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vergrößern 1280x720"007 Legends" ist für PS3 und Xbox 360 erschienen.
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vergrößern 790x445Die Hoffnung war groß: 15 Jahre nach "Goldeneye 007" für den Nintendo 64 versprach "007 Legends" zur Abwechslung ein erfrischend legendäres Videospielabenteuer des Geheimagenten James Bond zu werden. Und die Schöpfer versprachen viel: Herausgeber Activision und Entwickler Eurocom schnürten die aufregendsten Missionen von "Goldfinger" bis "Moonraker" samt aller Bösewichte und Bondgirls in ein fettes Fan-Paket zusammen und mischten noch eine Brise actionreiches "Call of Duty"-Gameplay und Schleicheinsätze bei. Vergangene Woche ist "007 Legends" für PS3 und Xbox 360 erschienen, die Kritiker haben die brisante Mischung nicht gut aufgenommen.
Anspruchsloses Agentenleben
Das Spiel beginnt mit einer Szene aus dem kommenden Film "Skyfall", in der Daniel Craig als 007 von einem Zug fällt und er sein Leben an sich vorüberziehen sieht. Sein Leben entspricht in dem Fall fünf Stunden Spielzeit, in der man fünf seiner größten Missionen basierend auf alten Bond-Klassikern durchlebt. "Das Problem ist dabei nicht das Konzept", schreibt Gameinformer. Das Problem sei, dass es als Videospiel nicht aufgeht. "Wenn alles fehlerfrei funktioniert, macht Bond nicht viel mehr als Wegweisern am Bildschirm zu folgen, die "Drücke das", "Erschieße den", "Hacke das" entgegenschreien. Ab und zu führt man Untersuchungen in Büros von Bösewichten durch und schleicht durch fürchterliche Stealth-Abschnitte, aber die meiste Zeit fühlt man sich wie in einer banalen Schießbude", so Gameinformer. "Jeder der präsentierten Bond-Widersacher erhält den gleichen misslungenen, auf Quicktime-Events basierten Endkampf. Man ist niemals in Gefahr, die meisten Endgegner treffen einen nicht ein Mal."
Aber auch die Atmosphäre werde der Serie nicht gerecht, kritisiert IGN. So würde Daniel Craig nicht nur in die Rollen aller alter Bond-Schauspieler gezwängt, man habe es sogar verabsäumt Craigs echte Stimme zu lizenzieren. Gleiches gelte für weitere Charaktere wie etwa Jinx. "Zuletzt sollte betont werden, dass die kostenlose Zusatzmission Skyfall (die erst zum Filmstart erscheint) nicht irgend ein Extra ist, sondern das eigentliche Ende der Kampagne. Spielt man die fünf Missionen durch, endet die letzte Mission Moonraker autmatisch im Abspann."
Eine Beleidigung ihrer Majestät
Der einzig vertröstende Aspekt sei der Mehrspielermodus und das auch nur deshalb, weil es eine Seltenheit geworden ist, per geteiltem Bildschirm zu viert vor einem Fernseher zocken zu können.
In Summe sei der Traum vom kompletten Bond-Spektakel nicht aufgegangen, resümiert Eurogamer. "Irgendwo tief drin bei Activision oder eher im Bond-Establishment scheint eine fundamentale Fehleinschätzung von Videospielen und dem Potenzial ihres Helden vorzuherrschen. Wie können die Bond-Verwerter die beste Filmneuauflage seit Jahrzehnten umsetzen und zugleich so rückschrittliche Spiele herausbringen?", fragt der Tester. "Zu Beginn, in den Tiefen Goldfingers Verstecks trifft man Pussy Galore. Sie fragt einen, wie man heißt und Bond antwortet schlichtweg: James Bond. Das war's. Mehr nicht. Von diesem Zeitpunkt an ist klar, dass 007 als Shooter zu vernachlässigen und als eigentliches James Bond-Spiel eine wahre Beleidigung ist." (zw, derStandard.at, 21.10.2012)
"007 Legends" ist für PS3 und Xbox 360 erschienen. Anfang November erscheint die PC-Version, im Dezember folgt die Fassung für Wii U.
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Ich muss sagen, mir gefiel "Die Welt ist nicht genug auf der PS" am besten! Das Spiel hatte alles und ich würde es gerne mal wieder spielen!
Wobei das mit den Ananasköpfen in goldeneye damals auch sauwitzig war und die Luftschächte verfluche ich heute noch!
Dürfte übrigens dasselbe Syndrom sein wie bei Star Trek: Man hat ein riesiges Universum, aus dem man schöpfen könnte und raus kommt - nichts. Sogar Bethesda dürfte die Lizenz umsonst um viel Geld gekauft haben und weiß damit scheinbar nichts anzufangen. Dabei würde sich doch Elder Scrolls im Weltraum anbieten...
Obwohl, wenn ich's mir recht überlege, besser nicht. Dann müsste ich meinen Job kündigen und die Kids zur Adoption freigeben ;)
Das ist ja klar, daß sich grafisch, bzw. überhaupt technisch, nichts ändern kann. Die Technologie der heutigen Konsolen ist eine 9 Jahre alte! Was will man denn von solchen Rostmühlen, Schrott- und Retrokonsolen denn heute noch erwarten.
Es is schlicht und ergreifend eine Tatsache, auch wenn das gewisse Studios nicht kapieren wollen, dass Bond einfach ungeeignet für eine Videospielumsetzung ist.
Bond schleicht nicht wie Solid Snake, er ballert nicht wie Serious Sam. Es gibt keinerlei Rollenspiel Elemente, weil Bond nun mal von Anfang an Bond ist. Da es in der Gegenwart und Echtwelt spielt, gibt es weder SciFi noch Fantasyelemente um die Sache aufzupeppen.
Versucht man irgendeines dieser Elemente mit der 007-Story zu verbinden, bekommt man entweder ein gutes Game, das sich aber nicht wie Bond anfühlt, oder etwas das nach Bond schmeckt aber spielerisch komplett unbrauchbar ist.
Nicht jedes Franchise das im Kino funktioniert, funktioniert auch als Game.
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