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Eine Pendelbahn mit zwei Gondeln für 150 Skifahrer ist auf den Piz Val Gonda geplant. Nach drei Jahrzehnten Kampf wurde im September die naturschutzrechtliche Genehmigung beschlossen.
Wien/Innsbruck - Düster seien die Zukunftsaussichten im Naturschutz in den Alpen, warnt Peter Haßlacher vom Österreichischen Alpenverein (OEAV). Er erinnert an Last-Minute-Strategien zur Durchsetzung von Begehrlichkeiten. Haarsträubend seien diese Beschlüsse. Etwa die naturschutzrechtliche Genehmigung zur skitouristischen Erschließung des 2811 Meter hohen Piz Val Gronda im Paznaun.
Erst Mitte September war die Entscheidung gefallen. Fast drei Jahrzehnte lang hatten die Touristiker der Silvretta Bergbahnen um die Vesilbahn gekämpft, Projekt um Projekt wurde eingereicht, allesamt bekämpft von Natuschützern. Das Land hatte im September dann keine geologischen Bedenken mehr beim Bau der Pendelbahn auf den Piz Val Gronda im Paznaun. Das Projekt sei jetzt umweltschonender, die Pistentrasse beeinträchtige weder Mähnenpippau noch den Lebensraum des Steinhuhns.
Noch geben sich Umweltschützer nicht geschlagen. Am Wochenende werden der Grüne Gebi Mair und bergaffine Umweltschützer 24 Stunden am Piz Val Gronda verbringen. "Bevor die Bagger auffahren", sagt Mair. Er kritisiert, dass es den Touristikern gar nicht um die projektierte 1,3 Kilometer Piste gehe. Vielmehr hat Hannes Parth von den Silvretta Bergbahnen bereits bestätigt, dass die neue Bahn das Variantenfahren über den Nordrücken ins Fimbatal ermöglichen soll. Bei bereits 238 Pistenkilometer um Ischgl ein Frotzel, sagt Mair. Laut Bescheid des Landes sei ebendort die vereinbarte Ausgleichsfläche für das Steinhuhn. Peter Haßlacher vom Alpenverein ortet generell einen naturschutzrechtlichen Rückfall in die Siebziger- und Achtzigerjahre. Gesetzliche Grundlagen würden zur Errichtung von Seilbahnen, aber auch Kraftwerken in geschützten Regionen zurechtgebogen. Immer öfter müssten Beschwerden bei der Europäischen Kommission eingereicht und von der Alpenkonvention geprüft werden. Was aber in einer "Allerweltslandschaft" genehmigt werden könne, müsste in hochsensiblen Landschaftsabschnitten verboten bleiben.
Denn auf ein Projekt folgt das nächste, Touristiker forderten prompt weitere Erschließungen und Zusammenschlüsse. Aus zwei kleinen ein großes Skigebiet zu machen, sei wirtschaftlich nur logisch. Wieder diskutiert wird offenbar der bereits abgesagte Zusammenschluss der Skigebiete Axamer Lizum, Muttereralm und Schlick-Stubaital. Der Lift müsste über das Schutzgebiet der Kalkkögel geführt werden, das Land entschied bereits gegen den Ausbau. Pläne gibt es schon länger für einen Zusammenschluss von Patscherkofel und Glungezer oder Kühtai-Hochötz. Im Kaunertal wird nach dem positiven Bescheid im Paznaun auch geplant. Seilbahner hoffen auf eine Verbindung ins Südtiroler Langtauferer Tal. Förderzusagen gebe es bereits. (Verena Langegger, DER STANDARD, 20./21.10.2012)
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Fakt ist, dass die Bergbahnen, egal wo, immer "höher" hinauf müssen (Klimawandel). Die zusätzliche Pisten km sind ihnen relativ wurscht. Leider haben diese "Herren" ein mächtige Lobby. In Sportgastein (Schareck) probieren sie es ja auch regelmässig. Zum Glück steht ihnen dort der Nationalpark Hohe Tauern im Weg, und nicht einmal der ist sicher vor diesen geldgeilen Ex-Bauern.
alpen in gefahr ? will sie jemand wegtragen und vielleicht in arizona wieder aufbauen ;)))
oder sollen sie als gigantischer steinbruch dienen, um eine europäischen bauboom zu unterstützen ?
nein ein lift soll gebaut werden, zur erbauung von skifahrern. da sollte man doch mal abstimmen lassen was die leute wollen.
Ich fahre diese Abfahrt seit über 15 Jahren u. bin extrem frustriert über diesen komplett unnötigen Lift. Es gibt genug Pistenkilometer, das braucht kein Mensch.
Lasst uns doch diesen Freiraum, es ist so fantastisch da raufzugehen, 1 Stunde Plackerei u. dann eine tolle Abfahrt. Mit einem Lift da rauf ist da nichts mehr toll.
Die Grünen haben unter dem Deckmantel der Immunität mehrere Falschmeldungen verbreitet, nicht wir. Leider hat diese Tatsache auch eine seriöse Zeitung wie der Standard nicht rechrchiert.
1. Haben wir uns keine Genehmigung erschlichen. Wir wollen unseren freien Skiraum ebenso nutzen wie die Tourengeher. Das war von Anfang an so geplant und bekannt.
2. Kann die Ausgleichsfläche für das Steinhuhn (das im Übrigen drei unabhängige Gutachter dort nicht finden konnten) von keinem Skifahrer erreicht werden.
3. Haben wir lediglich 3% unserer Gemeindefläche für den Massenskilauf erschlossen. Diese 3% sind aber deswegen nicht zerstört und bilden unsere Lebensgrundlage.
4. Konnten wir auch in den vergangenen Jahren Zuwächse an Besuchern verzeichnen.
1. >200km Pisten sind schon vorhanden, dieses Projekt erschliesst <2km neue Abfahrten -> sinnlos, ausser es gibt dahinter nochweitere Interessen
2. Wie kann eine bereits vorhandene Flaeche als "Ausgleichsflaeche" betitelt werden. Eine echte Ausgleichsflaeche muesste theoretisch aus eine Rueckbau anderer Flaeche bestehen
3. jaja, nicht zerstoert; 3% von 100km2 ist viel;
4. Super. Bitte mehr Events und Kotze der "Besucher" auf der Strasse inkl. Gegroehle.
Ich bin Axamer, sehr häufig in der Lizum unterwegs, und muss mal eine Lanze für den Zusammschluss der Skigebiete Lizum/Schlick 2000 brechen!
Ich halte mich gerne im Gebiet rund um die Kalkkögel auf, aber die "verheerende Zerstörung" des Gebietes, welche durch errichten EINER! Stütze (wir sprechen hier von gerade 10x10 Metern) anscheinend einher gehen soll, kann ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen.
Natürlich muss jedes Projekt individuell und genauestes geprüft werden aber die grundsätzliche Negativhaltung, die einige Kritiker suggerieren wollen, ist einfach gelogen bzw. übertrieben.
Es gibt sehr viele erhaltenswerte Gebiete, die zurecht unantastbar sind, aber die Kalkkögel, sind durch diesen minimalistischen Eingriff nicht bedroht.
Nicht nur in Tirol auch in Salzburg wird der Naturschutz sich zurecht gebogen. Obwohl in Salzburg bereits Ende 80er/Anfang der 90er ein Landesgesetz erlassen wurde, mit welchem Neuerschliessungen eigentlich verboten wurden.
Zuletzt scheiterten die Bergbahnen Zell/See öffentlichkeitswirksam mit ihrer !sonnseitigen! Verbindung Piesendorf vlg HochSONNberg nach Kaprun/Kitzsteinhorn vor dem VwGH. Aufgeben? Mitnichten.. man versucht ganz einfach eine neue Trasse.
Auch den anderen geplanten Zusammenschluss mit Saalbach/Hinterglemm posaunte man diese Woche ganz stolz in die Regionalblattln.
Aber auch anderswo war man mit Neuerschließungen "erfolgreich": Mittersill-Kitzbühel, Krimmel-Wald, Dienten-Maria Alm und heuer: Lofer Schwarzeck.
wie wenn es nicht schon genug Skiinfrastrukturen gäbe!? Was gestern funktioniert hat, soll heute funktionieren und morgen auch noch. UNSERE Ressourcen sind nicht unbegrenzt verfügbar!
Was an TIROL schön ist, ist die großartige, wilde und unberührte LANDSCHAFT! Manch berühmter Skiort ähnelt heute schon einem INDUSTRIEGEBIET.
Ich kann allerdings verstehen daß Leute die dort dadurch ihren Lebensunterhalt verdienen dafür sind - die sind davon abhängig - ob es langfristig eine gute Entscheidung ist steht auf einem andren Blatt wenn man sich die Skitouristik Zahlen ansieht
erschleichen sich mit falschen angaben einen bescheid für ihr nicht genehmigungsfähiges vorhaben und prahlen dann auch noch damit in der zeitung. nicht dass man es unfähigen landespolitikern vom schlag eines gschwentner nicht gönnen würde, dass sie so vorgeführt werden, aber ein skandal bleibts so oder so. können ihrem großen stilistischen und sonstigen vorbild aus dem gerloser grunzkammerl allesamt das wasser reichen. gut, dass wenigstens alpenverein und grüne sich wehren.
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