Jeder Zweite durchforstet den Stellenmarkt

23. Oktober 2012, 13:50
  • 35 Prozent lesen Stellenangebote manchmal, 15 Prozent tun dies regelmäßig. Geld dürfte dabei wohl eine wichtige Rolle spielen.
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    35 Prozent lesen Stellenangebote manchmal, 15 Prozent tun dies regelmäßig. Geld dürfte dabei wohl eine wichtige Rolle spielen.

  • Werden die Gehaltsangaben in den Stelleninseraten genutzt?
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    Werden die Gehaltsangaben in den Stelleninseraten genutzt?

19 Prozent befinden sich laut einer Umfrage derzeit aktiv auf Jobsuche - Akademiker lesen häufiger Stellenangebote

Wien - Fast jeder fünfte Österreicher will einen neuen Job, geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK hervor. Demnach gaben 19 Prozent der Befragten an, aktiv auf Jobsuche zu sein oder konkret an berufliche Veränderungen zu denken, heißt es in einer Pressemitteilung von Montag. Jeder zweite lese die Stellenangebote in den Tageszeitungen bzw. im Internet.

35 Prozent gaben an, die Stellenangebote manchmal zu lesen, 15 Prozent regelmäßig. Zu den regelmäßigen Lesern zählten vor allem Jüngere in der Altersgruppe 20 bis 39 Jahre, jeder Vierte ist hier aktiv auf der Suche. Auch der Bildungsgrad spielt eine Rolle: 61 Prozent der Akademiker und 41 Prozent der Pflichtschulabsolventen gaben an, sich die Stellenangebote in Tageszeitungen oder im Internet anzusehen. Bei den Arbeitssuchenden gaben 89 Prozent an, die Inserate regelmäßig zu lesen, und 40 Prozent manchmal.

Kärntner auf dem Sprung

Frauen suchten "allen Warnungen über die 'Teilzeit-Falle' zum Trotz" vermehrt nicht nach einer Vollzeitstelle, sondern möchten - zumindest solange sie unter 40 Jahre alt seien - in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt arbeiten, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Überdurchschnittlich hoch ist die Zahl der Arbeitsuchenden in Kärnten - jeder Vierte ist in diesem Bundesland auf Jobsuche. Wer gerade den Gürtel enger schnallen und auf jeden Euro Acht geben muss, ist ebenfalls öfter auf der Suche nach einer Vollzeit-, Teilzeit- oder Nebenbeschäftigung.

Befragt worden seien 1.600 Personen repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren. (APA, red, 23.10.2012)

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17 Postings
solange4 frau kinderbeihilfe und alimente bekommt

für diverse einrichtungen - die kinder betreffend - in dieser zeit nichts zahlen muß weil zu wenig einkommen...wer wird sich da einen vollzeitjob suchen, damit die ganzen gratisleistungen verlieren und damit finanziell schlechter dastehen...es ist schon lange etwas faul am österreichischen familienfördersystem!

Ich glaub, Sie sehen das alles ein wenig zu eindimensional ;)

seit die Gehaltsangaben dabeistehen, schmöker ich sogar noch lieber durch, weil dann denk ich mir nach einer harten Woche, nach der man schon mal zu zweifeln beginnt, ob man das richtige macht "eigentlich verdienst gor ned schlecht, sei zufrieden!" und geh Montag schon wieder lieber hin :)

Das heißt nur, dass Sie's nicht verstanden haben. Angegeben ist meist ja das KV-Mindestgehalt, und nicht die tatsächliche Zahlungsbereitschaft für diese Stelle.

verdienstangabe

wobei ja diese verdienstangaben bei den stellenanzeigen eh für die fisch sind. weil was kollektivvertraglich gezahlt wird weiss man eh wenn man aus der branche ist und was die firma bereit ist mehr zu zahlen steht nicht drinnen, bzw. ist dann verhandlungsgeschick. aber klar, nach einer harten woche kann einem das schon wieder motivieren diese anzeigen durchzulesen und sich dabei zu denken: is eh ned so schlimm

Sie sollten aber bedenken, dass zu den derzeit ausgeschriebenen Posten in etwa

300-600 Bewerbungen eintrudeln.

Und dass viele der ausgeschriebenen Posten alle paar Wochen wieder ausgeschrieben werden, obwohl (das weiss ich aus erster Hand einer Freundin, die grad Job sucht, weil sie wechseln will) jedes Mal generoes Absagen geschickt werden und dass schon jemand gefunden wurde. Diese Freundin ist hoch qualifiziert, gerade fuer diese Jobs und hat einen sehr attraktiven Lebenslauf. Also so dringend koennen diese "Fachkraefte" ja dann doch nicht gesucht werden. Und bei den Vorstellungsgespraechen kommt dann sehr schnell durch, dass zwar von Ueberbezahlung geschrieben wurde, die aber naja, was soll man sagen, nicht gezahlt werden muss, weil sich eh so viele gemeldet haben, die mit dem Gehalt "zufrieden" waren....

"Diese Freundin ist hoch qualifiziert, gerade fuer diese Jobs und hat einen sehr attraktiven Lebenslauf." - Das ist der Unterschied zwischen Eigenbild und Fremdbild. Und relevant ist ja das Bild dessen, der den Job vergibt.

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"dass zwar von Ueberbezahlung geschrieben wurde, die aber naja, was soll man sagen, nicht gezahlt werden muss, weil sich eh so viele gemeldet haben" - Auch das ist nur der Fall, wenn's nichts gibt das die Überzahlung rechtfertigen würde.

Welche Branche? Und welche Firmen verarschen die Bewerber, bitte die Saftläden immer beim Namen nennen.

Swarovski, IBM ...

Da würde Siemens Personaldienstleistung, IST, STRABAG etc. gut reinpassen

nur wer seinen Marktwert kennt und den Job behält wird damit glücklich

Wie bitte?

23.10.2012, 19:51

Dazu ist zu erwähnen, dass die meisten Stellenausschreibungen nur proforma ausgeschrieben werden und oft intern bzw. durch Vitamin B vergeben werden.

weniger in der Wirtschaft

Schön!

ich schau zusätzlich noch nach Immobilien obwohl ich weit davon entfernt bin mir eine zu kaufen...

Wahrscheinlich schauen sich auch viele noch die "Kontaktanzeigen" an,

ohne jemals einen solchen "Kontakt" eingehen zu wollen. Oder....?

von welchen "Kontaktanzeigen" reden wir da jetzt? ;D

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