17 Prozent wollen wieder den Schilling

  • Die Sehnsucht nach dem Schilling wächst wieder.
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    Die Sehnsucht nach dem Schilling wächst wieder.

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Drei Viertel der Österreicher glauben, dass der Euro überleben wird, dennoch geht das Vertrauen stetig zurück

Wien - Das Vertrauen der Österreicher in die europäische Einheitswährung ist durch die Krise in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen, trotzdem sprechen sich drei Viertel der Österreicher weiter dafür aus, den Euro als Währung beizubehalten. Zwei Drittel glauben, dass der Euro auch langfristig überleben wird, 30 Prozent zeigen sich diesbezüglich skeptisch, geht aus zwei Umfragen im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Trotz der derzeitigen Krise sprechen sich 76 Prozent von 1.446 im September und Oktober von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) befragten Österreichern für die Beibehaltung des Euro als Währung aus, 17 Prozent möchten dagegen zum Schilling zurückkehren.

Die seit Jahren andauernde Krise drückt allerdings merkbar auf das Vertrauen in den Euro. Hatten im März 2010 noch 70 Prozent "sehr großes" oder "großes" Vertrauen in die europäische Währung, sind es heute nur mehr 38 Prozent. Der Anteil jener, die "eher kein" bis "gar kein" Vertrauen in den Euro haben, hat sich von 29 auf 60 Prozent verdoppelt, so das Ergebnis einer zweiten Umfrage unter 501 Österreichern.

Kritik an mangelndem Krisenmanagement

Eine zentrale Ursache für den Vertrauensverlust in den Euro sieht ÖGfE-Leiter Paul Schmidt im mangelnden Krisenmanagement: "Nicht die Währung, sondern vor allem die Art und Weise, wie nationale und europäische Akteure die Krisenbewältigung betreiben und ihre Maßnahmen kommunizieren, erzeugt Unsicherheit."

Gerade einmal 1 Prozent der Befragten bewertet die Zusammenarbeit der EU-Länder zur Krisenbekämpfung als "sehr gut". 22 Prozent halten die Maßnahmen zur Krisenbekämpfung für "nicht genügend" (10 Prozent: "gut", 39 Prozent: "befriedigend", 29 Prozent: "genügend").

Gemeinsame europäische Strategien werden von den Befragten durchaus als sinnvoll erachtet. 62 Prozent sprechen sich für eine vertiefte Zusammenarbeit der EU-Länder aus, dagegen sehen 31 Prozent in einer losen Kooperation den Erfolgsweg für die unmittelbare Zukunft. (APA, 22.10.2012)

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wo war die umfrage?

in der OeNB?

eigentlich müßte die wirtschaft interesse dran haben, dass wir und DE wieder eine andere währung haben, dann fällt es nicht auf, dass in unseren geschäften überall der "alpenzuschlag" drauf ist.

wir werden überall nur beschixxen

alles nur um die globalisierung einzig und allein zum nutzen der großkonzerne durchzuziehen....

raus aus dem t€ der den bürgern nichts nutzt...

Ich hoffe ja dass es irgendwann einmal eine Weltwährung geben wird.
Warum muss es so viele Währungen geben, das hat absolut keinen Sinn.

Mir graut schon ein bisschen vor einer Weltregierung die so viel Macht hat.

Und wenn wir ihn wieder haben koppeln wir ihn sofort wieder an den Euro so wie damals an die DM? Seeeehr sinnvoll.

dass man sich an der

härtesten währung der welt (DM) gekoppelt hat, wo die BRD der wichtigste handelspartner österreichs war und ist, kann man nur als einzige sinnvolle regelung sehen.

harte währungen koppeln macht sinn

harte und extra weiche währungen koppeln, von ländern die so unterschiedlich waren wie
d
at
sp
p
ita
gr

war jedem wirtschaftsexperten klar

es war keine wirtschaftliche entscheidung, es war rein politisch...weil sich sture brüssel nichtsauskenner was zsammgesponnen haben.

dafür werden wir nun 100 jahre lang dran zahlen

danke brüssel

Das war ja nicht "harte an Harte" Koppeln - sondern unebdeutende an bedeutende Koppeln.

Damit fiel der Schilling in die Kategorie des Belize Dollars.

Man wird als Österreicher beim einkaufen sowieso schon genug übers Ohr gehauen (z.B bei Aufpreisen für Deutsche Zeitungen und Zeitschriften, im Lebensmittelhandel, im Elektronikhandel im internat. Vergleich)

Tun kann ich dagegen eh nichts (und kommt mir jetzt nicht mit Konsumverweigerung), aber wenigstens lassen sich solche Abzockgeschäftspraktiken jetzt leichter erkennen.

Elektronik bestellt man einfach online.
Rohlinge usw. lasse ich mir von Deutschen mitnehmen...

Zu den Zeiten vor dem Internet haben wir sehr viel Möglichkeiten zu sparen.

Dafür braucht man keine Musik mehr zu kaufen.
Ins Kino gehe ich alle heiligen Zeiten und sehe trotzdem alle Filme bevor sie bei uns herauskommen.

Konsumverweigerung ist natürlich sowieso die beste Möglichkeit...

Bauchbewertungen.

Zumindest, was die Umfrage zur Qualität der Krisenbewältigung betrifft.
Umfragen sind sinnvoll für Wählerverhalten. Nicht aber um bestimmte hochkomplexe Tätigkeiten zu bewerten.

Dazu müsste man erst einmal abfragen, wer diese in welcher Art versteht, was für Kriterien dabei eine Rolle spielen, usw.

Und einige Idioten

wollen die Reichsmark.
Vernachlässigbare Wirtschaftsignoranten!

Ich sehne mich auch nach dem Schilling. Und zwar wegen schmalen Münzen, die leicht in der Geldbörse Platz fanden, leichter unterscheidbar waren als die geschichtslosen Euros. Und wer kann sich noch erinnern an die riesigen Franc - Scheine. Oder Centomila Lire Scheine. Ja, das waren noch Zeiten. Seufz.

Wer nach der Zeit den Euro noch nicht erkennt und Unterscheiden kann lebt von Einbildung.

Für Sammler und Liebhaber waren die alten

Währungen sicher nett.
Aber das ewige Geldwechseln - jeweils mit Kosten und Zeit verbunden, das geht mir wahrlich nicht ab.

Falls der Euro sich nicht behaupten wird, fände ich das schade.

war heuer das erste mal in kroatien. das geldwechseln hat genau 3 minuten gedauert. ein paar netsch halt und den rest so wie immer mit karte bezahlt.

Auch wenn Sie mit Karte bezahlen verlieren Sie

potentiell Umrechnungsspesen.

mit derm teuro

verlieren wir dauernd und milliarden

einmal im jahr in den urlaub fahren macht das überhaupt nicht wett.

dass zb spanien mit dem euro für uns um 50-80% teurer wurde erwähnt die politik gar nicht.... ist ja eine euro erfolgsstory

dafür habe ich dort um einiges günstiger gegessen und getrunken als zb. in italien.

Das ist zwar schön für Sie, aber wenig relevant.

Italien war bereits vor der Euro-Einführung wesentlich teurer als Kroatien.

da ich seit über 40 jahren italien bereise, kann ich nur von günstigten preise zur zeit der lira sprechen.

Ich reise bereits seit 47 Jahren nach Italien.

Jährlich, seit ich auf der Welt bin.
; )
Und ich kann mich erinnern, wie wir als Kinder fast alle unsere Anziehsachen dort gekauft haben, weil sie nicht nur in der Mode voraus waren, sondern auch billiger.
Wie wir als Jugendliche Zigaretten nach Österreich geschmuggelt haben.
Und wie das langsam aber sicher immer uninteressanter wurde.
Denn Italien wurde immer teurer - trotz ständigem Fallen der Lira.
Und irgendwann dann, es muss so ca. 15 Jahre zurück liegen, hat sich das alles nicht mehr ausgezahlt.
Italien war teurer als Österreich geworden. Zumindest in jenen Dingen, die man mitnehmen konnte.
Ein Espresso im Café war immer noch billig.
All das geschah vor Einführung des Euro.

das kann ich nur bestätigen.
spätestens mitte der 90er-jahre hatte sich Italien preislich an Österreich angegeglichen (von einigen ausnahmen wie spritz con bitter oder caffè abgesehen).
und das war schon einige jahre vor der euro-einführung.

nicht, dasz man

aus Kroatien soviel gutes hoert, was die Preise angeht

ich fahr sofort wieder hin. die qualität zu solchen preisen habe ich schon lange nicht mehr gehabt. zur lira zeit vielleicht noch.

dann scheint es dort

gewaltige Preisunterschiede zu geben

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