Rewe will weiter in Russland expandieren

  • Billa expandiert weiter.
    foto: standard/matthias cremer

    Billa expandiert weiter.

Zehn neue Billa-Filialen sollen pro Jahr eröffnet werden, der Fokus liegt aber weiter auf der Ukraine und auf Rumänien

Prag/Wiener Neudorf  - Der Handelskonzern Rewe will mit seiner Supermarktkette Billa weiter in Russland expandieren. Pro Jahr sollen in Russland rund 10 neue Billa-Standorte eröffnet werden, sagte der Osteuropa-Vorstand von Rewe International, Janusz Kulik. Der weitere Fokus liege auf Rumänien und der Ukraine. Markteintritte in weitere osteuropäischen Ländern sind derzeit nicht geplant.

Im April hat Rewe International - der Unternehmenssitz befindet sich in Wiener Neudorf - im Großraum Moskau bereits zwölf Citystore-Supermärkten einer Tochter der Enka Gruppe erworben und als Billa-Supermärkte umgebaut. Weitere Standorte sollen im Umkreis von 400 Kilometer rund um Moskau eröffnet werden. Derzeit gibt es in Russland 72 Billa-Filialen, die 2011 einen Umsatz von rund 500 Mio. Euro (+14,6 Prozent) erwirtschafteten. Billa erzielt in Russland laut dem Osteuropa-Vorstand "überdurchschnittliche Gewinne".

"Die zentral- und osteuropäischen Märkte sind die Wachstumsmärkte, die noch immer über großes Entwicklungspotenzial verfügen", betonte Kulik. Bis zu 260 Mio. Euro investiere man pro Jahr in Osteuropa. In der Ukraine werden heuer 8 bis 10 Billa-Filialen eröffnet und in Rumänien 13 Standorte. Insgesamt sollen jährlich 50 bis 80 neue Standorte in Osteuropa aufmachen oder gegen bessere Lagen abgetauscht werden.

Umsatz in Zentral- und Osteuropa steigt

Insgesamt erzielte Billa 2011 in Zentral- und Osteuropa einen Umsatz von 2,83 Mrd. Euro (+3,9 Prozent). Für heuer erwartet der Osteuropa-Vorstand das Erlösplus des Vorjahres zu halten. In Bulgarien hat Billa aktuell 87 Standorte, Kroatien (92 Billa und BIPA), Rumänien (61), Russland (72), Slowakei (116), Tschechien (203) und Ukraine (22).

In Tschechien, mit 920 Mio. Euro Umsatz der wichtigste Markt für Billa in Osteuropa, forciert die Supermarktkette weiter ihre Eigenmarkenstrategie, unter anderem die Fleisch- und Wurst-Marke "Vocilka" und "Nase Bio". Billa bietet derzeit rund 190 Bio-Eigenmarkenprodukte an, großteils von tschechischen Bio-Bauern. Die Supermarktkette kooperiert mit der tschechischen Landwirtschaftskammer, um an genügend Bio-Landwirte heranzukommen, und hat über die Interessensvertretung auch entsprechende Lieferverträge mit den Landwirten abgeschlossen. Rund 1 Prozent des Umsatzes entfallen derzeit bei Billa Tschechien auf Bio-Produkte.

"Die Marke Nase Bio dient zudem als Vorreiter für die Einführungen von länderspezifischen Bio-Marken in den restlichen CEE-Ländern der REWE International AG", erklärte Kulik. Billa positioniere sich in Tschechien und generell in Osteuropa als regionaler Supermarkt, so Kulik. Derzeit liegt der Anteil tschechischer Lieferanten bei 70 Prozent. (APA, 22.10.2012)

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