342.500 Euro für Missbrauchsopfer in der Steiermark

22. Oktober 2012, 17:51
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Graz/Wien - 64 verjährte Fälle von Gewalt an Kindern, die sich in der Obhut des Landes befinden, identifizierte die steirische Opferschutzkommission bisher laut Zwischenbericht. Ihnen wurden 342.500 Euro für Schmerzensgeld und Therapien ausbezahlt. Die Vorfälle seien bei Pflegeeltern, in Schulen und vor allem in Landesheimen passiert, erklärt Kommissionsleiter Heimo Lambauer, wobei die Übergriffe von körperlicher und psychischer Gewalt bis hin zum sexuellen Missbrauch reichen. Allerdings gehe es den Betroffenen oft gar nicht um eine Entschädigung, sondern um Respekt und Anerkennung als Opfer, erklärt Marina Sorgo vom Gewaltschutzzentrum Graz.

Barbara Helige, Vorsitzende der Wilhelminenberg-Kommission, sprach sich bereits in einem Interview mit dem STANDARD für eine unabhängige bundesweite Untersuchungskommission aus. Eine solche sei aber laut Volksanwaltschaft und Justizministerium nicht in Planung. (APA, sufe, DER STANDARD, 23.10.2012)

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