Ist "FIFA 13" besser oder schlechter auf der Wii U?

  • "FIFA 13" für Wii U erscheint am 30. November.
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    "FIFA 13" für Wii U erscheint am 30. November.

  • Das Wii U Gamepad lässt taktische Einstellungen on the fly vornehmen.
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    Das Wii U Gamepad lässt taktische Einstellungen on the fly vornehmen.

  • Über den zweiten Screen kann man sich leichter umsehen und das Tor anvisieren.
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    Über den zweiten Screen kann man sich leichter umsehen und das Tor anvisieren.

  • Im Mehrspielermodus kann der Gamepad-Spieler den Manager mimen.
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    Im Mehrspielermodus kann der Gamepad-Spieler den Manager mimen.

Wii-U-Version muss auf viele Features verzichten, bringt aber per Gamepad auch neue Funktionen mit sich

Das überaus erfolgreiche Fußballspiel "FIFA 13" wird auch für Nintendos neue Konsole Wii U erhältlich sein - und dies zum Start am 30. November. Vergangenen Juli hatte der GameStandard Gelegenheit, die Wii-U-Fassung bei Electronic Arts zu spielen und mit den Entwicklern zu sprechen. Nun sind weitere Details ans Tageslicht gedrungen. Und so viel ist klar: "FIFA 13" ist nicht gleich "FIFA 13".

Weniger Gameplay-Neuerungen

"FIFA 13" für Wii U wurde parallel zur bereits erschienen Version für PC, PS3 und Xbox 360 entwickelt. Allerdings musste das Team einen Großteil der Zeit in die Anpassung für die neue Hardware investieren und konnte so nicht alle Features der heurigen Neuauflage implementieren. So reichte die Zeit etwa nicht, um das neue "First Touch Control"-System und das Fähigkeitensystem von "FIFA Street" zu integrieren. Besonders das Ausbleiben von "First Touch Control" dürfte viele Fans enttäuschen, da es durch realistischere Ballannahmen für ein authentischeres Erlebnis sorgt. Die Gameplay-Engine der Wii-U-Version basiere demnach im weitesten Sinne auf jener von "FIFA 12".

Online und Technik

Weitere Abstriche mussten bei den Online-Modi gemacht werden. So fehlt der populäre Modus FIFA Ultimate Team, in dem Spieler ein Fantasieteam zusammenstellen und es gegen andere Fantasieteams antreten lassen können. Dies begründet EA unter anderem auch damit, dass das Online-Netzwerk der Wii U noch in den Kinderschuhen steckt und hinter Ultimate Team ein sehr aufwändiges System stecke, das fünf Jahre entwickelt wurde, bevor es für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen ist.

Technisch gesehen sei die Wii U-Version "auf Augenhöhe" mit der Xbox-360-Ausgabe. Sie wird ebenso mit 60 Bildern pro Sekunde laufen und stellt die Zuschauer mit doppelter Auflösung dar. Weitere Verbesserungen seien nicht drin gewesen, da ein Teil der Rechenkraft benötigt wird, um den Tablet-Controller zu bespielen.

Neue Features

Das Wii U Gamepad bringt dafür einige Neuerungen mit sich. So stehen einem Spieler über das Gamepad zahlreiche Managementfunktionen zur Verfügung. Beispielsweise dient der Screen zum Anzeigen der interaktiven Karte, zum Aufrufen des Auswechselmenüs on the fly und bietet eine Gesamtübersicht über das Spiel. Über den Touchscreen kann man für Anspielpartner für Pässe direkt auswählen und freistehende Spieler per Fingerwisch in den freien Raum laufen lassen. Schlussendlich lässt sich auch per Touch aufs Tor schießen.

Diese Funktionen sollen auch Gelegenheitsspieler für das virtuelle Fußballspiel gewinnen. Im Mehrspielermodus für bis zu fünf Spieler pro Team kann der Spieler mit dem Gamepad zudem gezielt als Manager eingesetzt werden, weil er den größten Überblick hat. Wer Mann gegen Mann nach Chancengleichheit sucht, kann auch einfach zwei konventionelle Gamepad Pros einsetzen. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 22.10.2012)

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