und Buchung als Gesamtes betrachten?
Zum einen verschenkt Alitalia einen Gutschein. Dieser wurde im Rahmen einer Promotion verschenkt, mit einem Irrtum lässt sich hier nicht argumentieren. Der Irrtum kann sich maximal auf die fehlenden Einschränkungen beziehen.
Zum anderen wurde ein Flugticket für unter 240€ gebucht, das durch Anwendung des Gutscheins gratis war. Der Kaufpreis ist zwar 0€, aber das ist bei Gutscheinen oft der Fall. Wenn mir jemand einen Amazongutschein im Wert von 50€ schenkt und ich damit was bestelle war die Bestellung ja nicht gratis, sondern es wurden (von einer anderen Person) 50€ bezahlt.
Die Frage war ja wohl eher, ob es rechtlich zulässig ist, dass Alitalia diese Tickets einseitig storniert.
So wie ich das verstanden habe, war die Aktion so aufgebaut, dass man einen Gutschein im Wert von 242€ (25.000 Yen) bekommen hat und für Flüge verwenden konnte. Da Alitalia vergessen hatte, eine Mindestbestellsumme anzugeben, waren Flüge, die weniger gekostet haben daher gratis :-)
Von den 25% Rabatt, wie es im Artikel beschrieben ist, hab ich nichts gefunden sondern nur vom 25.000 YEN Geldgutschein. Was auch leichter erklärt, warum man damit Flüge gratis bekommen konnte.
Beängstigend zuzusehen, wie die "La Repubblica" diese Geschichte, als einer der ersten Medien und noch dazu schlecht recherchiert und nicht den Tatsachen entsprechend aufgegriffen hat und nun renommierte Medien beginnend mit der tagesschau.de, Die Welt, Spiegel, orf.at, derStandard nun wie die Lemminge ungefiltert diese Fehlinformation verbreiten.
Meine Sichtweise über den Wahrheitsgehalt von Information aus Printmedien hat sich nun schlagartig geändert, wie naiv ich doch war.
..hauptsache mal den falschen apa artikel kopiert.
wer wissen will was wirklich passiert ist:
http://meedia.de/werbung/f... 10/22.html
Citat:
"Leider ist das was dort geschrieben ist nicht ganz richtig. Alitalia hat einen 25000 Yen Gutschein auf ihrer japanischen Seite für alle Nutzer zur Verfügung gestellt. Wir haben dieses Angebot gefunden und es Euch zur Verfügung gestellt. Eine wirklich interessante Aktion bei der man umgerechnet 242€ auf seine Flugbuchung sparen konnte. Auf der Aktionsseite waren keine Beschränkungen und so haben viele Leser unseres Blogs an der Aktion teilgenommen. Später hat Alitalia jedoch nachträglich hinzugefügt, dass der Rabatt von 25000 Yen (242€) nur für Flüge von Tokio und Osaka gilt und storniert nun wahllos alle über diese Aktion gebuchten Flüge. Es war kein Computerfehler, das ist Fakt. (siehe urlaubspiraten(dot)de)"
Ehm, bei etlichen Fluglinien beträgt die Stornogebühr bei bereits gebuchten Flügen 100%, sonst hagelt's 'Rechtsanwalts-Watschen'.
Umgekehrt sind bereits gebuchte Gratis-Flüge seitens der Fluglinie sowas von entschädigungsfrei stornierbar.
Die Welt is sooo schön <3
...an und für sich habens recht. Wenn das Angebot aber lautet -25% und bei der Buchung kommens dann drauf dass es -100% sind - also nicht das Beworbene - wieso sollte dem Unternehmen nicht das Recht zustehen diesen Gehler zu annulieren? Wenn Sie etwas anderes bekommen als nachweislich bestellt habens als Kunde EBENFALLS stornofreies Rücktrittsrecht (zb London buchen und in der Bestätigung dann plötzlich AbuDhabi)
war jedoch nicht -25% (wie hier geschrieben) sondern -25.000 Yen (~240€),
Sprich falls Flugpreis 800 € war zahlte man eben 560 €, oder falls es unter 240 € war zahlte man eben nix.
Da sie sich jetzt rausreden wollen, ist klar, aber wenn du beim Ticket kauf (non-refundable, wie hier der Fall war) was falsch eingibst, heißt es seitens Alitalia immer...ach Pech gehabt...daher habe ich auch kein Mitleid.
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