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Fondsmanager Toby Nangle
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vergrößern 851x332Es ist schnell gegangen. Seit 2008 reden wir von Bankenpleiten, Staatsbankrotten und die Kapitalmärkte sind volatil wie noch nie. So scheint es jedenfalls. Anlageberater würden die jüngsten vier Jahre der Finanzgeschichte gerne als abnormal abtun. Denn "normalerweise" würde das alles nicht passieren, die enormen Verluste bei Aktien, der Wertverfall von einzelnen Staatsanleihen. Zur Untermauerung dieser These zitieren sie etwa aus dem Buch "Stocks for the Long Run". Aktien, so ihr Argument, sind immer eine gute Sache, wenn man sie nur lang genug hält. Das hat seit 1800 funktioniert und wird auch weiter klappen.
"Doch das ist viel zu kurz gedacht", hält Toby Nangle dagegen. Der Brite leitet das Multi-Asset-Team von Threadneedle, dem Londoner Investmenthaus. Der studierte Historiker nimmt einen längeren Horizont. "Wenn wir nur die letzten 30 Jahre betrachten, bekommen wir gerade mal einen Einblick in einen Bruchteil der Investmentgeschichte." Und dieses Bild ist verzerrt, sagt Nangle im derstandard.at-Interview. Denn Aktien hätten in der Zeit der "Great Moderation", als die Inflation niedrig und das Wachstum hoch war, etwas gemacht, was sie davor nie gemacht haben. Sie waren stetig und kräftig gewachsen (siehe Chart). "Die Volatilität, die wir nun seit zehn Jahren sehen, ist völlig normal. Die seltsame Phase waren die 1980er und 1990er Jahre."
Dabei leidet die gesamte Investmentbranche an einem massiven Datenproblem. "Viele Indizes, aber auch volkswirtschaftliche Daten, werden noch gar nicht so lange in Zeitreihen festgehalten", so Nangle. Daher würden viele Anleger nur einen kleinen Ausschnitt der Geschichte sehen. Dazu kommt, dass sich etwa die Daten aus dem Buch "Stocks for the Long Run" nahezu ausschließlich auf die USA konzentrieren. Nangle selbst hat in Zusammenarbeit mit der britischen Zentralbank für Großbritannien Daten seit 1700 gesammelt. Forscher der London Business School arbeiten mit Credit Suisse alljährlich an der Sammlung zum Investment Yearbook.
Ein Problem aber bleibt. Die meisten Anleger schauen maximal bis 1980 zurück. Und sie werden von der "Great Moderation" in Sicherheit gewogen. Das Versprechen der Notenbanken, im Krisenfall Gewehr bei Fuß zu stehen, hat die Risikopapiere massiv im Wert steigern lassen. Aktienquoten in Portfolios sind sukzessive angewachsen und die Börsen erlebten einen Boom. Der reale Börsenwert (bereinigt um die Inflationsrate, ohne die Dividenden wieder zu investieren) schnellte plötzlich empor (siehe Grafik). "Das waren einfach großartige Aktienjahre", sagt Nangle.
Nangle glaubt aber nicht an die Fortsetzung der ruhigen und schönen Aktienjahre. Zu sehr waren sie davon getrieben, dass etwa die US-Haushalte sich immer weiter verschulden und auch Unternehmen ihre Bilanzen aufblähten.
Das hat auch Konsequenzen für den Aktieninvestor. Wer sich heute in der professionellen Anlegerschaft, etwa bei Fondsmanagern, umhört, bekommt zu hören: "Buy and Hold ist tot". Die Prämisse, dass Aktien - wenn man sie nur lange genug hält - quasi ohne Risiko ansehnliche Erträge abwerfen, ist gestorben. Stattdessen werden Aktien heute zusehends taktisch gehalten. Wie auch schon an anderer Stelle erwähnt, haben Anleger weltweit hunderte Milliarden Dollars und Euros aus Aktienfonds abgezogen. Stattdessen haben sie viel Geld in Mischfonds gesteckt, die einem Fondsmanager das Ruder - und die Wahl zwischen Aktien und anderen Anlageklassen - in die Hand geben. (Lukas Sustala, derStandard.at, 19.10.2012)
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Leider sagt uns die Grafik nicht, in welcher Währung die Equity Prices skaliert sind. Da ich annehme, es seien GBP, wäre es interessant, dieses Chart in Goldwährung zu sehen. Dann könnte man erst auseinanderhalten, welchen Anteil die Pfund-Inflation dabei hatte und welchen Anteil aus Produktivitätsgewinnen herrührt.
Es ist ja schon in der Gegenwart schwierig, inflationsbereinigte Werte zu messen (Welcher Warenkorb dient als Basis? Die wahre Inflatione ist für jeden anders etc.). Wie geht dass dann für lange Zeitreihen (ab 1700 !). Welcher Wert für die im Warenkorb enthaltenen Flatscreens, Computer und Autos wurde z.B. für 1750 angesetzt?
Gold, Silber etc. wäre die bessere Skalierungsbasis, meiner bescheidenen Amateurmeinung nach.
Stimme Ihrer Grundüberlegung zu.
Beim Goldpreis sehe ich zwei Probleme:
- Lange Jahre war der offizielle Goldpreis (Wert von Gold ausgedrückt in Dollar, Pfund etc) nicht variabel, sondern künstlich festgesetzt. Man müsste also einige Tricks anwenden um einen realistischen Goldpreis zu finden.
- Zu anderen Zeiten wurde der praktische Wert von Gold stark durch äussere Einflüsse verändert, z.b. die Entdeckung großer Goldvorkommen (Preis fällt) oder Inflationsängste (Preis steigt).
http://upload.wikimedia.org/wikipedia... o_ouro.gif
http://www.nma.org/pdf/gold/... prices.pdf
Die Grundidee bei der Inflationsbereinigung ist, den Wert für das tägliche Leben d.h. Essen, Wohnen usw. auszudrücken. Da ist Gold nicht ideal.
"Die Prämisse, dass Aktien - wenn man sie nur lange genug hält - quasi ohne Risiko ansehnliche Erträge abwerfen, ist gestorben."
aha und von wem wurde diese prämisse angeblich aufgestellt? was bitte soll heißen "quasi ohne risiko"? das ist nicht gestorben - das lebte nie. außer vielleicht in den köpfen der standard-redakteure.
für fremde firmen, anstatt selbst eine zu gründen und das geld für sie hackeln zu lassen. aber das verblüffende ist eigentlich, dass es leute gibt, die diesen dreck glauben. und es gibt garnicht so wenige davon. deshalb ist diese branche ja so riesig.
da wird eben Risiko bewirtschaftet.
Deren Aufgabe ist es nicht, das Entstehen desselben zu hinterfragen.
- die Menschen werden in diesem System ungleich gemacht. Gleich ist höchstens ihr Glaube an Eigentum.
Fällt dieser (Irr)glaube, fällt dieses System.
wer soll denn das geld der eltern sonst bekommen? sie vielleicht? sagen sie das ihren eltern. das ist deren und ihr problem. das müssen sie sich in der familie ausmachen. meine eltern werden mir bestimmt nichts hinterlassen, aber das heißt nicht, dass jetzt eltern von anderen leuten mir was in den rachen stecken müssen. und klar, wenn die eltern der generation x viel gearbeitet und vermögen angehäuft haben, dann muss die generation x+1 nicht mehr so viel arbeiten. und klar ist das deren recht. sie haben ja auch die möglichkeit vermögen anzuhäufen durch arbeit. oder sind sie vielleicht einer dieser armen, unterdrückten, ausgebeuteten, fleißigen kleinen leute? na dann viel spass mit der einstellung...
Und warum liefere ich mehr als die Hälfte ab und Sie als Erbe nix?
Herrliche Leistungsgesellschaft echt elitärer Leistungsträger: Erbschaften als höchste Form von Leistung - das kann nur einem feudal-ständestaatlichem Schwarzen einfallen.
die fuer steuern verantwortlich sind, also den politikern. der sifonmanager hat damit nichts zu tun, so gern auch ich ihm die schuld in die schuhe schieben wuerde. der punkt ist: der sifonmanager zwingt sie nicht fuer seinen schass zu zahlen. die politiker unter dem deckmantel des staates schon. und wollen sie tatsaechlich noch steuern auf ihr vermoegen zahlen? glauben sie wirklich, die partei , die sie waehlen (welche auch immer) wird verm. steuern einfuehren und arbeitsabhaengige steuern reduzieren? ich zweifle daran. die gooddoers in der politik sind schlimmer als alle bankster auf diesem globus zusammen genommen.
Wenn sie jetzt die Hälfte schon abliefern und dann soll der Rest noch einmal besteuert werden... Auf was hinauf?
Die einzige Form wie Erbschaftssteuer für mich akzeptabel wäre ist wenn die Steuer auf Arbeit spürbar entlastet wird und das wird nicht passieren. Ergo sehe ich nicht ein mein hat erspartes bereits versteuertes vermögen für meine Kinder noch einmal zu versteuern, ich habe den Beitrag für den Staat bereits abgeliefert und der Rest gehört der Familie
Das einzige wirkliche Problem in Österreich (und anderen Ländern) ist die perverse Einstellung der Herrschaften, die Körperschaften, Betriebe und wie sie alle heißen, im öffentlichen Nahbereich lenken. NULL Ahnung von irgendwelchen Ideen, wie man was wirtschaftlich führt. Wenn die mehr Geld haben, wird es ausgegeben, nicht investiert, es versickert einfach. Und da der Eigentümer durch ähnliche Organisationskonstrukte vertreten wird .... der Rechnungshof kann ein Lied davon singen.
diese Weise etwas mitnehmen zu können?
Glauben Sie mir: Müßten Erbschaften sozialversichert und versteuert weredn, könnte die Steuerbelastung halbiert werden.
Dann würde sich Arbeit wieder lohnen.
Derzeit wird sie ja bestraft gegenüber den Multimilionären und sonstigen Erben.
von Erbschaftssteuern bringen natürlich nicht genug, um die Steuérsätze auf Einkommen halbieren zu können: Dazu müßten Erbschaften eben als Einkommem gelten, dann ginge es sich aus.
Und natürlich, das ist die Hauptsache, darf es keinen sachlich nicht begründbaren Rabatt für "Substanzübergang innerhalb der Familie" (O-Ton M. Schotter) geben.
Das wäre gleichheitswidrig und würde erst recht die Dynmastiebildung unterstützen.
Wie (ab)normal ist denn nun die Krise? Diese Antwort bleibt der Artikel schuldig, sieht man einmal von der fettgedruckten Information ab, dass angeblich die Boomjahre abnormal sind.
Der Rest des Artikels stellt ein relativ zusammenhangloses Mischmasch aus Argumenten Für und Wider Aktien dar.
Banken schaffen Geld (Giralgeldschöpfung)
staaten leihen sich geld u. a. von banken.
Und weil das Buchgeld ca 95% ausmacht kontrollieren die banken via Kreditvergabe auch die Geldmenge, und haben so nahezu uneingeschränkte macht.
über die verknappung dieser können sie so krisen herbeiführen, wie es auch von zeit zu zeit passiert.
Das recht auf geldschöpfung sollte wieder zurück zum staat gehen. "vollgeld"
ein wenig googeln, und man sieht, dass dieses konzept, welches öfters schon funktioniert hat (Greenback,...) viele probleme der gegenwart sofort lösen könnte.
die struktur ist absurd:
geldschöpfung ist privatisiert.
staaten leihen sich geld von banken.
schulden können mit "schuldgeld" nie beglichen werden. auch sparen nützt nichts.
Ich finde die Idee ja recht interessant, mir ist aber die Mechanik, wie das funktionieren könnte, nicht klar.
Ja, beim Bankensektor könnte man die Geldschöpfung mit höheren Reserveanforderungen kontrollieren. Ganz verhindern könnte man sie aber mE auch nicht.
Geld wird aber nicht nur in Banken geschöpft - ein simpler Verkauf mit Zahlungsziel "schöpft" auch Geld, genauso ein Kredit von einem Privaten an einen anderen. Man kann zwar versuchen, das zu regulieren, aber da gibt's dann wahrscheinlich viele attraktive Umgehungsmöglichkeiten...
Ich finde die Idee ja recht interessant, mir ist aber die Mechanik, wie das funktionieren könnte, nicht klar.
Ja, beim Bankensektor könnte man die Geldschöpfung mit höheren Reserveanforderungen kontrollieren. Ganz verhindern könnte man sie aber mE auch nicht.
Geld wird aber nicht nur in Banken geschöpft - ein simpler Verkauf mit Zahlungsziel "schöpft" auch Geld, genauso ein Kredit von einem Privaten an einen anderen. Man kann zwar versuchen, das zu regulieren, aber da gibt's dann wahrscheinlich viele attraktive Umgehungsmöglichkeiten...
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