Die Bevölkerungsstatistik von Mittelerde

19. Oktober 2012, 17:57
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Ein Tolkien-Fan schlüsselte die demografische Zusammensetzung von dessen Welt auf

"Fellowship" im wörtlichen Sinne: Wie im "Herrn der Ringe" gehen auch im "Hobbit" nur männliche Gefährten auf die Queste.

Peter Jackson hatte einiges zu tun, um in die "Herr der Ringe"-Verfilmung wenigstens ein paar nennenswerte Frauenrollen reinzuquetschen. Auch der "Hobbit" wird - zum Beispiel durch Einführung einer im Original nicht vorhandenen Elbin namens Tauriel (gespielt von "Lost"-Star Evangeline Lilly) - ein wenig an das gegenwärtige Normalitätsempfinden angepasst.

J.R.R. Tolkien hatte es mit weiblichen Figuren hingegen nicht so. Das belegen die Bevölkerungsstatistiken von Mittelerde, die der schwedische Fotograf und Tolkien-Fan Emil Johansson anlegte, jetzt auch mit genauen Zahlen. Satte 81 Prozent der Charaktere sind männlich. Herrscht bei den Valar, den tolkienschen Entsprechungen der Götter, noch Geschlechterparität, so klafft bei den sterblichen Spezies die Schere immer weiter auf: Bis hin zu den Zwergen, wo in allen Tolkien-Werken nur eine einzige Zwergenfrau genannt wird, oder den Ents, deren Frauen überhaupt von der Bildfläche verschwunden sind.

Als Quellenmaterial hat Johansson Tolkiens Romane, das "Silmarillion" (gewissermaßen die Chronik der tolkienschen Weltgeschichte) sowie die umfangreiche Sekundärliteratur zu Mittelerde herangezogen. Weitere Statistiken betreffen das Durchschnittsalter der diversen Völker (wobei es bei den Menschen im Verlauf der Zeitalter zu enormen Schwankungen in der Lebenserwartung kam, während die Zwerge-Statistik von der großen Zahl an Kriegstoten verzerrt wird ...) oder die demografische Zusammensetzung Mittelerdes.

--> Lord of the Rings Project: Statistics

(red, derStandard.at, 19. 10. 2012)

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