Niederösterreich: 26-Jähriger erschlug Freundin mit Axt

20. Oktober 2012, 12:28
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Angehörige hatten 21-Jährige seit Montag vermisst - Leiche in Kofferraum nach Wien transportiert - Mutmaßlicher Täter in Haft

Tulln/Wien - Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat einen Mordfall geklärt: Ein 26-Jähriger habe gestanden, seine Freundin (21) am Montag in deren Elternhaus in Sieghartskirchen (Bezirk Tulln) im Zuge eines Streits erschlagen zu haben, teilte Chefinspektor Leopold Etz am Samstag mit. Dann habe der Verdächtige die Leiche im Kofferraum eines Pkw nach Wien gebracht.

Angehörige hatten die junge Frau seit Montag vermisst. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf ihren Freund, nachdem dieser auf Befragung angegeben hatte, den Montag und Dienstag mit ihr in Wien verbracht zu haben. Er habe sich in Widersprüche verwickelt und schließlich in der Nacht auf heute, Samstag, ein Geständnis abgelegt, so Chefinspektor Etz. Nach seinen Angaben wurde auch das abgestellte Fahrzeug mit der in ein Tuch gewickelten Toten in Wien-Favoriten entdeckt.

Axt als Tatwaffe

Tatwaffe war nach Angaben der Polizei eine 55 Zentimeter lange Axt. Der Verdächtige habe seiner Freundin - wie er eingestand - am Montagvormittag mit der Hacke mehrere Schläge gegen den Kopf versetzt, die Tote dann in ein Leintuch gewickelt und in den Kofferraum des von ihr benutzten Pkw geladen, so das Landeskriminalamt. Anschließend reinigte er das Zimmer des Opfers und fuhr mit dem Wagen nach Wien.

Den abgestellten Pkw habe er später verschwinden lassen wollen, um die Leiche zu beseitigen. Der 26-Jährige, der am Freitag um 22.30 Uhr festgenommen worden war, wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Streit um finanzielle Zukunft

Das Ergebnis der Obduktion deckte sich laut Landeskriminalamt mit den Angaben des in Haft befindlichen verdächtigen Freundes: Gerichtsmediziner Wolfgang Denk stellte stumpfe Gewalteinwirkung durch mehrere Schläge gegen den Kopf des Opfers fest. Die Todesursache war ein Schädel-Hirn-Trauma.

Chefinspektor Leopold Etz bestätigte, dass die junge Frau Studentin gewesen war. Ihr Freund soll sein Studium abgebrochen haben. Der 26-Jährige soll die Familie, die sie seit Tagen telefonisch nicht erreicht hatte, immer wieder vertröstet haben, worauf die Angehörigen die Polizei einschalteten, berichtete der ORF. Das Paar habe zusammenziehen wollen und sich am Montag über die Finanzierung dieses Vorhabens gestritten. (APA, 20.10.2012)

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