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Ajaccio (Korsika) - Angesichts der Serie von Gewaltverbrechen auf Korsika hat die französische Regierung ein Maßnahmenpaket gegen die Bandenkriminalität auf der Mittelmeerinsel angekündigt. Premierminister Jean-Marc Ayrault sagte am Montag nach einer Ministerrunde in Paris, besonderes Augenmerk werde auf Wirtschaftskriminalität und Geldwäsche gelegt werden. Dabei verwies er insbesondere auf den Immobilienbereich, den Sport, die Baubranche und auf den Bereich öffentlicher Aufträge. Insgesamt sollen zehn Maßnahmen ergriffen werden, um die Kriminalitätsbekämpfung zu verstärken.
Auslöser des verschärften Vorgehens der sozialistischen Regierung gegen die organisierte Kriminalität auf Korsika war der aufsehenerregende Mord an einem prominenten Anwalt auf der Insel vor rund einer Woche. Der 63-jährige Antoine Sollacaro war bereits das 15. Mordopfer seit Jahresbeginn auf der Insel mit ihren rund 300.000 Einwohnern. Nach Angaben von Justizministerin Christiane Taubira ist die Mordrate in Korsika viermal so hoch wie im Großraum Marseille. Für die durch Gewalttaten von Drogenbanden erschütterte Hafenstadt hat die Regierung bereits einen Aktionsplan zur Verbrechensbekämpfung erarbeitet. (APA, 22.10.2012)
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