Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Villach - Schmerzmittelmissbrauch im Amateursport ist ein größeres Problem als bis dato angenommen. Die Hälfte der 4.000 Teilnehmer des Bonn-Marathons hatte bereits im Vorfeld Schmerzmittel (Nichtsteroidale Antirheumatika, Anm. Red.) konsumiert, obwohl nur ein kleiner Teil der Befragten vor Beginn des Laufes tatsächlich unter Schmerzen gelitten hatten. "Schmerzmittel haben eine leistungssteigernde Wirkung, daher ist Missbrauchspotenzial vorhanden", erklärt Michael Ausserwinkler, Internist und Vorstandsmitglied der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG). Nicht grundlos finden sich Schmerzmittel auch auf den Dopinglisten wieder.
Vor allem Läufer mit Marathonerfahrung greifen gerne zu Schmerzmitteln. Die Gründe dafür sind wiederholte Schmerzen beim Training und Probleme die beim Wettkampf auftreten. "Schmerzmittel werden vor allem bei Überlastungen von Sehnen und Sehnenansätzen eingesetzt. Dadurch werden aber nur Symptome unterdrückt und das Problem verschlimmert sich, weil keine Schonung stattfindet", betont Ausserwinkler. Die Einnahme der Analgetika vor dem Start verhindert weder das Auftreten von Muskelkrämpfen während des Wettkampfes, noch im Anschluss daran. Lediglich muskelschmerzbedingte Laufabbrüche kommen bei den Sportlern, die Schmerzmittel eingenommen hatten, seltener vor.
Die Befragung bestätigt: Besonders häufig sind gastrointestinale Probleme der Grund für Laufabbrüche. Hobbysportler die Schmerzmittel einnehmen, haben wesentlich häufiger mit Darmkrämpfen, Blutungen und Nierenprobleme zu rechnen, als Läufer die ohne Einnahme von Analgetika einen Marathon absolvieren.
Auch in Österreich ist das Problem Schmerzmittelmissbrauch im Hobbysport präsent. "Trainer und Sportwissenschaftler berichten, dass mindestens 15 bis 20 Prozent der Laiensportler Schmerzmittelmissbrauch betreiben", erklärt Ausserwinkler. Da diese Zahlen allerdings nur Schätzwerte sind, fordert der Experte genaue Erhebungen zu machen, um das volle Ausmaß des Problems abschätzen zu können. Auch die Sportverbände sollen auf das Thema hingewiesen werden.
Der Einsatz von Schmerzmitteln im Sport kann aber auch sinnvoll sein, so Ausserwinkler, nämlich dann, wenn Sportler aufgrund von Verletzungen an Schmerzen leiden. In diesen Fällen sollten allerdings keinesfalls mehrere Schmerzmittel miteinander kombiniert werden: "Die Wirkung wird nicht stärker, nur die Nebenwirkungen potenzieren sich." Die Folgen sind Magengeschwüre, Darmprobleme oder Blutdruckentgleisungen. Daher sollte zwischen der Einnahme verschiedener nichtsteroidaler Antirheumatika eine Zeitspanne von mindestens 24 bis 48 Stunden liegen. (red, derStandard.at, 22.10.2012)
US-Studie zeigt mangelndes Verständnis von Konsumenten bei der Verwendung von OTC-Arzneimitteln auf
Fußball: Der Missbrauch von Schmerzmitteln ist auch im Jugendbereich immer stärker verbreitet
Viele Freizeitsportler nehmen prophylaktisch Schmerzmittel ein - Dieser sorglose Umgang kann fatale Folgen haben
Studie: Medikamenten-Missbrauch im Profifußball - 27 Prozent der Spieler nehmen Tabletten
Der Genuss von grünem Tee könnte Auswirkungen auf das Steroidprofil haben - Studien-Ergebnisse einer britischen Arbeitsgruppe überraschen die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA
Viel Schaden ohne Nutzen - Bis zu 55 Prozent starten unter Analgetika-Einfluss
Deutsche Apotheker warnen vor laxem Umgang mit Schmerzmitteln - Ab 1. April Verschreibunspflicht für Paracetamol
vollkommen richtig!
ich bin absolut für viel bewegung und gesunde ernährung, treibe selbst viel sport (zwischen 5 und 7 mal pro woche) und ernähre mich großteils "sauber" - also gesund. doch einen marathon zu laufen ist alleine schon für die gelenke (knöchel, knie, hüfte) nicht gesund...
gelitten hatten"
Wieso obwohl?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.