"Barcelona hat für 1:1-Situationen einen Messi, wir nicht"

20. Oktober 2012, 19:19
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  • Wr. Neustadt - Admira

Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Wir haben uns lange nach diesem Sieg gesehnt. In den ersten 60 Minuten hat es nicht danach ausgeschaut, da haben wir kein Rezept gefunden, die Admira hat dominiert. Dann haben wir das Match innerhalb von fünf Minuten umgedreht, da hat auch das Zweikampfverhalten wieder gepasst. Dieser Sieg ist für die Moral enorm wichtig. Wir sind alle überglücklich."

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Wir haben das zweite Tor nicht gemacht und damit eine Mannschaft aufgeweckt, die bis dahin nur Statisten waren. Und diese Statisten haben dann die drei Punkte eingefahren. Ich ärgere mich maßlos, aber wir sind selbst schuld. Dass wir besser Fußball spielen können als der Gegner, das hat jeder gesehen. Aber das interessiert keinen."

  • Sturm - Mattersburg

Peter Hyballa (Trainer Sturm Graz): "Solche Spiele hat es schon öfter gegeben. Sie stellen sich einfach hinten rein und sagen, wir wollen einen Punkt mitnehmen. Es hat uns die Idee gefehlt, es war schwer. Die guten Torchancen haben uns gefehlt, 20 Meter vor dem Tor waren wir zu ungefährlich und haben unsere Qualitäten vermissen lassen. Barcelona hat für 1:1-Situationen einen Messi, wir aber nicht. Jetzt müssen wir in Wolfsberg auf Sieg spielen. "

Franz Lederer (Trainer Mattersburg): "Ich habe gegen die Austria gesehen, wie stark Sturm ist. Unsere oberste Priorität war, kein Tor zu bekommen, das haben wir geschafft. Ein Punkt in Graz ist schon okay. Wenn man unverschämt ist, wären sogar drei Punkte drin gewesen, obwohl Sturm 90 Minuten dominiert hat. Ich freue mich jetzt auf das Innsbruck-Spiel, weil meine Mannschaft gut drauf ist."

  • Innsbruck - Ried

Roland Kirchler (Wacker-Trainer): "Ich habe keine Stimme mehr. Wir hatten Angst, zu gewinnen. Es war immer noch die Blockade im Kopf. Wir haben uns nicht getraut, Fußball zu spielen. Aber ich kenne das. Wenn man zu oft eine über den Kopf bekommt, dann geht das nicht. Dieses 1:0 zu holen, ist super. Ich wäre ein Depp, wenn ich mich nicht freuen würde. Die Mannschaft hat gut gekämpft, sie hat heute richtig Feuer gezeigt. Aber ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass das nicht meine Mannschaft ist. Es ist die Mannschaft von Walter (Kogler), der hat sie so hergerichtet. Wir haben die Null erkämpft, das war wichtig."

Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): "Im Endeffekt hat Innsbruck gewonnen ohne eine einzige Chance. Wir haben viele Spielanteile gehabt, aus Chancen aber kein Tor erzielt. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat ordentlich gespielt, das hilft aber nichts. Wir haben schon sechs Spiele, in denen wir gut gespielt haben, in denen wir aber nicht gepunktet haben. Wir haben gewusst, wenn Innsbruck das Tor macht, werden sie mit Mann und Maus verteidigen. So war es dann auch."

  • RB Salzburg - WAC

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Wir haben hoch verdient gewonnen. Das Spiel war sehr gut, allerdings gab es auch Phasen, wo es nicht optimal lief. Das lag an der fehlenden Konzentration. Man hat gemerkt, dass viele Spieler mit den Nationalmannschaften unterwegs waren. Aber die Freude über das starke Offensivspiel überwiegt natürlich. Wir werden sicher weiter an der Effizienz arbeiten, aber die bisher 28 geschossenen Tore sprechen für sich."

Nenad Bjelica (WAC-Trainer): "Das war fast so, als wären wir zum Ausflug nach Salzburg gekommen. Die Niederlage war verdient, auch in dieser Höhe. So wie meine Mannschaft heute aufgetreten ist, kann man gegen die beste Mannschaft Österreichs nichts mitnehmen. Dieses Auftreten war eine persönliche Niederlage für mich, weil wir vor allem vor der Pause die Aggressivität völlig haben vermissen lassen. Die ganze Mannschaft hat defensiv schlecht gearbeitet. So wird es nicht weitergehen, da brennt das Haus. Der eine oder andere Spieler wird das nächste Mal nicht dabei sein. Jetzt wird es klare Worte geben." (APA, 20.10.2012)

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