Reichensteuer passierte französische Nationalversammlung

Hollande löste wichtiges Wahlversprechen ein

Paris - Die heftig umstrittene Reichensteuer von 75 Prozent für hohe Einkommen hat ohne Schwierigkeiten die Nationalversammlung in Paris passiert. Mit dem Votum am Freitagabend im Rahmen der Haushaltsberatungen habe Präsident François Hollande ein wichtiges Wahlversprechen eingelöst, meldete der Nachrichtensender France Info am Samstag. Wer über eine Million Euro pro Jahr verdient, soll diese Steuer zwei Jahre lang zahlen.

Die konservative Opposition hat diese Abgabe als "Bestrafung der Reichen" und wirtschaftlich sinnlos verurteilt. Dadurch würden viele Reiche ermuntert, ihren Wohnort ins Ausland zu verlegen.

Betroffen sind davon etwa 1500 Bürger, die etwa 210 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskasse bringen sollen. Über den Haushaltsentwurf wird in der nächsten Woche weiterberaten. Die Neuverschuldung bleibt mit drei Prozent in den erlaubten EU-Grenzen. (APA, 20.10.2012)

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