Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

22. Oktober 2012, 14:37
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Konjunkturdaten aus Japan im Fokus

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag ohne klare Richtung tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio erhöhte sich leicht um 8,03 Zähler oder 0,09 Prozent auf 9.010,71 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 145,79 Zähler (plus 0,68 Prozent) auf 21.697,55 Einheiten. Der Shanghai Composite stieg um 4,46 Punkte oder 0,21 Prozent auf 2.132,76 Punkte.

Kursverluste gab es hingegen an den Aktienmärkten in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.045,67 Zählern mit einem Minus von 3,25 Punkten oder 0,11 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 28,9 Zähler oder 0,63 Prozent auf 4.564,60 Einheiten.

Marktexperten verwiesen darauf, dass enttäuschenden Exportdaten aus Japan und sinkenden Gewinnerwartungen der Unternehmen die Hoffnung auf weitere konjunkturstimulierende Maßnahmen der japanischen Notenbank gegenüber stehe.

Exporte Japans sinken

Konjunkturell stand die japanische Volkswirtschaft im Mittelpunkt. Die Exporte Japans sind im September erneut - stärker als erwartet - gefallen. Der Rückgang betrug im Vergleich zum Vorjahr 10,3 Prozent, während Analysten mit 9,6 Prozent gerechnet hatten.

Die Exporte nach China gingen sogar um 14,1 Prozent zurück. Die Ausfuhren ins Nachbarland litten vor allem unter dem Insel-Streit der beiden Staaten. Die neuen Daten verstärken die Furcht, dass Japans Wirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte. Gleichzeitig stiegen die Hoffnungen der Anleger, dass die japanische Notenbank der Konjunktur unter die Arme greift.

Unternehmensseitig machte der Elektronikkonzern Sharp auf sich aufmerksam: Man habe begonnen, die jüngste Halbleiter-Technologie in Smartphone-Displays einzubauen, teilte Sharp mit. Die Aktien sprangen um acht Prozent nach oben. Dagegen drückte eine Gewinnwarnung die Titel von Mitsubishi Corp. mit knapp zwei Prozent ins Minus.

In Australien könnte der letzte unabhängige Getreidehersteller GrainCorp vom US-Agrarkonzern Archer Daniels Midland (ADM) geschluckt werden. Das Unternehmen hat ein Gebot über 2,8 Milliarden Dollar abgegeben. Die Graincorp-Aktien legten einen Kurssprung von fast 39 Prozent hin.

Investoren spekulierten auf einen Bieterwettkampf oder ein höheres Angebot, hieß es von Marktbeobachtern. GrainCorp teilte mit, das Offert prüfen zu wollen. ADM hält bereits fast 15 Prozent an den Australiern.

In Hongkong zogen die Aktien der Werft China Rongsheng Heavy Industries dank eines Auftrags um 14,5 Prozent nach oben auf 1,58 Hongkong Dollar. Henderson Land verbesserten sich um gut zwei Prozent. Hingegen büßten Petrochina um 1,26 Prozent ein und Li & Fung verloren knapp ein Prozent an Wert. (APA, 22.10.2012)

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