"Mietnomadencheck" für "Big Brother Awards" nominiert

23. Oktober 2012, 13:09
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Negativpreise für lockeren Umgang mit dem Datenschutz werden am 25. Oktober vergeben

Am 25. Oktober, dem Vorabend des Nationalfeiertages, werden schon seit vielen Jahren im Wiener Rabenhof die "Big Brother Awards" vergeben. Dabei handelt es sich um einen "Negativpreis" in Sachen Datenschutz, der in mehreren Kategorien "an jene Personen, Institutionen, Behörden und Firmen vergeben wird, die sich im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ganz besonders 'verdient' gemacht haben", wie es sarkastisch in der Erklärung heißt.

In der Kategorie "Kommunikation und Marketing" wurden dieses Jahr auch die Macher der Website "Mietnomadencheck.at", Alexander Erhart und Michael Pucher, nominiert. Die Website gibt es seit August, derStandard.at berichtete damals ausführlich (siehe "Nachlese"). "Die Suche nach dem perfekten Mieter oder das Geschäft des Vernaderns", so wird das Geschäftsmodell der beiden auf der Website der Big Brother Awards beschrieben.

In derselben Kategorie ist auch die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) nominiert, und zwar für das "Gratis-WLAN-Netz" auf der Donauinsel, das nur nach erfolgter Registrierung genutzt werden kann.

UPDATE: Auch ÖBB-Holding-Chef Christian Kern wurde zunächst für die "Steckbriefe" auf den Infoscreens der ÖBB-Bahnhöfe nominiert. Das dafür zuständige Unternehmen - Digilight - meldete sich daraufhin allerdings (u.a. in den Postings unter diesem Artikel) und "reklamierte" die volle inhaltliche Verantwortlichkeit dafür ein. Die ÖBB haben daraufhin die Nominierung an Digilight "weitergereicht", wie Christian Jeitler von der Firma quintessenz (die die "Big Brother Awards" veranstaltet) mitteilte.  (map, derStandard.at, 22.10.2012)

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