Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 600x348Moskau/London - Das größte Ölgeschäft der Welt seit 13 Jahren ist perfekt: Für Dutzende Milliarden Euro kauft der vom Kreml kontrollierte Rosneft-Konzern das Joint-Venture TNK-BP. Auch der britische Energieriese BP profitiert von dem spektakulären Deal.
Russland schafft mit der Übernahme des russisch-britischen Unternehmens TNK-BP den größten börsennotierten Ölkonzern der Welt. Das Geschäft habe ein Gesamtvolumen von 61 Mrd. US-Dollar (46,8 Mrd. Euro), sagte der Chef des russischen Staatskonzerns Rosneft, Igor Setschin, bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Rosneft kauft vom britischen Konzern BP sowie vom russischen Oligarchenkonsortium AAR jeweils 50 Prozent an TNK-BP.
Russische Kommentatoren sprachen von einem "epochalen Vertrag", mit dem Rosneft den US-Konkurrenten ExxonMobil als größten Ölkonzern ablöse. Auf 4,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag schätzen Experten die Fördermenge des neuen Megakonzerns. Es handelt sich um den größten Deal der Ölbranche seit dem Zusammenschluss von Exxon und Mobil 1999. Ex-Vizeregierungschef Setschin ist ein enger Vertrauter Putins.
Das Milliardengeschäft gilt als neuer Erfolg Putins bei dessen Ziel, die Rohstoffschätze des Riesenreichs wieder unter staatliche Kontrolle zu bekommen. "Dieses große Geschäft ist nicht nur für den russischen Energiesektor wichtig, sondern auch für die Wirtschaft des Landes", sagte Putin bei einem Treffen mit Setschin in der Residenz Nowo-Ogarjowo.
Rosneft werde BP 17,1 Mrd. US-Dollar zahlen, teilten die Briten mit. Zudem bekomme BP einen Anteil von 12,84 Prozent an Rosneft zu einem Preis für die Aktie von 8 US-Dollar. Damit werden die Briten größter Rosneft-Aktionär nach dem Staat, der momentan direkt und indirekt knapp 85 Prozent hält.
Das Oligarchenkonsortium AAR bekommt laut Setschin 28 Mrd. US-Dollar. Analysten zeigten sich erstaunt. Es sei fraglich, woher Rosneft das Kapital nehme. 2005 hatte das Unternehmen von der Zerschlagung des Ölkonzerns Yukos des heute inhaftierten Kremlkritikers Michail Chodorkowski profitiert.
BP plant nach eigenen Angaben, 4,6 Mrd. US-Dollar aus dem Verkauf zu nutzen, um davon einen weiteren Anteil von 5,66 Prozent an Rosneft vom russischen Staat zu kaufen. Am Ende wolle BP insgesamt 19,75 Prozent halten. Derzeit sind es 1,25 Prozent. Der Verkauf werde vermutlich in der ersten Hälfte 2013 abgeschlossen. BP erwarte außerdem, zwei Sitze im neunköpfigen Vorstand zu bekommen.
"Dies ist ein wichtiger Tag für BP", sagte BP-Aufsichtsratschef Carl-Henric Svanberg. "Russland ist für die Sicherheit der weltweiten Energieversorgung sehr wichtig und wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden." Schon mehrmals hatten BP und Rosneft eine "strategische Partnerschaft" angekündigt, die unter anderem lukrative Projekte in der russischen Arktis einschließen soll.
Die Zusammenarbeit mit den Oligarchen von AAR war auch oft von Schwierigkeiten überschattet. So flüchtete der damalige TNK-BP-Vorstandsvorsitzende und heutige BP-Chef Bob Dudley 2008 bei Nacht und Nebel aus Russland, weil er sich bedroht fühlte.
BP leidet bis heute weiter unter der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko vor mehr als zwei Jahren. Im zweiten Quartal verzeichneten die Briten einen Verlust von 1,39 Milliarden US-Dollar (1,13 Mrd Euro). "Rosneft wird einer der Größten in der globalen Ölindustrie", sagte Svanberg. BP könne deshalb solide Gewinne erwarten. Der Konzern bekomme einen "nachhaltigen Anteil an Russlands Energie-Zukunft".
Zunächst hatte auch AAR Interesse an einer Komplettübernahme von TNK-BP gezeigt. Allerdings hätten die Milliardäre Probleme mit der Finanzierung gehabt, hieß es in Moskau. (APA/Reuters, 22.10.2012)
Nachlese: BP stimmt Rosneft-Deal zu
Bei der OMV sind derzeit keine Änderungen geplant. Man habe jetzt nur unbedingt notwendiges Personal in Libyen
…nach dem Verlassen eines Restaurant mit drei Schüssen hingerichtet.
Die zwei Täter, die Motorradhelme trugen, konnten unerkannt fliehen.
Glauben ? Wir sind nicht in der "Russisch Orthodoxen Kirche"
Noch ist d Deal nicht gelaufen, dazu braucht es noch etwa 6 Monate, bis dahin ist der Erdoelpreis um weitere USD gefallen. WTI von 110.56 auf heute 86.28 USD, nun ja ein bisschen geht noch dann ist die Tiefstmarke von
75 USD fuer heuer erreicht, dann ist alles in Russland im Defizit, nicht nur Rosneft.
Gebranntes Kind/ BP Chef Bob Dudley 2008 aus Moskau gefluechtet/ scheut also nicht immer d Feuer !
Dann wird es wohl Dunmmheit sein!
Niemand sollte so dumm sein den selben Fehler zweimal zu begehen. 19 % zu 81 % Anteile?
Die neue Firma wird vorher abgecasht die BP wird gar nichts von ihren 19 % haben und zum Schluss unter Wert verkaufen muessen!
Alle diese Investitionen sind auf Kredit.
Wahrscheinlich reichen die von den Intern. Banken bereits zugesagten 20 Mrd USD nicht aus, da sich der Deal auf 61 Mrd USD minus der Rosneft Aktien belaeuft.
Daher fragen sich bereits viele Experten in Moskau, wie Rosneft diese Schulden und Zinsen zurueckzahlen wird.
Groessenwahn im Endstadium!
Koennte es sein d der Erdoelpreis unter 80 USD nicht mehr kostendeckend ist ? Koennte es auch sein d der Russische Haushalt von einen Oelpreis 95 bis 115 USD ausgeht ? und darunter keine Investitionen moeglich sind?
Wieviel war der Erdoelpreis der Russischen Sorte heute ? 85.88 minus ca 3 % fuer die Russische Sorte ist
83.00 USD
Damit hat Russland heute mehr wie 60 cents pro Barrel verloren. Brent aus der Nordsee mehr wie 1.60 USD pro Barrel ist zur Zeit auf 107.90 USD.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.