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Frankfurt am Main - Der Wissenschaftsverlag Springer Science+Business Media will an die Börse. "In wenigen Monaten könnte es so weit sein", sagte Vorstandschef Derk Haank der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Den Anlegern verspricht Haank eine positive Geschäftsentwicklung: "Umsatz wie Gewinn steigen um fünf bis sieben Prozent pro Jahr." Das Unternehmen, das zu dem Verlagskonzern Axel Springer ("Bild", "Die Welt") keine Verbindungen hat, gibt wissenschaftliche Bücher und Fachzeitschriften heraus.
Der Wert von Springer Science+Business Media wird zwischen drei und vier Milliarden Euro angesiedelt. Die Umsätze lagen 2011 bei 875 Millionen Euro, das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen bei 313 Millionen Euro.
Wie die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" weiters berichtete, arbeiten von den 7000 Mitarbeitern des international ausgerichteten Verlags inzwischen mehr in Indien als in Deutschland. Wichtige Standorte im Inland sind Berlin und Heidelberg.
Künftig setze man vor allem auf digitale Inhalte und den elektronischen Vertrieb, betonte Haank. Von neuen Büchern würden 70 Prozent nur nach Bedarf gedruckt. Das Unternehmen habe daher auch kein eigenes Lager mehr. Papier bekomme der Kunde nur, wenn er das ausdrücklich wolle, "und dann zahlt er dafür extra", sagte der niederländische Manager der Zeitung. (APA, 21.10.2012)
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