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München/Ulm - In der Plagiatsaffäre um die deutsche Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat der baden-württembergische CDU-Landeschef Thomas Strobl die zuständige Hochschule attackiert und ortet möglich kriminelle Umtriebe. "Was an der Universität Düsseldorf passiert ist, finde ich unterirdisch", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus".
Es sei inakzeptabel, dass Journalisten vor der Betroffenen selbst über ein Gutachten zu Schavans Doktorarbeit informiert worden seien. Weiter sagte Strobl: "Es wäre interessant zu untersuchen, ob in Fällen wie diesen womöglich auch Geld fließt. Es könnte sich hier möglicherweise auch um eine Beihilfe oder eine Anstiftung zu einer Straftat handeln."
Die Universität, die seit Monaten die Dissertation aus dem Jahr 1980 überprüft, hatte Strafanzeige wegen Weitergabe vertraulicher Informationen erstattet. Dem bekannt gewordenen Gutachten zufolge soll die Ministerin abgeschrieben haben. Der Gutachter wirft der Politikerin aus Baden-Württemberg nach Medienberichten bewusste Täuschung vor. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) warf der Universität Düsseldorf in dem Fall Dilettantismus vor. (APA, 20.10.2012)
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