UNO beklagt Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation

19. Oktober 2012, 16:53
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Starker Preisanstieg bei Lebensmittelpreisen - Arbeitslosigkeit nimmt zu

Damaskus - Die wirtschaftliche Situation Syriens verschlechtert sich weiter. Nach Angaben der UNO steigen die Inflation und die Arbeitslosigkeit, während die Kaufkraft der Syrerinnen und Syrer deutlich gesunken ist. "Es ist schwierig, sich einen Überblick zu verschaffen. Informationen sind spärlich und schwer überprüfbar", erklärte Jens Laerke, Sprecher der UNO-Behörde für humanitäre Hilfe (OCHA), am Freitag in Genf.

Die Entwertung der syrischen Währung habe die Kaufkraft der Bevölkerung erheblich vermindert. Offiziell habe die Inflationsrate im letzten Juli 36 Prozent betragen. Einen starken Preisanstieg verzeichneten die Lebensmittel. In gewissen syrischen Provinzen sei der Preis für Milch, Fleisch und Huhn um 300 Prozent gestiegen, sagte der Sprecher. In der nördlichen Grenzregion zur Türkei hätten sich die Wohnkosten verdreifacht.

Zugenommen hat laut der UNO auch die Arbeitslosigkeit. Nach Zahlen der syrischen Zentralbank stieg die offizielle Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent im Jahr 2010 auf 14,9 Prozent 2011. Gemäss Laerke ist das Bruttonationalprodukt Syriens im vergangenen Jahr um drei Prozent zurückgegangen. Neuere Zahlen fehlten.

"Mit der Fortsetzung der Kampfhandlungen haben diese Faktoren gravierende humanitäre Konsequenzen", stellte der OCHA-Sprecher fest. (APA, 19.10.2012)

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