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Wien - Das "Goldene Brett vorm Kopf 2012" geht an Harald Walach, Professor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder, für sein "einzigartiges Bemühen, wissenschaftsbefreite Theorien in die akademische Welt hineinzubringen". Das gab die Gesellschaft für Kritisches Denken am Freitagabend bei der Preisverleihung für den "erstaunlichsten pseudowissenschaftlichen Unfug des Jahres" im Naturhistorischen Museum Wien bekannt. Das erstmals vergebene "Goldene Brett vorm Kopf für das Lebenswerk" ging an Buchautor und "Alien-Forscher" Erich von Däniken.
Harald Walach hat eine Stiftungsprofessur für Forschungsmethodik Komplementäre Medizin und Heilkunde am Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften der 1991 gegründeten Universität Viadrina und leitet dort den Masterstudiengang "Kulturwissenschaften - Komplementäre Medizin". Walach - der "Spiegel" schrieb im Zusammenhang mit dessen Tätigkeiten von einem "Rückfall ins Mittelalter" - versuche "als Universitätsprofessor der Esoterik einen wissenschaftlichen Mantel umzuhängen", so Goldenes-Brett-Initiator Michael Horak. Er finde immer "eine Erklärung an wissenschaftlichen Modellen vorbei, egal ob er sich mit der 'Schwachen Quantentheorie' befasst, die angeblich Homöopathie erklären kann, oder sich mit Kozyrev-Spiegeln beschäftigt, die angeblich telepathische Kanäle öffnen können".
Der Preis fürs Lebenswerk sollte an eine Person gehen, "die sich jahrzehntelang mit besonders beeindruckender Resistenz gegen wissenschaftliche Fakten einen Namen gemacht hat". Erich von Däniken habe Generationen von Lesern durch seine "Sachbücher" Einblicke in die mysteriöse Geschichte außerirdischer Erdenbesucher gegeben. "Ein Leben lang den Blick ins All zu richten und trotzdem beide Augen fest geschlossen zu halten, ist eine besondere Leistung", begründete Horak die Auszeichnung an den Autor, dem es - gleich ob Stonehenge, ägyptische Pyramiden oder Atlantis - überall gelang, "beeindruckende Beweise" für außerirdische Eingriffe auf der Erde zu finden.
Zu den von einer Jury aus 200 Nominierungen ausgewählten Finalisten für den Preis zählten auch die Österreichische Ärztekammer für ihre "erstaunlich geringen Berührungsängste mit unwirksamen esoterischen Heilmethoden" und der Deutsche Dieter Broers, der nach Ansicht der Skeptiker, wie sich die Mitglieder der Gesellschaft für Kritisches Denken nennen, "auf den PR-trächtigen Zug der Maya-Kalender-Panikmache aufgesprungen ist".
Ebenfalls unter den Nominierten befanden sich die derStandard.at-User "higgs - wozu?" (für "Unbelehrbarkeit und Resistenz gegenüber wissenschaftlichen Fakten und der unermüdlichen Verbreitung von esoterischem Humbug") und "FS3", der sogar dreifach nominiert wurde, davon einmal für sein Lebenswerk von mehr als 15.000 Postings (als "fanatischer, konsequenter Anhänger der Theorie eines "Elektrischen Universums", das mit allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht vereinbar ist"). Leider klappte es diesmal nicht mit der begehrten Auszeichnung, aber vielleicht nächstes Jahr?
Die Gesellschaft für kritisches Denken (GkD) ist die Wiener Lokalgruppe der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Sie gehört zur internationalen Skeptikerbewegung, die sich für Wissenschaft und kritisches Denken einsetzt. (red, APA, 19.10.2012)
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Nie wieder ziehe ich die Plausibilität von etwas in Erwägung, wo „Skeptiker“, „kritisches Denken“ oder „wissenschaftliche Untersuchung von Parawissenschaften“ draufsteht: es handelt sich um aggressive Glaubenssysteme. Das habe ich jetzt erfahren.
http://www.reiter.priv.at/aduploads... mkreuz.pdf
Die Verleihung des Goldenen Brettes 2012 habe ich vor Ort mitverfolgt, allerdings nur eine Zeit lang. Ich habe mir zumindest einen gewissen Unterhaltungswert erwartet, jedenfalls von den "Laudatoren". Meine Erwartungen waren hoch weil ich voriges Jahr im NHMW eine hervorragende Veranstaltung zum Thema "Aberglaube Aktuell" erlebt habe. Das "Goldene Brett" war, vorweg gesagt, enttäuschend. Und die "Honoratioren" waren, soweit vertreten, besser als erwartet und vor allem unterhaltsamer.
Und das sage ich obwohl ich absolut keine Sympathie für wissenschaftlich verbrämten Nonsens empfinde, ganz im Gegenteil.
mehr dazu:
http://martinsalltag.blogspot.co.at/2012/10/g... -kopf.html
Den Unterschied einmal herausarbeiten ist sehr hilfreich in Bezug auf das sozialdynamische Verständnis der "Skeptiker" mit absolutem Wahrheitsanspruch und gleichzeitiger Schmähkritik. Hier u.A. mehr dazu: http://www.skeptizismus.de/syndrom.html .
Oh bitte, machen Sie sich nicht lächerlich.
http://www.gwup.org/infos/the... nisationen
Lächerlich?
Es ist ja klar, dass die Kriterien des "Skeptikers" hier vorliegen: selbst das Lesen weniger Worte sind diesem Proselyten zuviel.
Die "Skeptiker" sind ja schon mehrfach für den Interessierten aufgearbeitet worden, z.B. hier: http://gwup-skeptiker.blogspot.de/ .
... da wird ein blog zur verteidigung seiner standpunkte erwähnt und verlinkt, deren editor als okupation "Guru" angibt:
http://www.blogger.com/profile/1... 4620935617
wie lächerlich ist das denn oder will man uns da verarschen? ;-)
herr schmied - machens ihnen nicht noch lächerlicher...
si tacuisses, philosophus mansisses!
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