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Stuttgart - Der Grünen-Politiker Fritz Kuhn hat die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart gewonnen und ist damit erster grüner Oberbürgermeister einer deutschen Landeshauptstadt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Sonntagabend erreichte er 52,9 Prozent der Stimmen. Damit liegt Kuhn deutlich vor seinem schärfsten Konkurrenten Sebastian Turner (parteilos), der von CDU, FDP und Freien Wählern unterstützt wurde und auf 45,3 Prozent kam.
Für die CDU ist die Wahlschlappe eine herbe Niederlage, da sie vor eineinhalb Jahren bereits den Ministerpräsidenten-Posten an die Grünen abgeben musste. Der derzeitige Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) war nach 16 Jahren im Amt nicht wieder angetreten. Zur Wahl aufgerufen waren rund 413 000 Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,2 Prozent. (APA, 21.10.2012)
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Vielleicht ein paar Anmerkungen zu dieser Wahl: 1. Das Ergebnis ist keine Sensation, in BW ist die OB-Wahl einer Persönlichkeitswahl komplett abgekoppelt von der GR-Wahl! 2. In BW hat eine Persönlichkeit, unabh. von seiner Partei viel bessere Chancen als ein Parteisoldat, 3. FK ist eine Persönlichkeit mit Anerkennung bis weit ins bürgl.-kons. Lager. Bereits Rezzo hatte vor 16J ein sehr gutes Ergebnis, auch er ist eine schw. Persönlichkeit. 3. In S. haben die bürgerl. weiter eine gr. Mehrheit im Stadtrat! Und FK hat im lib. wertkonserv. Lager teilweise mehr Respekt als im grün-link., ist deshalb auch für CDU-Wähler http://www.sueddeutsche.de/politik/g... -1.1502408
warum sie in BW soviel erfolgreicher als in den anderen Bundesländern sind. Die bekanntesten und erfolgreichsten Grünen in BW hätten auch in eine modernere CDU gepasst! Nicht umsonst kam von FK der Vorschlag, einer schrwarz-grünen Koalition, der zumindest in BW für mich wesentlich logischer und auch erfolgversprechender wäre, als grün-rot.
das war nach dem letzten Wahlkampf mit den im Zuge der S21-Proteste unheimlich verhärteten Fronten kaum möglich. Bei der letzten Landtagswahl wäre es schon eine ernste Option gewesen, aber Mappus und ein paar andere "Hardliner" (mir fällt grad kein besseres Wort ein, sorry) waren dafür nicht zu haben.
sind eigentlich die am wenigsten wahrnehmbare von den etablierten Parteien in Deutschland.
Merkel hat ihnen erfolgreich das Thema Atomausstieg abgenommen.
Wofür stehen die Grünen sonst noch? - Ach ja, Eurobonds, natürlich.
Nicht umsonst gehen die Umfrageergebnisse in D. leicht aber stetig zurück: Von deutlich über 20% in 2011 auf jetzt etwa 12%.
Auch von der Schwäche der Piraten können sie nicht profitieren.
Grünenwähler sind im Grunde genommen FDP Wähler mit Öko-Label.
So wie der Altmayer und der Rösler das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zu einem Anti-Energiewende-Gesetz umgebaut haben, das der Bevölkerung das Geld aus der Tasche zieht, werden sie hoffentlich mit schwarz-gelb sowas von Schlitten fahren, dass die FDP unter der Wahrnehmungsgrenze verschwindet und die CDU gebeutelt um Gnade winselt.
Das kann man auch durchaus positiv sehen, denn z.B. die FDP fällt vor allem auf, weil sie a) in der der Regierung sind und b) sich ständig untereinander oder mit der Union zoffen, dass alles zu spät ist. Die grünen machen mittlerweile einigermaßen unaufgeregt linksliberale Politik mit ökologischem Anspruch und (v.a. im Südwesten, daher sind sie da auch so erfolgreich, weil in vieler Hinsicht kaum von CDUlern zu unterscheiden) einer gewissen Portion Wertkonservatismus. Die 20% 2011 hat vom Personal der 1. Reihe keiner besonders Ernst genommen.
Alles in allem machen sie's nicht so schlecht, finde ich.
"Merkel hat ihnen erfolgreich das Thema Atomausstieg abgenommen."
Rot Grün haben den Atomausstieg schon beschlossen gehabt.
Die Merklerin (berühmte Freundin der Atomwirtschaft) hat das aufgehoben die Laufzeiten verlängert und dann in einer Panikreaktion den Ausstieg wieder per sofort beschlossen.
Wenn das Erfolgreich das Thema abgenommen ist, soll das so sein.
Aber auch nur dann, wenn man massive Probleme mit dem Langzeitgedächtnis hat.
Letztlich konnte Kuhn nur deshalb so deutlich gewinnen, weil die Stuttgart21-Sache durch ist. Es gab einen Volksentscheid, und der ergab sowohl in Stuttgart als auch in ganz BW jeweils eine Mehrheit für den Weiterbau. Die Grünen haben erklärt, dass sie das respektieren (so ja auch der grüne Ministerpräsident).
Nur so wurde ein grüner Kandidat auch für S21-Befürworter wählbar. Und nur mit denen kam er auf über 50%.
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