Zurndorf baut auf Beton für den Wind

19. Oktober 2012, 14:08

Im burgenländischen Zurndorf nimmt ein Betonturmwerk des deutschen Windkraftanlagenbauers Enercon Gestalt an

Zurndorf - Die Wände der riesigen Fertigungshalle sind hochgezogen, gerade wird die Betonmischanlage errichtet: Im burgenländischen Zurndorf (Bezirk Neusiedl am See) nimmt ein Betonturmwerk des deutschen Windkraftanlagenbauers ENERCON GmbH Gestalt an. In das Projekt werden rund 40 Mio. Euro investiert. Die Bauarbeiten lägen im Zeitplan. Im Dezember soll mit der Produktion der ersten Fertigteil-Turmsegmente begonnen werden, erläuterte Werksleiter Stephan Leipe am Freitag anlässlich einer Betriebsbesichtigung.

Pro Jahr sollen rund 200 Fertigteilbetontürme die 17.000 Quadratmeter große Fabrik verlassen. Für die Produktion werden jährlich rund 200.000 Tonnen Beton benötigt. Mit den in Zurndorf hergestellten Segmenten sollen Windkraftprojekte im gesamten Bundesgebiet sowie in Ungarn, Rumänien, Kroatien, Polen und Süddeutschland beliefert werden, so Leipe.

In der ersten Ausbauphase will das Unternehmen 135 Mitarbeiter einstellen. Die Suche nach Personal sei bereits angelaufen. Bis zum Jahr 2013 habe sich das Burgenland zum Ziel gesetzt, nicht nur seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien zu decken, sondern auch zum Stromexporteur für angrenzende Bundesländer zu werden, erklärte SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. In Zurndorf entstand bereits in den 1990er-Jahren der erste Windpark des Burgenlandes. (APA, 19.10.2012)

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6 Postings
Geschäftsleute sind eben Vollidioten

Wind ist nicht grundlastfähig. Windräder sind extem Wartungsintensiv und im Störfall gefährlich. Abgesehen davon ist die Marktsättigung ohne technische Hilfsmittel leicht auszurechnen. Es wird einen großen Widerstand der Bevölkerung gegen die Verspargelung der Landschaft geben. Und das vollkommen zurecht. Anstatt sich unbrauchbaren Energieträgern zuzuwenden, sollte man besser das geothermische Potenzial in Österreich analysieren. Windkraft hat keine Zukunft. Ebensowenig wie Solarstrom. Wer aus dem Wetter Strom produzieren will, verlangt, dass die Menschen ihren Bedarf nach dem Wetter und den Jahreszeiten richten. Also wenig Bedarf im Winter, viel im Sommer.

Der fuchs so wie die Leute?

Atom und und Kohlekraftwerke sind NICHT regelbar. Daher sind sie für eine bedarfsgerechte Stromversorgung völlg ungeeignet. Produzieren immer gleich viel --> in der Nacht braucht aber niemand den Strom und Tagsüber kann der Bedarf niemals gedeckt werden.
Geothermische Anlagen sind nicht nur schwer regelbar sondern meist auch sehr teuer. Derzeit ist eine wirtschaftliche Ausbeute in eiter Ferne, dafür die Risken weitgehend ungeklärt (Erdeben...).

Kohle und auch Atomkraftwerke werden an fast jedem

Tag des Jahres geredet. -Ich bin ja manchmal wirklich dankbar für Leute wie Sie. Durch dermaßen offensichtliche und jenseitige Fehlinformationen diskreditieren Sie die 'Energiewende' besser als es deren Kritiker je könnten! ;)
Also sind Sie eigentlich 'eh' von 'meiner Seite' und das was Sie von sich geben ist Sarkasmus und Übertreibung um den Leuten vorzuführen wie plump die Propaganda der Ökoabzocker bereits geworden ist, oder?!? ;)

Zustimmung was die Abhängigmachung der Energieversorgung

vom Wetter betrifft. Allerdings will ich Ihnen wiedersprechen was das 'Potential' bei Geothermie betrifft: In 5000-7000m Tiefe gibts ab und zu wo Thermale Stömungen die allerdings kaum über 150°C haben. Für Stromerzeugung ist das verdammt wenig(Thermodynamischer Wirkungsgrad, Siedepunkt des Wassers), aus Wirtschaftlicher Sicht ZU WENIG.
Was man damit machen kann ist ein kleines Nahwärmenetz betreiben oder Industriewärme die <130°C braucht(Wäschereien, Brauereien, Trocknungsanlagen,..)
Um im HotDryRock-Verfahren richtig heißen Dampf für Turbinen(>300°C) zu erzeugen müsste man in Ö gut 20.000m tief bohren. -Das DOPPELTE des technisch möglichen!. -Tiefengeothermie ausserhalb von Hochenthalpiezonen(z.b. Island) ist ein toter Hund!

... gesamten Strombedarf decken ...

Aber nur wenn der Wind weht, sonst bleibts finster.

Wenigstens gibt es so ein Ziel. Auch wenn das nicht voll erreicht wird wird zumindest dahin gearbeitet.

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