Fatah feiert sich als Sieger bei Kommunalwahlen

21. Oktober 2012, 11:48

Soll laut inoffiziellen Ergebnissen Mehrheit erzielt haben

Ramallah - Noch vor der Bekanntgabe offizieller Wahlergebnisse hat sich die gemäßigte Palästinenserorganisation Fatah am Sonntag zum Sieger bei Kommunalwahlen im Westjordanland erklärt. Ein Fatah-Sprecher sagte, Listen seiner Organisation sowie der Fatah nahestehende Listen hätten nach inoffiziellen Ergebnissen eine Mehrheit der Sitze in den Gemeinden des Westjordanlands erzielt. Es waren die ersten Kommunalwahlen seit sieben Jahren.

Nach Angaben des Leiters der Wahlkommission, Hanna Nasser, lag die Wahlbeteiligung bei 54,8 Prozent der gut 500.000 Wahlberechtigten im israelisch besetzten Westjordanland. Gewählt wurde allerdings zunächst nur in 94 der insgesamt 353 Kommunen.

Fatah-Anhänger feierten am Sonntagmorgen bereits ausgelassen auf den Straßen und fuhren mit hupenden Autos durch Städte und Dörfer. An einigen Orten kam es zu Zusammenstößen mit Anhängern anderer Listen, vor allem in Jenin im nördlichen Teil des Westjordanlands. Dabei wurden einige Menschen verletzt. (APA, 21.10.2012)

Im israelisch besetzten Wesjordanland

Freie Wahlen bei der palästinensischen Bevölkerung :)

In wie vielen arabischen Staaten gibt es noch freie Wahlen?

- Hallo...!!! - Ist denn hier niemand?

Die Palästinenser haben in Teilen der Westbank wählen können !
Das ist was wirklich Seltenes, Besonderes und Wichtiges. Immerhin hats keine Toten gegeben...

Ein Schritt in die richtige Richtung, das ist doch zu honorieren, oder?

Irgendwie unglaublich.

Wo sind denn alle, die sich sonst mit Herz und Bauch und Tastatur für die palästinensische Sache einsetzen ?

Nach zwei Tagen noch kaum eine Reaktion.

Oder liegt's wirklich nur daran, dass man nicht überzeugend genug auf Israel eindreschen kann?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.