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Wien - Wenn nichts Gravierendes passiert, bleibt General Edmund Entacher noch mehrere Jahre Chef des Generalstabs. Denn Entacher, der unter Ausnutzung der Pensionsregelungen im Bundesdienst mit November seine Pension antreten könnte, hat am Donnerstag offiziell bekanntgegeben, dass er dies nicht tun will. Damit läuft der Vertrag des Sozialdemokraten an der Spitze des Militärs regulär bis zum 2. April weiter.
Und wenn ihm Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) nicht bis zum Jahresende mitteilt, dass "nicht beabsichtigt ist, den Vertrag zu verlängern", dann würde sich eine automatische Verlängerung des Dienstvertrags für den höchsten Beamten im Verteidigungsministerium ergeben - theoretisch für weitere fünf Jahre. Ob Entacher, der Ende September seinen 63. Geburtstag gefeiert hat, tatsächlich so lange bleiben würde, darf bezweifelt werden.
Minister Darabos, der seit Jänner 2011 versucht, den fest mit dem System der Wehrpflicht verbundenen General loszuwerden, will sich nicht in die Karten blicken lassen - aber er war schon bisher nicht zimperlich, wenn es darum ging, sich von Spitzenkräften zu trennen. So ließ er vor vier Jahren dem Kommandanten der Militärakademie, Generalmajor Norbert Sinn, per Boten wissen, dass er nicht vorhabe, dessen Vertrag zu verlängern. Die Mitteilung, die persönlich erfolgen hätte müssen, war allerdings gegenstandslos: Sinn wurde wiederbestellt.
Bei Entacher ist das schon aufgrund seines Alters wenig wahrscheinlich - sein Posten dürfte jedenfalls neu ausgeschrieben werden. Ob sich dann Entacher bewerben kann, hängt von der Formulierung der Ausschreibung ab.
Entacher ist übrigens nicht der Einzige, dessen Posten mit April neu (beziehungsweise neuerlich mit dem jeweiligen Amtsinhaber) zu besetzen ist: Darabos hatte im Frühjahr 2008 die gesamte militärische Spitze neu bestellt. Damals ging es darum, dass "Reformer" in die entscheidenden Positionen gehievt würden - also Offiziere, die die Anliegen der Bundesheerreformkommission (inklusive Beibehaltung der Wehrpflicht) mittragen. Der Minister trägt diese aber selbst nicht mehr mit. (Conrad Seidl, DER STANDARD, 20./21.10.2012)
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wenn man sieht, wie hilflos der naturtrübe darbo hilflos herumrudert in einer ihm total fremden rolle - ein zivi als heeresmimister!! - da glaubt man fast an eine böse absicht derer, die sich das ausgedacht haben. bitte erlöst den versager - und mit ihm die sozialdemokratie von einer immer desaströseren performance. da helfen noch so viele Inserate nicht mehr, samt dazugehöriger schmeichelberichterstattung von heute, österreich und krone! das mit abstand unbeliebteste regierungsmitglied!
weg mit ihm.
Es steht jedem Offizier frei, seinen Abschied zu nehmen, wenn er der Meinung ist, es passt etwas nicht. Es steht ihm aber nicht frei, Befehle zu missachten oder deren Sinn zuwider zu handeln, wenn er anderer Meinung ist.
Das hat nichts mit Kadavergehorsam zu tun. Sondern mit der Aufrechterhaltung einer funktionierenden Befehlskette.
Wenn schon der oberste Armeechef nicht seinen Befehlen folgt, wie kann er erwarten, dass es seine Subalternen tun? Oder die Kader darunter? Ad finitum.
Es ist schon gut so, dass nicht einer alleine entscheiden darf.
Weder der Darabos noch der Entacher.
Ich wäre ernsthaft besorgt wenn nur der Verteidigungsminister in Fragen der Landesverteidigung etwas zu reden hätte.
Dem Bundespräsidenten und dem Kanzler könnte aber durchaus vorgeworfen werden diesen Minister nicht schon lange entfernt zu haben.
.
Und es ist immer noch der Verteidigungsminister dessen "Befehle" auf nicht verfassungsgemäßen Intentionen beruhen.
Der Generalstabschef orientiert sich nämlich exakt an der derzeit geltenden gesetzlichen Maßgabe!
Und jetzt kannst dich wieder abregen, Herr Denkzwerg.
??? Sind wir ein wenig gehässig?
Ich weiß, dass es nicht leicht zu akzeptieren ist, aber in einer Armee herrscht nun mal keine Basisdemokratie. Jeder kann seine Einwände und Vorschläge einbringen, aber wenn eine Entscheidung (zum Guten oder Schlechten) getroffen wurde, dann steht sie auch und wird nicht mehr diskutiert. Anders kann eine Armee nicht funktionieren.
Das würde auch der Politik manchmal ganz gut tun. Ein Hauptproblem ist ja, das dauernd alles totdiskutiert wird und nichts weitergeht. Die Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen und dann auch umzusetzen lähmt das Land.
Und ich habe soviel mit der Löwelstrasse zu tun, wie sie mit den NASA Marsprojekten.
...das ist nur in Östereich möglich!
Man kann zu Darabos stehen wie man will, aber ein Minister hat die Linie vorzugeben und nicht der oberste Beamte!
Wer kann sich noch an Strasser erinnern, wie er mit den Beamten verfahren ist in seinem Bestreben Polizei und Gendarmerie zusammen zu legen?
Jedenfalls hat Entacher das Militär zu beaufsichtigen, aber nicht Politik zu machen, was aber zu offensichtlich ist.
Das war 1999. Jetzt haben wir 2012.
Darabos hat seine Meinung innerhalb von ein paar Wochen geändert. Und das nicht aus freien Stücken sondern weil ein Blader in Wien das ganze zum Wahlkampf missbraucht hat.
Also was ist glaubwürdiger? Eine "Meinungsänderung" nach 13 Jahren oder eine "in Stein gemeisselte" Meinung die am nächsten Tag schon wieder anders ist?
In jedem Fall Meinungen von lauter BlaBla's.
Die politische Lage Österreichs hat sich sei 1999 praktisch nicht geändert. Jeder "Umfaller " oder sagen wir halt "Meinungsänderung" ist ein klares Zeugnis von Inkompetenz. Genau genommen gehören die ja alle wegen Unfähigleit gekündigt (was be Politikern leider nicht wirklich geht). Leider werden dies "Parteien" mangels brauchbarer Nachfolger immer wieder gewählt werden.
:-)
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