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Heinrich Staudinger, der nur "Heini" genannt wird.
Heinrich Staudinger, der stets nur "Heini" genannt wird, hat seit jeher Erfahrung mit dem Unmöglichen. Mit dem für andere Unmöglichen.
Begonnen hatte es Ende der 1970er-Jahre, als dem damals 27-jährigen Bummelstudenten aus Schwanenstadt der "Earth Shoe" aus Dänemark auffiel. Auf dem standen sie, die damals aufkommenden Umweltbewegten.
Der Sohn eines Kaufmanns schnorrte Geld und fuhr los - per Anhalter nach Kopenhagen. Den Schlafsack habe er in einem Park versteckt, berichtete er später - damit die in der Firma nicht merken sollten, wie hoffnungslos abgebrannt er war. Und er bestellte die angesagten Erdenschuhe - im Wert von 300.000 Schilling (rund 22.000 Euro).
So hatte Staudinger den an sich unmöglichen Einstieg geschafft und verkaufte die erste Lieferung aus Dänemark im ersten Shop in der Wiener Josefstadt, den er GEA nannte. Nach der griechischen Erdgöttin - und als Abkürzung für "Gesunde Alternative".
Wegen dänischer Lieferschwierigkeiten bezog Staudinger später die ästhetisch leicht gewöhnungsbedürftigen Umwelttreter von der Waldviertler Schuhwerkstätte, die mithilfe von Sozialminister Alfred Dallinger (SPÖ) gegründet worden war. Mitte der 1990er-Jahre übernahm er selbst den krisengebeutelten Schuhbetrieb.
Später kamen Taschen, Möbel und Betten dazu - und alles wird nach hohen Ansprüchen der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit produziert. Der Betrieb wurde komplett nach dem Grundsatz der Bescheidenheit inmitten der konsumwütigen Gesellschaft ausgerichtet: "Nie ist zu wenig, was genügt", lautet ein Motto Staudingers. So verdient niemand mehr als das Doppelte des geringsten Lohnes.
Jetzt steht Staudinger vor der nächsten unmöglichen Herausforderung: Er will die Finanzmarktaufsicht (FMA) bezwingen. Denn um seinen Betrieb ausbauen zu können - und so mehr als 100 Arbeitsplätze in der Krisenregion Waldviertel zu schaffen -, hatte er sich von Privaten Geld ausgeborgt. Insgesamt drei Millionen Euro, für die er jährlich Zinsen ausschüttet.
Für die FMA ist dies ein "Bankgeschäft ohne Konzession". "Ich bin kein Verbrecher, kein Betrüger und habe niemanden um einen Groschen betrogen", hält dem Staudinger entgegen, der immer wieder darauf hinweist, dass es seit der Lehman-Pleite mit seinem Geschäft "steil bergauf" gehe: "Je mehr die Systeme wanken, umso mehr muss es Bürgerrecht sein, sich selbst zu organisieren." (Roman David-Freihsl, DER STANDARD, 20./21.10.2012)
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Nachhaltige Regionalfinanzierung
mit Zinsverzicht
www.mehrwertgeld.at
Ein sehr ambivalentes Thema, werlches hier auch sehr gut aufbereitet ist. War sehr spannen zu lesen: http://blog.wernerlampert.com/2012/11/d... n-goliath/
1) Warum betreibt Staudinger ein Bankgeschäft, wenn er sich Geld für seinen Betrieb von Privaten leiht? ER VERLEIHT ES JA NICHT WEITER (wie eine Bank) sondern investiert es im Betrieb.
2) Die FMA argumentiert, er leihe sich Geld von "mehreren Personen". Das fast jede Firma, nur halt von juristischen Personen. Und wer eine Anleihe emitiert, leiht sich auch Geld von "mehreren Personen".
3) Worum geht' denn der FMA? Um Sicherheit für die Geldgeber? Gäbe es Auflagen oder haben Banken ein Geldverleihmonopol?
Bankgeschäfte sind die folgenden Tätigkeiten, soweit sie gewerblich durchgeführt werden:
1. Die Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung oder als Einlage (Einlagengeschäft);
Gewerblich wird in dem Fall begründet, da er sich nicht auf seinen Verwandten und Bekanntenkreis beschränkt hat.
Meiner Meinung nach interpretiert die FMA zu eng:
Zweck der Engegennahme von Investorengeldern ist ja nicht deren "Verwaltung" sondern der Direktinvestition in die Fabrik.
Deshalb verlangt Staudinger auch keine Verwaltungsgebühren und daher ist die Verwaltungstätigkeit auch kein "Geschäft".
Hätte die FMA bei der "Verwaltung" der Investorengelder bei Hrn. Petrikovics/Immofinanz auch so genau hingeschaut, hätten viele Mündel jetzt noch sicher ihre Anlagen.
Nein meiner Meinung nach ist das Vorgehen der FMA völlig richtig. (Ganz abgesehen davon, dass ich seine Projekte und die Idee toll finde - nicht aber die Art der Umsetzung)
Die Investition ist einseitig:
Heini investiert das Geld in seine Firma.
Seine Geldgeber werden weder an der Firma noch am Projekt noch am Gewinn beteiligt. Für die ist es nur eine fixverzinste (?) Veranlagung.
Außerdem ist Heini sehr kreativ in seiner Begriffwahl: Er spricht von "Sparverein" und "Warengutscheinen" sowie von "bezahlter Steuer in Höhe der Mehrwertsteuer".
Er ist sicher auch ein hervorragender Geschäftsmann aber ganz uneigennützig macht er das alles nicht. Das sollte man bedenken.
die Ihnen anscheinend persönlich sehr nahe geht.
Wer genau sind die "Heini Jünger", jene, die die FMA und ihre unbedarfte Bürokraten skeptisch beäugen und hoffen, dass es der FMA nicht gelingen wird, HS Steine in den Weg zu legen, die die Beschäftigung von 100-130 Menschen in einer Randregion gefährden könnte?
In Assange-Foren treibt sich ein Poster herum (auch mit einer Zahl hinter dem Namen), dessen Hass auf JA ihn/sie gänzlich übersehen lässt, dass die Auslieferungs- und Asylsache kein Assange-Problem ist sondern eines der dubiosen schwedischen Rechtsstaatlichkeit.
Genau so werden Ihre (und Goeschls) Beiträge hier von einem nicht einmal versuchsweise begründeten Hass auf HS bestimmt, der Sie den FMA-Aspekt vergessen lässt.
mich wundert, wie viele poster hier für herrn staudinger partei ergreifen, ohne die sache fertig gedacht zu haben. denn imerhin sollten wir ale uns eine möglichst aktive fma wünschen, die streng auf die einhaltung der regeln pocht.
obwohl ich überzeugt in, dass staudinger niemandem schadet und prinzipiell eine positive erscheinung ist, könnte man mit dem gleichen geschäftsmodell auch einen riesen betrug abziehen, mit dem man leute sehr schnell um ihr geld bringen kann. und gesetze stellen nun einmal nicht darauf ab, ob jemand eh ein lieber kerl ist, sondern darauf, was man anrichten kann, wenn man es nicht ist.
Meinen Sie mit Riesenbetrug unsere herkömmlichen Banken? Wo bleibt da die FMA? Menschen, die Arbeitsplätze schaffen, werden vernichtet, um Kreaturen und Nichtsnutze zu erhalten, die Arbeitsplätze im großen Stil vernichten. Und die FMA macht mit.
er leiht sich, sagen wir mal 3 Millionen Euro.
Bisher ist weder der Staat, noch seine Unterstützer zu Schaden gekommen.
Die FMA erkennt sofort eine gesetzliche Schieflage, agiert und klagt.
Wer bei den Banken, die einen tatsächlichen, nicht einen fiktiven Schaden für Österreich erwirtschaftet haben, wurde angezeigt?
Das Banken"hilfs"paket beträgt 36% des BIP (2011 waren das 300 Mrd. Euro).
Das fällt auf, sofern man nicht Lohnschreiber der FMA ist...
Und wer garantiert mir das die FMA nicht auch eine böse Organisation ist?
Bitte echt, fangt an zu denken!
Haben die Banken sich vor der FMA gefürchtet und deswegen die Bösen Geschäfte nicht gemacht? Schaut nicht so aus oder? Sonst wäre das hier alles ja nicht passiert (Bankenkriese für die langsamen).
Ihr Gesetzes-treuen nachplapperer geht mir auf die Nerven!
Es gibt dagegen keinen Einwand, dass die FMA ein wachsames Auge auf das - mittlerweile 12-13 Jahre alte - GEA Finanzierungsmodell richtet. Wenn etwas daran Grund zur Sorge geben sollte, muß dies schonungslos bekannt gegeben werden.
Alles, was dieser FMA einfällt, ist aber Bestrafung und Schwächung des Unternehmens, vermutlich im Interesse der Banken (wichtigste FMA-Klientel), die ihre Felle davonschwimmen sehen, sollten andere erfolgreiche KMUs dem Beispiel folgen.
erklärt Staudinger auch dass eine Kreditlinie der Firma vor Jahren gekappt worden ist, ob wohl die Auftragslage positiv war.
In größerem Umfang kennen wir das von BAWAG unter ELSNER, als Atomic bei positiver Prognose durch Kappen von Kreditlinien ins Aus gesendet worden ist.
Staudinger konnte initiativ werden, hat von FMA nachweislich jemand angefragt wie hoch der geborgte Geldbetrag von den Anlegern ist und wie hoch das net exposure, die Bedeckung durch Unternehmensvermögen ist? Das Amt für eh schon alles hat das allem Anschein nicht, sonst wäre nicht so ein kurioser Schriftverkehr der FMA an GEA bekannt geworden.
man hier den Anfängen wehren will, denn wenn das Beispiel Schule machen würde...
Klar sollte aber sein, daß alles was über ein Sparbuch ( bis zu einem vernünftigen Rahmen, und aus guten Gründen einlagengesichert) oder einen Bausparer hinausgeht eben Investition und Spekulation ist.
Es könnte so einfach sein, wenn man jedem Raucher auf sein Lieblingsprodukt Warnhinweise aufdrucken kann, dann bitte einfach auch auf jedes "Wert" Papier, wer des Lesens und Schreibens mächtig ist, hat dann selber zu unterschreiben, daß das eben auch in die Hose gehen kann, und er sich dann maximal beim Salzamt beschweren kann.
Und obwohl man natürl. nicht einen Unsinn mit dem Anderen rechtfertigen sollte, so sicher wie Lehmann & Co ( hat Lizenz ) ists allemal.
Ich würde jetzt gerne schreiben, was mir jetzt gerade zum Verhalten der FMA, Regeln (bzw. Nicht-Regeln) für Bankmanager und damit verbundenen Bankenrettungen einfällt.
Allein die Forenregeln und der Anstand lassens nicht zu. Nur so viel: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.
Schwiegermutter Giori-Lhota vergibt Darlehen von 500.000,- an den damaligen Finanzminister Grasser - um sein Veranlagungsgeschick auf die Probe zu stellen!
(Grassers Finanzministerium ist dabei oberstes prüfendes Aufsichtsorgan der Finanzmarktaufsicht.)
ging es in jedem einzelnen Fall um 100e Millionen, bei Globe Invest jedenfalls um Dutzende Millionen. In allen Fällen hat die FMA keinen Finger bewegt.
Soweit ich weiß, nahm Staudinger Geld in Stückelungen von EUR 200,- auf, zuletzt für den Bau einer Solaranlage auf dem Dach der von der bankrotten Firma Erge (?) übernommenen Halle. Die "Anteile"/"Anleihen" werden nicht in großem Stil über bezahlte Vermittler gekeilt, sondern interessierte Geldgeber (nicht "Anleger"!) - hauptsächlich Familie, Freunde und zufriedene KundInnen - nehmen mit dem Unternehmer Kontakt auf und schließen einen individuellen Vertrag ab. Die Geldgeber wissen schon über das Unternehmen und dessen Pläne alles, was sie wissen möchten, um ihre Entscheidung zu treffen.
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