20 Jahre Critical Mass: Großer Jubiläumsride in Wien

Ansichtssache | 20. Oktober 2012, 20:31

Am 25. September 1992 fand in San Francisco die erste Critical Mass statt, bei der Radfahrer ihren Platz im öffentlichen Raum von den Autos zurückeroberten ("Reclaim The Streets"), zumindest für ein paar Stunden lang. Seitdem finden in etlichen Städten auf der ganzen Welt regelmäßige Fahrraddemos statt; auch in Wien, wo dieses Wochenende hunderte Radfahrer das Jubiläum mit einem 20-Stunden-Ride feierten.


Start war am Freitag kurz nach 17 Uhr vom Schwarzenbergplatz. Es ging auf den autofreien Ring, vorbei an Staatsoper, Hofburg, Parlament und Universität - Autos und Straßenbahnfahrer mussten sich gedulden. Vorbei an der Rossauer Kaserne ging es über die Augartenbrücke auf die Brigittenauer Lände durch den 20. Bezirk, über die Donau und bis tief nach Floridsdorf, bevor die Critical Mass über Kagran und UNO-City über die autofreie Reichsbrücke und den Praterstern zurück ins Zentrum weiterradelte. Eine kleinere, mit GPS-Tracking ausgestatte Gruppe fuhr die ganze Nacht weiter durch die Stadt - alle zwei Stunden wurden im Vorhinein bekanntgegebene Checkpoints angefahren, bei denen Radfahrer dazustoßen konnten. Schluss war schließlich am Samstag um 13.30 Uhr am Yppenplatz. So lang hat die Stadt noch nie den Radfahrern gehört. (fbay, derStandard.at, 20.10.2012)

foto: florian bayer
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Erstaunlich,

daß auf dem letzten Foto mindestens 5 Radler wieder typisch unbeleuchtet fahren. Erstaunlich deshalb, da ich denke, daß dieser Konvoi ja doch von der Polizei geschützt, oder begleitet wurde. Was ich immer sage, Radler scheixxen sich nix und die Polizei exekutiert nicht.

Bist halt ein echter Gutmensch oder?

Warum

Gutmensch Beschimpfung in diesem Zusammenhang, nur weil ich Radler verbotenerweise radfahrend nicht am Gehsteig haben möchte? Hat mit Gewißheit nix mit Gutmensch, sondern mit MEINER in diesen Fällen gefühlten Unsicherheit zu tun.

Gerade weil ...

... der Konvoi ja von der Polizei beschützt wurde, brauchen sie das Licht nicht. ;-)

Oder werfen Sie beim nächsten Ringfest (Streetfestival, ...) den LKW Fahrern auch vor, dass sie ihre Ladung nicht ausreichend gesichert haben? :-)

also es war....

zum zweiten mal ein spaß mitzufahren! das erste mal mit kind hinten im sitz, bretzel kauend hat er es genossen, das zweite mal alleine, bier trinkend in der lauen herbstluft, die schönen damenbeine genießend...im ernst, eine tolle veranstaltung, menschen unterschiedlichster art und verschiedensten alters, arm, reich, dick, dünn, jung, alt, total nette polizisten, filmende touristen, lachende und abklatschende kinder im 2. (oder wars der 20.?), kagran (wie oft kommt man schon nach kagran...?). sehr schön! mir ist auch nix "linksterroristisches" aufgefallen. erinnerlich bleibt mir auch noch der autofahrer aus der gegenrichtung, der laut und wiederholt "ihr wixer" gerufen hat....das war halt bissl schad, aber sonst? super!

"(...) Autos und Straßenbahnfahrer mussten sich gedulden."

na geh, Straßenbahnfahrer auch?
Aber das sind doch die Guten!
Wie konntet ihr nur?! :P

Wie sich die Bilder ähnlich sind ...

Im nahen Osten halten die Menschen Bilder von Revolutionsführern in die Höhe, in Europa Fahrräder.

Lauter Extremisten halt, die ihren Götzen huldigen.

alarm! jemand hält was in die höh!

armer narr. nur weil du dein auto nicht derhebst ;)

LOL

Die Tyrannen im Nahen Osten und sonstwo freuen sich übrigens über die "fette Förderung", welche ihnen die ölabhängige Autofahrerfraktion zukommen lässt... .

Schon eine schlichte Sichtweise, wenn man nicht unterscheidet zwischen dem Buckeln vor einem blutrünstigen Tyrannen und dem symbolischen Akt des "rise up your bike".

ganz toll

kein licht, keine bremsen und ohrwaschl zugestopselt.

so macht man sich freunde.

und normale radfahrer, die vor lauter uncoolness ein wenig auf andere (fussgeher, andere radfahrer, sogar autofahrer) achten sind die deppen wegen solche meinungsterroristen.

und sie sind sicher der Typ Radfahrer,...

...der im Schneckentempo auf Radwegen unterwegs ist, dafür aber bei jeder roten Ampel an allen Stehengebliebenen vorbei fährt. Vorurteil gegen Vorurteil :-P

eigentlich genau umgekehrt, aber danke, dass du dir um mich sorgen machst.

na dann – bis zur nächsten Ampel ;)

Fahre bei der Critical Mass mit, habe neben oben genannten sogar einen Rückspiegel und Kotflügel am Rad, und bremse für Fußgänger (und fahre auch nicht auf ihren Wegen).
Für Autofahrer bremse ich nicht, da bremse ich für mich. Weil wenn es zu einem Zusammenprall kommt bin ich das Opfer.

Immerhin haben sie es endlich einmal geschafft,

nicht bei mir zuhause vorbeizudemonstrieren.
Es besteht also Hoffnung!

Ich verstehs nicht - ich fahr auch von März bis November alles mit dem Rad, aber solche Aktion steigern mMn nur weiter den Hass zwischen Auto- & Radfahrern

stimmt; sie verstehens nicht.

Wahrlich ernst zu nehmend....

....500 Hansln (laut Veranstalter?) ohne Licht am Abend! Die bauen so richtig Vorurteile ab!

Jetzt werde ich mich wohl doch einmal zur Teilnahme aufraffen müssen. Diese saublöden Kommentare nötigen mich dazu.

Ohne Licht?

Wirklich ganz ohne Licht? Erstens mit Polizeibegleitung kein Licht notwenig, zweitens ohne Polizeibegleitung hatten so gut wie alle Licht.

Also wenn mich die Polizie in der Nacht mitm Auto aufhaltet...

...schalte ich auch immer gleich das Licht aus! Weil dann ist ja eh die Polizei da! Oder wie?

Wieder mal bestätigt sich die Daumenregel:

die PS-Anzahl des Fahrzeugs ist indirekt proportional zum IQ des Lenkers!

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