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vergrößern 800x296"Ein richtiges Zimmer mit 20 Quadratmetern und vier Fenstern. Von mir aus könnte es ruhig doppelt so groß sein!" Jazz Gitti in ihrem Wasserreich in Leobendorf.
Die Sängerin und Entertainerin Jazz Gitti wohnt in einem angeblich schwedischen Haus in Leobendorf bei Wien. Was das heißt, erzählte sie Wojciech Czaja.
'"Ich würde ja am liebsten in einem Palast wohnen, aber meine Angst ist immer, dass das Geld ausgeht, dass ich mir eines Tages die Putzfrau nicht mehr leisten kann und dass ich dann alles selber putzen muss. Das wäre ein Malheur. Und so begnüge ich mich also mit diesem verhältnismäßig bescheidenen Haus mit seinen 174 Quadratmetern. Ich wohne hier zusammen mit meinem Lebensgefährten Roman Bogner und mit meinen Viechern, sprich Hunden und Katzen. Mein Roman ist nicht nur Musikmanager, sondern auch der erste Prinz nach all den vielen Fröschen.
Wir wohnen hier jetzt schon seit zwölf Jahren. Warum gerade Leobendorf? Na, schau raus beim Fenster! Rundherum Wälder und Weinberge, und das wird auch so bleiben, weil an unserer Grundstücksgrenze das Bauland aufhört. Der Blick ist ein Wahnsinn. Im Winter spazieren die Rehe vorbei, im Sommer gibt's Rebhendln, manchmal hüpft sogar ein Hasenviech durch den Garten. Und Marder! Überall Marder! Die machen mir das Leben schwer.
Ich leb gern auf dem Land. Ich liebe dieses sozial geschützte Dorf um mich. Jeder kennt jeden, und niemand hat an' Stress. Weißt, ich bin eine ganz normale Landpomeranze. Wenn's ein Festl gibt, und ich komm, dann freuen sich alle. Und wenn ich nicht komm, dann freuen sie sich auch. Dieses lockere Ambiente wäre in Wien unvorstellbar. Außerdem: Wer fährt schon gerne nach Wien!
Aber ich soll ja nicht über Leobendorf reden, sondern über mein Haus. Soviel ich weiß, war das angeblich mal ein Fertigteilhaus im schwedischen Baustil, was auch immer das heißen soll. Jedenfalls hat das der Makler g'sagt. Schweden ist ja nicht so schlimm, hab ich mir gedacht, und so haben der Roman und ich zugeschlagen. Das Haus ist sehr, sehr gelb, sehr gemütlich, aber weit entfernt von irgendeinem architektonischen Wow. Ich versteh noch immer nicht, warum das auf der Immobilienseite erscheint, aber mir soll's recht sein. Ihr seids ma ja eh alle sehr sympathisch. Also, unten gibt's Wohnzimmer und Küche, oben ein Schlafzimmer, einen begehbaren Schrank und ein Bad, und im Keller zwei große Räume - einen für Ramsch und einen für all meine Platten.
Das Beste im ganzen Haus ist das Badezimmer, und ich möchte betonen, dass das kein Badekammerl, sondern ein richtiges, ausgewachsenes Badezimmer mit 20 Quadratmetern und vier richtig großen Fenstern ist. Von mir aus könnte das Bad ruhig doppelt so groß sein. Jedenfalls ist das Badezimmer mein Reich, in dem ich ein-, zweimal am Tag Prinzessin sein kann. Es gibt einen Schminktisch, zwei Waschbecken, keine Scherereien, eine Dusche und eine Eckbadewanne, in der wir beide grad noch Platz haben, Roman mit seinen langen Haxen und ich mit meinem ... eh schon wissen. Es geht sich, bitte schön, aus!
Das Bad ist wie fast alles hier im Haus im sogenannten Roman-Stil eingerichtet. Roman ist der Mann fürs Stylishe, ich bin die Dame fürs Praktische. Und so haben wir viel Weiß, viel Gold und ein bissl Glitzer und Glamour überall. Ich find das ja lustig. Nur manchmal übertreibt er es, dann wird's umständlich. Aber was soll's. Er ist mein Prinz.
Nach Hause kommen, das ist für mich Gemütlichkeit, die Patschen wegstrecken und machen können, was ich will. Nur das Nackert-durch-den-Garten-Rennen musste ich mir abgewöhnen. Im alten Haus war das kein Problem, aber hier sieht jeder rein. So viel Etikette hab sogar ich! Ich bin jetzt 66, aber wenn ich heute nochmal bei null anfangen würde, dann würde ich eines von diesen Totalenergiehäusern bauen. Das wäre erstens mein kleiner Tribut an die Welt und zweitens eine finanzielle Erleichterung für die Pension, wenn ich dann nimmer mehr auf der Bühne steh." (Wojciech Czaja, DER STANDARD, 20./21.10.2012)
Jazz Gitti, eigentlich Martha Butbul, ist 1946 in Wien geboren. Mit 16 Jahren gewann sie den Jugendmusikwettbewerb Lulila. Nach dem Tod ihrer Mutter zog sie mit 16 Jahren nach Israel und lebte erst in einem Kibbuz, später in Haifa, wo sie eine Kochlehre machte und ihre Tochter Shlomit bekam. Seit 1971 lebt sie wieder in Wien. 1973 gründete sie das "Café Zuckerl", gefolgt vom ersten "Wiener Jazz Heurigen" und "Gittis Jazz-Klub". Seit 1980 ist sie als Sängerin und Entertainerin tätig. 1985 gründete sie ihre Band Jazz Gitti & her Discokillers. 1990 erschien ihr erstes Album "A Wunda". 1991 bekam sie den World Music Award.
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Marilyn Monroe sitzt in New York in einem Wolkenkratzer wohnend in der Badewanne. Das Badezimmer hat ein Riesenfenster. Während sie sich da grad im Schaumbad suhlt, sieht sie von außen einen Fensterputzer. Sie beginnt sich zu räkeln, der Fensterputzer - ungerührt - putzt weiter. Sie streckt ein Bein aus dem Schaum heraus, nimmt einen Schwamm, beginnt frivol-lasziv bei der Zehenspitze beginnend, mit dem Schwamm ihr Bein zu streicheln, der Fensterputzer putzt - ungerührt - weiter. Marilyn setzt sich in der Wanne auf, die Brüste werden sichtbar, sie starrt aus dem Fenster, der Putzer putzt, ohne aufzusehen. Sie steht auf, in ganzer Pracht, starrt hinaus, darauf sagt der Fensterputzer: Haben Sie noch nie einen Fensterputzer gesehen?
als regelmäßiger Leser des online-standard meist schon erahnen kann welcherart die Postings zu einem Artikel sind, ist im konkreten Fall (wie hier) die Niveaulosigkeit und Gehässigkeit vieler Beiträge dann doch immer wierder erschreckend.
Neider, Sexisten, Haxelbeisser - allesamt unterste Schublade...
Um hier Freud zu zitieren:
"Es ist immer möglich eine größere Menge von Menschen in Liebe aneinander zu binden, wenn nur andere für die Äußerung der Aggression übrig bleiben."
Mir wird immer klarer, dass jene (meist Stadtmenschen), die sich als ach so tolerant, multikulturell und weltoffen bezeichnen, ihre Gehässigkeit bloß auf eine andere Ebene hieven (gegen Konservative, Christen, Menschen vom Land, aber auch Dicke, Raucher, etc.). Auch die Toleranzapostel bilden ein System und wie schrieb die Psychologin Julia Kührer: "»… je mehr Liebe nach innen propagiert wird, desto größer die Intoleranz nach außen." Das gilt nicht nur fürs Christentum, sondern auch für die Kirche der politisch Korrekten.
... nur handelt es sich hier nicht um echte "Liebe".
Wir alle kennen Menschen die lieben nicht auf Kosten von anderen. Die brauchen niemanden in den Dreck ziehen um sich selbst zu erheben. Das sind Leute die ihre Liebe ueberhaupt nicht expliziert propagieren. Wozu auch?
Wir alle kennen solche Menschen, und wenn nicht, dann waere unser Leben arm.
Ich mag sie alleine schon deswegen:
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