Kein Österreich-Double für Knowle

Nach Kitzbühel-Sieg auch drittes Wien-Finale ging verloren

Wien  - Den Kitzbühel-Doppel-Titel hat Julian Knowle in diesem Jahr mit Frantisek Cermak gewonnen, auf jenen in Wien muss er auch nach seinem dritten Endspiel weiter warten. Für Knowle und Filip Polasek gab es am Sonntag nicht das erhoffte Happyend. Das als Nummer zwei gesetzte österreichisch-slowakische Doppel musste sich dem überraschend starken ungesetzten deutschen Duo Andre Begemann und Martin Emmrich nach 1:33 Stunden mit 4:6,6:3,4:10 geschlagen geben.

Für Knowle war es die dritte Niederlage in einem Wien-Finale nach 2006 und 2009 als er jeweils mit Jürgen Melzer im Endspiel verloren. Begemann/Emmrich verzeichnen derzeit einen Lauf, haben nun innerhalb von sechs Turnieren vier Titel geholt. Jener in Wien war allerdings der erste auf der ATP-Tour.

"Natürlich ist das enttäuschend, aber man muss sagen, die haben es sich auch verdient. Sie waren sehr kompakt. Wenn man die Nummern eins, zwei und drei des Turniers schlägt, dann hat man es auch verdient gewonnen", sagte Knowle in Richtung der Sieger. Gemeinsam mit Polasek spielt er heuer auf jeden Fall noch in Valencia, ob das Duo auch in Paris-Bercy in den Hauptbewerb rutscht, ist noch nicht sicher.

Knowle/Polasek bleiben auch 2013 ein Team, das haben die beiden ausgemacht. Der 38-jährige Vorarlberger denkt noch nicht ans Aufhören und will weiter an sich arbeiten. "Ich muss ein bisschen mehr Speed in den zweiten Aufschlag hineinbekommen." Ein Ende hat er noch nicht geplant. "Vor einem Jahr hat man mir gesagt, ich soll zum 55. Mal endlich einmal aufhören. Alles in allem ist es das Jahr, in dem ich in meiner Karriere eigentlich am stolzesten bin. Nach dem wirklich schwierigen Jahr 2011 in nicht mehr ganz jungem Alter so zurückzukommen, macht mich persönlich stolz", sagte der Wahl-Wiener.

Das Alter ist für ihn nur eine Zahl. "Das wichtige ist, das Feuer zu haben. Es klingt vielleicht dumm, aber ich glaube, dass ich mich immer noch verbessern kann."

Knowle ist seit Ende Juni des Vorjahres auch stolzer Vater von Töchterchen Alicia. Ein bisschen Motivation weiterzumachen, steckt auch in dieser Tatsache. "Es wäre sehr schön, wenn die Tochter noch ein bisschen mitkriegt, was mein Leben die letzten 20, 25 Jahre bestimmt hat. Im Moment schaut es nicht so schlecht aus." (APA, 21.10.2012)

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