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Moskau/Berlin - Kurz vor neuen deutsch-russischen Regierungsgesprächen lehnt Moskau den Russland-Beauftragten der deutschen Bundesregierung, Andreas Schockenhoff, nach massiver Kritik ab. Der CDU-Bundestagsabgeordnete habe sich mehrfach "verleumderisch" über Russland geäußert, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Moskau. Das lasse an seiner Kompetenz zweifeln. Schockenhoff wies die Vorwürfe zurück.
"Die Äußerungen des russischen Außenministeriums entbehren jeder Grundlage", teilte Schockenhoff am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.
Das Außenministerium in Moskau betrachte Schockenhoff nicht als offiziellen Vertreter, der sich im Namen der deustchen Bundesregierung zu deutsch-russischen Beziehungen äußern dürfe, sagte der Sprecher. Schockenhoff ist seit 2006 Koordinator des Auswärtigen Amtes für die deutsch-russische Zusammenarbeit. Er hatte zuletzt immer wieder etwa das Vorgehen der russischen Justiz gegen die kremlkritische Punkband Pussy Riot oder Regierungsgegner kritisiert. Schockenhoff müsse sich keine Sorgen um Russlands Schicksal machen, sagte der Ministeriumssprecher.
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dass die eine Seite der anderen vorschreibt, wen sie in ein Treffen zu entsenden hat.
Mir drängt sich da eher der Verdacht auf, dass die russische Seite Delegierte akzeptieren möchte, die ihre Sicht der Geschehnisse teilt. Sprich: wer nicht vorbehaltlos die Interessen Russlands vertritt scheidet als deutscher Vertreter aus.
nichts vorgeschrieben. Es war nur eine Meinungsäußerung der russischen Seite. Und das ist legitim.
Die Deutschen können ja auf diesem Herrn beharren. Die Frage ist nur, ob die Gespräche dann noch sinnvoll sind, wenn der Vertreter von der anderen Seite nicht ernst genommen wird.
Im Berliner Tagesspiegel war am 9.8.2012 das folgende Interview mit Herrn Schockenhoff zu lesen:
http://www.tagesspiegel.de/politik/r... 78120.html
Welcher Teufel die deutsche Seite geritten hat, eine so einseitige und anmaßende Figur als Russland-Beauftragten zu benennen, ist mir ein Rätsel. Die deutsch-russischen Beziehungen sind viel zu wichtig als dass da Raum für einen Elefanten im Porzellanladen ist.
Er hat durchaus in einigen (keinesfalls in allen) Punkten Recht, andere hingegen sind verdreht oder eine Frechheit. Ich kann sehr gut verstehen, dass die russische Seite starke Vorbehalte diesem Herrn gegenüber haben.
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