Petition fordert Entschädigung für Opfer des Fabrikbrandes in Pakistan

Sicherheitsvorkehrungen sollen verbessert werden

Wien - Fast 300 ArbeiterInnen starben am 11. September 2012 bei einem Brand in einer Textilfabrik in Pakistan gestorben. Die Clean Clothes Kampagne fordert Entschädigungszahlungen. Zur Zeit des Feuers wurden in der pakistanischen Fabrik Jeans für den deutschen Discounter Kik produziert.

Brandursache derzeit noch untersucht

Auch wenn die Brandursache derzeit noch untersucht wird, ist klar, dass die hohe Zahl der Todesopfer durch Mängel im Arbeitsschutz verursacht worden ist. Es gab zwar regelmäßige Inspektionen, aber diese waren unzureichend: Es fehlten Notausgänge und die Fenster waren vergittert. Die Firma selbst war nicht registriert und die Beschäftigten besaßen keine Arbeitsverträge.

"Es ist ein Skandal, dass KIK den betroffenen Familien bisher keine konkrete Unterstützung zukommen ließ und sich stattdessen hinter zweifelhaften Inspektionen versteckt", kritisiert Christine Esterbauer von der Clean Clothes Kampagne. "Obwohl KIK sich dazu gezwungen sah, seine Rolle in der Tragödie anzuerkennen, hat das Unternehmen bislang abgelehnt, sich an einem ernsthaften Dialog zu beteiligen und keinerlei Maßnahmen getroffen, um in diesem Fall wirksame Hilfe bereitzustellen", so Esterbauer.

Aus diesem Grund hat die Clean Clothes Kampagne eine E-Mail-Petition mit Forderungen nach Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen, mehr Transparenz und Entschädigungszahlungen an KIK gestartet, die unter www.cleanclothes.at zu finden ist. (red, derStandard.at, 19.10.2012)

  • Zur Zeit des Feuers wurden in der pakistanischen Textilfabrik Jeans für den deutschen Discounter Kik produziert.
    foto: cleanclothes.at

    Zur Zeit des Feuers wurden in der pakistanischen Textilfabrik Jeans für den deutschen Discounter Kik produziert.

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