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Kassel - Der deutsche Schriftsteller Peter Härtling ist am Samstag in Kassel mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache ausgezeichnet worden. "Jacob Grimm begleitet mich, mit dem was er gemacht hat, seit Jahrzehnten", sagte Härtling in seiner Dankesrede.
Darin skizzierte er das Leben von Jacob Grimm. Bisherige Preisträger des mit 30 000 Euro dotierten Preises waren unter anderem Loriot (Victor von Bülow), Udo Lindenberg, Cornelia Funke und Günther de Bruyn.
"Peter Härtling bekommt diesen Preis, weil er glänzende Texte in deutscher Sprache verfasst hat", sagte der Sprecher der siebenköpfigen Jury, Helmut Glück. Härtling gehöre zu den vielfältigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. "Härtlings Prosa besteht aus wundervollen Sätzen, die nachhallen in ihrer Schönheit", sagte der Journalist Tilman Spreckelsen in seiner Laudatio. Seine Kinderromane seien zeitlose Fixsterne in ihrem Genre.
Neben Härtling wurden im Kasseler Kongress Palais auch das medizinische Beratungsprojekt "Was hab ich?" und die Redaktion der "Sendung mit der Maus" ausgezeichnet. Sowohl das Beratungsprojekt, als auch die "Sendung mit der Maus" verzichteten auf Fachchinesisch, hieß es zur Begründung.
Das Beratungsprojekt "Was hab ich?" bekam den mit 5000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache. Die Redaktion der "Sendung mit der Maus" wurde mit dem Institutionenpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet. Dieser ist undotiert. "Die deutsche Sprache ist für die Sendung mit der Maus ganz wichtig. Wir haben aber auch keine Angst vor fremden Sprachen", sagte Armin Maiwald, Stimme der Sachgeschichten.
Der dreiteilige Kulturpreis Deutsche Sprache wurde bereits zum elften Mal vom Dortmunder Verein Deutsche Sprache und der Stiftung des Baden-Badener Bauunternehmers Eberhard Schöck verliehen. "Der Kulturpreis ist ein Fest für die deutsche Sprache", sagte Jury-Mitglied Walter Krämer. Vergeben wird der Preis für besondere Verdienste um die deutsche Sprache. (APA, 21.10.2012)
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