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Der Anschlag im Beiruter Stadtviertel Ashrafiyeh hinterließ eine Spur der Verwüstung.

Dutzende Menschen wurden bei dem Anschlag auf einen hochrangigen Geheimdienstfunktionär in Beirut verletzt.

Wütende Unterstützer der Partei von Saad Hariri setzten in der libanesischen Stadt Sidon Reifen in Brand.
Beirut - Nach längerer Ruhepause steht der brüchige Frieden im Libanon auf der Kippe. Der Tod eines mächtigen Geheimdienstfunktionärs bei einem Anschlag mitten in Beirut lässt alte Konflikte wieder hochkochen. Nach dem verheerenden Terroranschlag mit acht Toten werden Rufe nach einem Rücktritt der von der Hisbollah gestützten Regierung immer lauter. Landesweit gingen am Samstag zum nationalen Tag der Trauer insbesondere in den von Sunniten dominierten Regionen Menschen auf die Straße und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Najib Mikati. Aufgebrachte Demonstranten zündeten Reifen an. Geschäfte und Schulen blieben geschlossen, an allen Regierungsgebäuden wehten die Fahnen auf halbmast.
Die libanesische Regierung hat am Samstag ihren Rücktritt angeboten. Auf Bitten vom Präsident Michel Sleimane bleibe die Ministerrunde für eine Übergangszeit im Amt, teilte Ministerpräsident Najib Mikati mit. Der Hisbollah-Minister Mohammed Fneisch sprach sich nach Angaben der libanesischen Zeitung "Daily Star" gegen einen Rücktritt Mikatis aus. Dies würde die Lage nur weiter eskalieren lassen, argumentierte er.
Bei der Explosion einer Autobombe im christlichen Viertel Ashrafiyeh waren am Vortag acht Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden. Unter den Toten befand sich auch General Wissam al-Hassan, ein Sunnit und hochrangiger Funktionär des libanesischen Geheimdienstes, dem dieser Anschlag nach Ansicht von Beobachtern galt. Hassan stand der anti-syrischen Zukunftsbewegung des Oppositionspolitikers Saad Hariri nahe.
In der Nähe des Anschlagsorts befindet sich auch das Büro der 14.-März-Bewegung. Die Parteien dieser Bewegung sind Gegner der Regierungskoalition. Das Regime des syrischen Machthabers Bashar al-Assad steht der schiitischen Hisbollah nahe, die mit ihrem Bündnis eine Mehrheit im libanesischen Parlament hat und die jetzige Regierung an die Macht brachte. Viele sehen daher die Verantwortlichen für den Anschlag in Damaskus.
International wurde der Bombenanschlag scharf verurteilt. Der Weltsicherheitsrat verurteilte den Versuch, den Libanon "mit politischen Hinrichtungen zu destabilisieren" und verlangte ein sofortiges Ende der Gewalt gegen Politiker. Das höchste UNO-Gremium forderte die Libanesen auf, an der nationalen Einheit festzuhalten und den nationalen Dialog fortzusetzen. US-Außenministerin Hillary Clinton wrnte vor einer Destabilisierung des Libanon. "Der Libanon muss das Kapitel seiner Vergangenheit schließen und die Straffreiheit für politische Morde und andere politisch motivierte Gewalt beenden", forderte die US-Chefdiplomatin.
"Es gibt keine Rechtfertigung dafür, einen Mordanschlag als politisches Werkzeug zu nutzen", sagte auch Tommy Vietor, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in Washington. Die USA würden der Regierung in Beirut zur Seite stehen, wenn sie die Verantwortlichen für die "barbarische" Tat zur Verantwortung zöge. Vietor betonte, dass die Sicherheit des Landes sehr bedeutend für die Stabilität in der Region sei.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte, das Attentat müsse gründlich aufgeklärt, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. In einer am Freitag in New York verbreiteten Mitteilung rief er alle Beteiligten im Libanon auf, sich von dem "abscheulichen Terrorakt" nicht provozieren zu lassen.
Der Geheimdienstfunktionär Hassan war schon Sicherheitschef unter dem früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri - dem Vater von Saad Hariri - der 2005 bei einem Autobombenanschlag getötet wurde. Damals kam der Verdacht auf, das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad könnte an der Planung des Attentats beteiligt gewesen sein. (APA, 20.10.2012)
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das war sicher nicht assad er ist nicht so dumm und würde noch weiter chaos auslösen wollen als was jetzt schon dort los ist im nahen osten dafür ist nur die CIA bekannt erst recht wen jetzt in libanon ein regime change stattfindet wo die regierung die zur syrien steht abtreten wird.
wissen der CIA und diverse befreundete dienste das auch schon?
aber um ontopic zu bleiben, irgendjemnd will anscheinend von nordafrika über den nahen osten bis hinein nach asien alles in flammen sehen.
Nun, der libanesische Ministerpräsident ist nicht der libanesische Staatschef, denn das ist der libanesische Präsident und jeder muß laut Verfassung Christ sein.
Der Ministerpräsident ist verfassungsgemäß allerdings tatsächlich Sunnit, heißt allerdings seit geraumer Zeit Nadschib Miqati und nicht Saad Hariri und hat auch nicht die saudische Staatsbürgerschaft.
Welcome to 2012.
Immerhin hat ja auch Frau Harrer davon gesprochen, dass es hilfreich wäre, wenn in Damaskus "etwas passierte".
P.: Ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass die Vertreter der "internationalen Gemeinschaft" bei den Bombenanschlägen in Syrien so viel Empörung gezeigt hätten...
Das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass sich bei der letzten UN Vollversammlung 133 Staaten gegen das Vorgehen von Assad aussprachen. 31 Enthaltungen, 12 Länder, besser gesagt seinen Führern, gefällt der Assad Style: Russland, China, Kuba, der Iran, Nordkorea, Myanmar, Weißrussland, Simbabwe, Venezuela, Nicaragua, Syrien. (eines geht ab....)
Und in welcher Perle des Wohlstands, der Freiheit, des Antikapitalimsus, Anti Antiesunddas werden sie dann ein unbeschwertes Leben führen und der Unterdrückung der Massen entgehen? Eventuell in einer Foxconn Fabrik die Arbeiter ein wenig motivieren?
Den getöteten ist es völlig egal ob das durch Terroranschläge vom syrischen Regime, der Hisbollah oder der FSA durchgeführt wurde. Wann endlich sympathisieren wir endlich nur mit dem Opfern und nicht mehr mit all diesen Tätern, die durch Mord und Krieg nur Macht und Geld gewinnen wollen?
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