Facebook schaut Google-Strategie ab: Mobile Nutzung hat Vorrang

20. Oktober 2012, 11:48
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Die größte Social-Media-Plattform hat ihre Strategie geändert – mobiles Anzeigengeschäft noch in Kinderschuhen

Die zunehmende Nutzung des Internets über Smartphones stellt viele Unternehmen vor ein Problem: über Desktop-Versionen von Websites kann mit Werbung viel umgesetzt werden. Die Anzeigen werden im Sichtfeld der Nutzer, aber nicht störend platziert. In mobilen Apps ist das sehr viel schwerer. Um in Zukunft mobil besser aufgestellt zu sein, schaut Facebook bei Google ab und ändert seine Stragie zu "Mobile First", berichtet AllThingsD.

Facebook als Hauptgrund für mobile Nutzung

Facebook sei einer der Hauptgründe, wieso Nutzer überhaupt häufiger via Smartphones auf das Web zugreifen, erklärte Facebook Mobile Vice President Vaughan Smith auf einer Veranstaltung am Freitag in San Jose. In den Entwicklungsmärkten würden Nutzer nicht sagen, dass sie das Internet nutzen wollen, sondern, dass die Facebook nutzen wollen.

Strategie geändert

Bislang habe Facebook für das Web entwickelt und versucht, diese User Experience möglichst für Smartphones zu kopieren. Aber das habe sich nun komplett geändert, man setze den Fokus nun zuerst auf die mobile Nutzung. So tauchen nun auch Anzeigen, bzw. geponserte Updates in den mobilen News-Feeds auf. Die Click-Trough-Raten seien dabei zehn Mal so hoch wie am Desktop. Das mobile Anzeigengeschäft stecke aber noch in den Kinderschuhen.

"Mobile First" oberstes Google-Credo

Die mobile Nutzung bei der Entwicklung von Produkten voranzustellen, ist auch seit mehreren Jahren Credo von Google, dem schärfsten Konkurrenten für Facebook. Google dominiert das Anzeigengeschäft im Web mit seiner Suchmaschine und AdWords. Mobil verfolgt das Unternehmen jedoch eine andere Strategie: mit Android hat Google ein enorm populäres Betriebssystem, das andere Produkte wie Suche, Gmail oder Google Maps eng integriert und die Nutzer an die Plattform bindet. (red, derStandard.at, 20.10.2012)

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    Facebook konzerntiert sich stärker auf die mobile Nutzung.

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