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In den Wochen vor der Präsidentschaftswahl wird auch in den Postfilialen mehr los sein. Die US-Bürger können ihre Stimme nicht nur am 6. November direkt in der Wahlkabine abgeben, sondern auch schon früher via Brief entscheiden, ob sie Mitt Romney oder Barack Obama ins Weiße Haus schicken. Absentee Voting heißt diese Form der Stimmabgabe, die vergleichbar ist mit der auch in Österreich möglichen Briefwahl.
Alle der 50 US-Bundesstaaten erlauben ihren Bürgern ihre Stimme auf diese Weise abzugeben. In 27 Bundesstaaten müssen die Wähler allerdings einen Grund nennen, warum sie per Brief abstimmen wollen. In 21 anderen Staaten bekommt jeder, der sie beantragt, eine Wahlkarte zugesandt. In Oregon und Washington gibt es nur mehr diese Version der Stimmabgabe. Alle Wahlberechtigten bekommen automatisch eine Wahlkarte.
Was für US-Bürger im Ausland oder Militärs im Auslandseinsatz ohnehin üblich war, nehmen in den vergangenen Jahren auch immer mehr Wähler innerhalb der Grenzen der USA in Anspruch: Seit dem Beginn der 1980er Jahre hat sich die Prozentzahl der über den Postweg abgegebenen Stimmen von fünf auf mehr als 15 Prozent verdreifacht. Zu diesem Ergebnis kommt Charles Stewart III, Politikwissenschaftler am Massachusetts Institute of Technologie, in seiner Studie "Losing Votes by Mail".
Das System der Briefwahl ist allerdings nicht unumstritten. 2008 haben insgesamt 35,5 Millionen Wähler beantragt, ihre Stimme via Briefwahl abzugeben. In das Wahlergebnis sind allerdings nur 27,9 Millionen Absentee Ballots eingeflossen. Die Differenz lässt sich mit verschiedenen Faktoren erklären, schreibt Stewart. Demnach hätten 3,9 Millionen Wahlzettel ihren Empfänger nicht erreicht, 2,9 Millionen sind von den Wählern nicht zurückgeschickt worden und von den eingetroffenen Wahlkarten sind 800.000 von der Wahlkommission als ungültig eingestuft worden. Alles zusammengenommen ergibt das einen Unterschied zwischen beantragten Wahlkarten und gültig abgegebenen Stimmen von 21 Prozent.
Natürlich beinhalten die 21 Prozent viele Wahlberechtigte, die sich entschieden haben, von ihrem Wahlrecht doch keinen Gebrauch zu machen. Allerdings ist damit nicht die Gesamtsumme erklärbar. Briefwahlen sind fehleranfällig. Eine krakelige Unterschrift, eine fehlende Unterschrift, die fehlende Unterschrift des Wahlzeugen, ein Wahlzeuge, der kein registrierter Wähler ist - all das und noch viel mehr machen aus einer abgegebenen Wahlkarte eine ungültige Stimme.
Die Möglichkeit zur Briefwahl sollte die Teilnahme an der Wahl erleichtern, das war auch die Absicht, als sie während des US-amerikanischen Bürgerkrieges eingeführt wurde. Während des Zweiten Weltkrieges würde das System Briefwahl systematisch ausgeweitet. Aber erst Ende der 1970er Jahre wurden die Regeln für Briefwahlen weiter gefasst. Als erster Bundesstaat ermöglichte Kalifornien 1978 den Wählern die Beantragung einer Wahlkarte. ohne dass sie besondere Gründe dafür angeben mussten.
Die Vorteile der Briefwahl liegen scheinbar auf der Hand: Sie erleichtert Senioren und körperlich Behinderten die Teilnahme an der Wahl. Die Administrationskosten sind überschaubar und Wahlkarten können ein Mittel sein, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen.
Die oben erwähnten Freiheiten könnten auch in ihr Gegenteil verkehrt werden und die Grundsätze einer demokratischen Wahl verletzen. Gerade bei Briefwahlen in Seniorenheimen stellt sich die Frage, ob die Wahl des Einzelnen wirklich geheim bleibt und kein Einfluss auf die Wahlentscheidung von anderen genommen wird. In den USA gibt es einen eigenen Begriff für die Einflussnahme auf die Wahlentscheidung ältere Wähler: Granny Farming.
Obwohl die Kritikpunkte bekannt sind, kam es in den vergangenen Jahren zu einer Ausweitung der Briefwahlmöglichkeiten - zum Beispiel in Florida. Dort können sich Bürger ihre Wahlkarte an jede beliebige Adresse schicken lassen. Bisher war als Empfangsadresse nur der registrierte Wohnsitz möglich.
Mit der Ausweitung der Briefwahl steigt auch die Wahrscheinlichkeit von ungültigen Stimmen. Besonders bei einem knappen Wahlausgang könnte das wahlentscheidend sein. (mka, derStandard.at, 24.10.2012)
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http://qpress.de/2012/10/2... n-gewahlt/
Die Show kann abgeblasen werden. CBS hat bereits die Ergebnisse veröffentlicht und diese auch mit 99% unterlegt, auch den genauen Auszählungen. Ich bin mir sicher, da waren auch die Briefwähler enthalten *g*
Ergo brauchen die Amis am 6. November ihre müden Glieder gar nicht mehr aus dem Haus zu bewegen. Die Show ist bereits gelaufen … sie meinen da stimmt was nicht? Ganz recht, nur was?
…Firmen, welche Romney und der GOP äußerst nahe stehen …
…die elektronischen Wahlmaschinen handeln?
http://www.wired.com/threatlev... ny-connect
Dabei ist vor allem der Bundesstaat Ohio von Interesse, wo seit JFK immer wieder der "richtige" US-Präzi gekürt wurde:
http://www.activistpost.com/2012/10/r... nt-to.html
Während wir aus Russland regelmäßig unverhältnismäßig aufgebasene Meldungen zu angeblichen "Wahlunregelmäßigkeiten" über uns ergehen lassen müssen, werden nachgewiesene Manipulationen vergangener Wahlen in den USA als "Verschwörungstheorien" abgetan, wie auch weiterhin versucht wird, die künstliche Auseinandersetzung zwischen "Romneybama" als demokratische Wahl darzustellen.
das mit abstand dümmste was man bei wahlen machen kann ist, sie am computer abzuhalten. es eröffnet die meisten möglichkeiten und die am einfachsten zu administrierenden, massiv das wahlergebnis zu verfälschen, sowohl für regierungen als auch für jede andere organisation, behörde, gruppierung etc. die ein interesse daran hat...
Außerdem, was sollen Senioren, die grad halt noch den Wahlzettel ausfüllen können, mit einem PC anfangen?!?!?!?
Naja, aber wie gesagt: Das Problem ist halt, dass sie nicht geheim ist, man sollte wenn dann sehr starke Beschränkungen für die Briefwahl voraussetzen (mehrmonatiger Auslandsaufenthalt z.B.) und u.U. stattdessen ermöglichen, früher "normal" wählen zu gehen (aber nur 1 Wahllokal/Bundesland)
Meine bevorzugte Lösung für das Problem wäre, an zwei Terminen so 1 bis 3 Wochen vor einer Wahl an einem Tag ein Wahllokal pro Bezirk oder eventuell Gemeinde zu öffnen.
Sowas gibt's ja schon zum Teil.
Und das "anreisen" wäre auch nur in dem Fall relevant wenn du dich im Ausland befindest, innerhalb Österreichs ginge das ja mit der alten Wahlkarte.
Ich habe ürbigens früher auch schon zwei Wahlen versäumt, weil ich am Wahlsonntag im Ausland war. Das ist ärgerlich, aber mir ist das lieber als eine Möglichkeit die nicht dem Anspruch einer geheimen Wahl entspricht.
Also diese Beeinflussung, in den USA Granny Farming genannt, gibt es bei uns auch. Und da die alte Bevölkerung überall immer mehr wird, kommt diesem Umstand sicher bald eine bedeutende Rolle zu.
Könnte man das nicht lösen, indem man einmal eine Unterschrift auf einem Amt leisten muss (vor Beamten und mit Ausweis) und dazu einen Fingerabdruck, den man dann bei Wahlen immer auf dem Wahlzettel anbringt.
feines Abendessen..." Drückt er halt den Daumen des alten Menschen aufs Papier, das geht sogar im Schlaf, wo ist der Unterschied dazu, ein Kreuzchen für ihn zu machen?
Auf dem Wahlzettel? Wo bleibt dann das geheime Wahlrecht? Und Sie wollen dann ernsthaft diese Fingerabdrücke auswerten, überprüfen, und vileleicht gar noch wo speichern?
Jedenfalls ist es wohl leichter, den Fingerabdruck der Person zu bekommen als deren Unterschrift auf der eidesstattlichen Erklärung zu fälschen, wie heute notwendig.
Und wer sollte sich diese entwürdigende Prozedur im Vorfeld antun? Nur jeder, der ein bestimmtes Alter überschreitet oder jeder, der die Briefwahl nützen will? Und was hilft das, wenn diese Person später eben nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne ist?
Da gibt's in Österreich eine ganz passable Lösung:
Die sogenannten "fliegenden" Wahlkommissionen, die z.B. Seniorenheime aufsuchen und dort eine Wahlzelle aufbauen. Da ist die geheime Wahl problemlos möglich, da die Senioren zwar mit Begleitung hinter den Paravent gehen, beim Ankreuzen aber allein sein können. Ich hab aber auch erlebt, dass die Bettlägerigen (im Altenheim der eigenen Mitglieder eines Ordens) mit einer tragbaren "Wahlzelle" (Brett mit Sichtschutz) besucht werden. Sofern sie die Frage "wollen Sie wählen?" noch einigermassen verständlich bejahen, darf auch eine Vertrauensperson (im konkreten Fall war's die Sr. Oberin des Ordens) beim Ankreuzen helfen!!
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