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Linz/Salzburg/Gmunden - Die Zukunft des Thomas-Bernhard-Archivs ist länderübergreifend langfristig gesichert. Das gab der oberösterreichische Kulturreferent LH Josef Pühringer zusammen mit Vertretern aller beteiligten Institutionen in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Montag in Linz bekannt. Demnach kooperieren dazu die Thomas-Bernhard-Privatstiftung, das Land OÖ und die Universität Salzburg. Das Archiv bleibt in Gmunden.
Peter Fabjan, der Bruder und Erbe von Thomas Bernhard, hat 1998 eine Privatstiftung mit dem Nachlass begründet. Bis Herbst 2001 war er in der Gmundner Wohnung des Autors, die als provisorisches Archiv diente, untergebracht. Danach übersiedelte er in die dortige sogenannte Kleine Villa Toscana, die sich im Besitz des Landes befindet. Im heurigen Sommer lief die Förderung des Bundes für das Forschungszentrum aus.
Präferenz Oberösterreich
Das Land und die Stadt Salzburg hätten sich als neuer Standort angeboten, doch seine Präferenz sei Oberösterreich gewesen, berichtete Fabjan über die Gespräche. Der 1931 geborene Thomas Bernhard lebte etliche Jahre in Salzburg sowie vor seinem Tod 1988 in Oberösterreich, beigesetzt wurde er in Wien. Jetzt wurde aber eine Kooperation der Stiftung mit dem Land Oberösterreich mit dessen Stifter-Institut und dem Literaturarchiv Salzburg an der Universität mit deren Leitern Petra-Maria Dallinger beziehungsweise Manfred Mittermayer vereinbart.
Die Stiftung bringt den Nachlass des Autors ein, die Uni und das Land bezahlen den laufenden Archivbetrieb und das Land zusätzlich das Gebäude sowie die anfallenden Hausbetriebskosten. Derzeit wird eine Werkausgabe aller noch zu Lebzeiten Bernhards veröffentlichten Texte betreut, schilderte der Leiter des Archivs, Martin Huber, an der auch der 2008 verstorbene Wendelin Schmidt-Dengler mitwirkte. Die Werkausgabe soll 22 Bände umfassen, von denen 20 im Suhrkamp Verlag erschienen sind. Der letzte, der sich mit dem öffentlichen Bernhard beschäftigt, soll wegen des Umfanges - unter anderem seine Schriften als Gerichtsberichterstatter, Preisreden und Interviews - auf zwei Bände aufgespalten werden.
Weil der Personalstand nun von 1,5 auf zwei Mitarbeiter aufgestockt wird, kann das Archiv auch längere Öffnungszeiten anbieten. Zuletzt hielt sich dort ein südkoreanischer Übersetzer auf. Geplant ist auch eine Festveranstaltung in Gmunden im kommenden Jahr. Auf der Vorhabensliste stehen auch noch eine Aufarbeitung der Bibliothek des Autors und die Rolle der Schriften in seinen Werken, seine Reise- und Schreiborte und die Herausgabe eines Bernhard-Handbuches/Lexikons. (APA)
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Man schlachtet also weiterhin ein Erbe aus, was so der Erblasser sicher nicht wollte.
Man stelle sich vor, ein südkoreanischer Übersetzer interessiert sich für das Werk, na bumm, das wird ja alles bald universaltauglich.
Dem Land OÖ, also dem Steuerzahler, werden da von Pühringer Kosten aufgebürdet, die nicht zu verantworten sind, denn die Jungen interessieren sich nicht für Berndhard, der würde ihnen höchstens als komischer Kauz vorkommen.
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