"Wien ist das Zentrum der Inseratenaffäre"

Video | Hans Rauscher
19. Oktober 2012, 15:27

Florian Skrabal erklärt, warum junge investigative Journalisten eine Website starten, die zunächst der Wiener SPÖ auf die Zehen steigt

Eine neue Gruppe von freien investigativen Journalisten hat die Website dossier.at gegründet und ziemlich spektakulär mit einer Facette der Inseratenaffäre begonnen: Warum schaufelt die Gemeinde Wien so viel Geld (angeblich 29 Millionen Euro in siebeneinhalb Jahren) für Inserate in die Tageszeitung "Heute"?

Blitzartig wurden die fünf jungen Journalisten auch von "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand mit Klage bedroht.

Hans Rauscher interviewt dazu den Chef der Gruppe, Florian Skrabal, und stellt stellvertretend für misstrauische Österreicher die Frage: Wie wird die Website finanziert? Wer steht hinter ihnen? Und warum wird Wien als "Zentrum der Inseratenaffäre" genannt? (Hans Rauscher, derStandard.at, 19.10.2012)

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das inseratebudget ist nur sinnvoll zu kritisieren, wenn wir 2 weitere konkurrenzverhältnisse nicht verbergen:

1.VP und SP konkurrieren um die medienbandbreite, teuer. doch faymann ist der, den man wie geplant nach d.wahl abzocken kann. ÖVP hat hinter sich eine wählerstruktur, zu der u.a. raiffeisen gehört, und mediennahe religiöse kräfte. generell mehr geld bei den wählern. SP kann die gleiche bandbreite nur über steuergeld erreichen. schicksal der BAWAG bekannt.

2.bodenständige einnahmen der medien sind wesentlich, denn sie konkurrieren mit infotainment ausländischer thinktanks, das aus deren politischen gründen unterm preis angeboten wird. auch rolle d. apa hier zu hinterfragen.
nicht nur faymann, sondern die lokale demokratie per se konkurriert somit gegen fremde "spin"-werbung, gratispropaganda, und deren ungreifbare financiers.

und das verhältnis zw. "heute" und "österreich"?

die rolle des dichand-imperiums als schattenregierung seit den alliierten ist ebenfalls aus der ganzen frage heraus gehalten worden.
es wird alles dem faymann umgehängt, dafür haben sie ihn ja aufgebaut.

welche tiefere rolle hat also drittens die konkurrenz zwischen den beiden gratismedien, bezüglich der oligarchischen und "affiliierten" strukturen dahinter?

was ist es wirklich, das dichand hier beschützen will, durch die klagsdrohungen etc.
ist es wirklich nur das geld und die macht der bandbreite?
oder ist es eine verpflichtung gegenüber dritten?

warum zwingt man die wiener linien nicht, wie die schweiz zu handeln?

in der schweiz dürfen nur alle oder keiner zeitungen in verkehrseinrichtungen verschenken.

das dossier lässt weiters vermuten, dass kaum jemand gratiszeitungen aus reinem gewinnstreben herausbringen wird, sondern es gibt wohl immer politische absichten (eigentümer, inserenten, stille geldgeber), und den wunsch, den markt zu manipulieren.

himmel hilf ...

skrabal: das sind bruttowerte.
rauscher: man muss also 20% abziehen.

ned schlecht ... o_O

herrn skrabal und seinem team gilt es zu unterstützen.

[x] done.

Es ist zwar richtig, dass die VN in wien nicht unbedingt

en masse gelesen wird, selbiges kann man aber auch von der tt behaupten. Und heute ist im Westen Österreichs eben nicht das "non plus ultra" vor der "kronen-Zeitung". Der Haken an der Sache ist, dass diese beide Blätter sowohl in Vlbg. auch Tirol die "Haus-und-Hofberichterstattung-der-Schwarzen" sind. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

...also wenn ich die Postings da so lese...

Bestätigt das mein Gefühl,dass die ganze Presselandschaft nahezu fürn Hugo ist,was objektive Information betrifft.

tut mir leid, weil ich es ja grundsätzlich für ok halte, aber

politisch einseitig, durch die verbindungen zur presse politisch fragwürdig, nix neues, unvollständig weil nix über nön (övp), kurier (övp-raiffeisen), usw. schade eigentlich............

Na ja, in den vergangenen Tagen hat Hr.Rauscher eigentlich nur über "Vergehen" der SPÖ geschrieben.
Sie haben recht, jetzt müssten aber endlich auch die "Untaten" der ÖVP und FPÖ, etc. drankommen.
Die geben ausserdem viel mehr Stoff her, Hr.Rauscher!

....Vergehen in Anführungszeichen...

Find ich trollig.

super genauso gehts alles wissenschaftlich akribisch und objektiv überprüft - mehr reflexivität!!!!!!!!

DA CAPO!!!!!

Rundfunk

In Niederösterreich hört man angeblich nur mehr "Schwarzfunk", der sich zum Pröll-Sprachrohr machte.

Sind der ORF-NÖ sowie seine Journalisten frei von jeglicher Korruption, wird dies alles nur im vorauseilenden Gehorsam gemacht, weil es ja die Gebührenzahler ohnehin berappen ?

Der Herr doppelte Doktor Pröll ist auch viel gefährlicher. Der hat ja in anderen Fällen schon mit Anzeigen gedroht. Mit dem ist nicht zu spassen Und Geld ist, dank Raiffeisen, auch mehr zur Abwehr unliebsamer Zeilen zur Verfügung.

Aber bitte ja nicht nach Niederösterreich schauen - lasst's ma den Pröll in Ruh! ;-))

Lieber Hr. Skrabal

Danke für diese wichtige Arbeit.
Bitte weiter machen!

Journalismus

Wenn das investigativer Journalismus sein soll, dann können sie gleich den Petzi Petzner Oberjournalisten ernennen.

Aber nur nicht die Schwarzen und Freiheitlichen angreifen, da könnte ja noch so mancher Brosamen abfallen bzw. ein Job winken.

schlechtes Interview

entweder hat sich Rauscher auf dieses Interview ganz schlecht vorbereitet dass er immer vom Zettel ablesen muss, oder er kann sein Gegenüber nicht leiden und schaut in deswegen nie an.

Rauscher ist Print-Journalist. Woher haben Sie, dass man Interviewpartner anschauen muss? Der Print-Journalist ist natürlich von seinen Gewohnheiten geprägt.

Ein Althase wird seinen Stil kaum ändern.

Das sagt einem die Höflichkeit? Das hat mit dem Berufsstand nichts zu tun. Mit dem Argument dürfte ein Gynäkologe, Proktologe den Leuten nur mehr ... (den Rest darf sich gerne jeder selbst denken und weiterführen).

Also eine unabhängige Seite, die attestiert, dass die Stadt Wien im Heute weniger inseriert hat als der Media Markt.

jetzt wissma mehr.

sollte die spö einige zeitungen mit inseraten abfüllen, dann hätte ich großes verständnis dafür!

man muss doch nur einen blick in die österreichische medienszene werfen: von unabhängigkeit keine spur. fast alle machen brav männchen vor ihrem (natürlich) schwarzen eigentümer (manche nehmen sogar das wort 'redaktionsstatut' in den mund, ohne vor scham rot zu werden!)

wenn der inhalt der einen via eigentümer bestimmt und kontrolliert wird, dann ist die existenzsicherung von anderen blättern via inserate etwas höchst lobenswertes und unverzichtbares!

Ja, eh. Aber halt bitte mit SPÖ-Geldern und nicht mit Steuergeldern der Allgemeinheit.

bitte seien sie nicht naiv!

eine NÖN, eine Presse, ein Standard usw: glauben sie wirklich, dass hier der eigentümer um gottes lohn die meinung einer bestimmten weltanschauung verbreitet? der geldfluss ist in diesen fällen etwas umständlicher, doch steuergeld fließt auch hier in rauen mengen!

Die Sch.... der einen rechtfertigt die Sch... der anderen. Eine Endlosspirale des Grauens in der II. Republik.

Eigentlich schätze ich den investigativen Journalismus ...

... und ich hab auch nichts dagegen Inseratenseiten zu zählen und daraus ein Werbevolumen auszurechnen, auch wenn das normalerweise Nielsen automatisch macht.

Aber bitte, was ist daran investigativ?

Natürlich kann man sich über Faymann´s Unfähigkeit seine dümmlichen Eitelkeiten vortrefflich das Maul zerreißen, aber das ist doch noch lange kein investigativer Journalismus!

Schade, dass die Faymann´s Dummheit das Interesse bestimmt. Denn eigentlich wäre es interessanter über Milliarden-Korruption zu hören, als über peinliche Werbemillionen in dümmlichen Blättchen die ohnehin jeder sehen kann.

Freilich ist es nicht so einfach und risikolos die Raiffeisen-, BUWOG oder Mensdorff Geschäfte zu durchleuchten.

der skrabal setzt sich in die nationalbibiothek, weil er von offizieller seite nichts verwertbares bekommen kann, und dann werden seine physisch verifizierten ergebnisse auch noch wesentlich angegriffen.
und das ist dann schon wieder interessant.

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