Fünf Soldaten bei Kämpfen mit FARC getötet

20. Oktober 2012, 23:34
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Konflikt geht trotz Friedensgesprächen weiter

Bogota/Oslo - Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen gehen in Kolumbien die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den linksgerichteten FARC-Rebellen weiter. In der Nacht zum Samstag seien fünf Soldaten getötet worden, als mit Sprengsätzen bewaffnete FARC-Kämpfer eine Patrouille im Südwesten der Stadt Puerto Asis an der Grenze zu Ecuador angegriffen hätten, teilte die kolumbianische Armee am Samstag auf ihrer Website mit.

Drei weitere Soldaten seien verletzt worden. Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem zwei mutmaßliche Rebellen bei einem Einsatz der kolumbianischen Luftwaffe gegen ein FARC-Lager an der Pazifikküste getötet worden waren. Beide Seiten hatten am Donnerstag in der norwegischen Hauptstadt Oslo offiziell Friedensgespräche aufgenommen. Die kolumbianische Regierung hatte aber einen Waffenstillstand während der Verhandlungen abgelehnt.

Millionen Vertriebene

Norwegen und Kuba vermitteln in dem Konflikt, in dem nach Schätzungen der Regierung in Bogotá 600.000 Menschen getötet wurden. Etwa 3,7 Millionen Menschen sind demnach durch die Gewalt vertrieben worden. Am 15. November sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Die FARC-Guerilla verfügt nach Regierungsangaben über 9200 Kämpfer. Gegründet wurden die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer. Die linksgerichtete Guerilla ist heute vor allem im Grenzgebiet zu Venezuela und Ecuador aktiv. (APA, 20.10.2012)

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