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Eine neue Gruppe von freien investigativen Journalisten hat die Website dossier.at gegründet und ziemlich spektakulär mit einer Facette der Inseratenaffäre begonnen: Warum schaufelt die Gemeinde Wien so viel Geld (angeblich 29 Millionen Euro in siebeneinhalb Jahren) für Inserate in die Tageszeitung "Heute"?
Blitzartig wurden die fünf jungen Journalisten auch von "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand mit Klage bedroht.
Hans Rauscher interviewt dazu den Chef der Gruppe, Florian Skrabal, und stellt stellvertretend für misstrauische Österreicher die Frage: Wie wird die Website finanziert? Wer steht hinter ihnen? Und warum wird Wien als "Zentrum der Inseratenaffäre" genannt? (Hans Rauscher, derStandard.at, 19.10.2012)
1.VP und SP konkurrieren um die medienbandbreite, teuer. doch faymann ist der, den man wie geplant nach d.wahl abzocken kann. ÖVP hat hinter sich eine wählerstruktur, zu der u.a. raiffeisen gehört, und mediennahe religiöse kräfte. generell mehr geld bei den wählern. SP kann die gleiche bandbreite nur über steuergeld erreichen. schicksal der BAWAG bekannt.
2.bodenständige einnahmen der medien sind wesentlich, denn sie konkurrieren mit infotainment ausländischer thinktanks, das aus deren politischen gründen unterm preis angeboten wird. auch rolle d. apa hier zu hinterfragen.
nicht nur faymann, sondern die lokale demokratie per se konkurriert somit gegen fremde "spin"-werbung, gratispropaganda, und deren ungreifbare financiers.
die rolle des dichand-imperiums als schattenregierung seit den alliierten ist ebenfalls aus der ganzen frage heraus gehalten worden.
es wird alles dem faymann umgehängt, dafür haben sie ihn ja aufgebaut.
welche tiefere rolle hat also drittens die konkurrenz zwischen den beiden gratismedien, bezüglich der oligarchischen und "affiliierten" strukturen dahinter?
was ist es wirklich, das dichand hier beschützen will, durch die klagsdrohungen etc.
ist es wirklich nur das geld und die macht der bandbreite?
oder ist es eine verpflichtung gegenüber dritten?
warum zwingt man die wiener linien nicht, wie die schweiz zu handeln?
in der schweiz dürfen nur alle oder keiner zeitungen in verkehrseinrichtungen verschenken.
das dossier lässt weiters vermuten, dass kaum jemand gratiszeitungen aus reinem gewinnstreben herausbringen wird, sondern es gibt wohl immer politische absichten (eigentümer, inserenten, stille geldgeber), und den wunsch, den markt zu manipulieren.
en masse gelesen wird, selbiges kann man aber auch von der tt behaupten. Und heute ist im Westen Österreichs eben nicht das "non plus ultra" vor der "kronen-Zeitung". Der Haken an der Sache ist, dass diese beide Blätter sowohl in Vlbg. auch Tirol die "Haus-und-Hofberichterstattung-der-Schwarzen" sind. Um nur zwei Beispiele zu nennen.
In Niederösterreich hört man angeblich nur mehr "Schwarzfunk", der sich zum Pröll-Sprachrohr machte.
Sind der ORF-NÖ sowie seine Journalisten frei von jeglicher Korruption, wird dies alles nur im vorauseilenden Gehorsam gemacht, weil es ja die Gebührenzahler ohnehin berappen ?
Wenn das investigativer Journalismus sein soll, dann können sie gleich den Petzi Petzner Oberjournalisten ernennen.
Aber nur nicht die Schwarzen und Freiheitlichen angreifen, da könnte ja noch so mancher Brosamen abfallen bzw. ein Job winken.
man muss doch nur einen blick in die österreichische medienszene werfen: von unabhängigkeit keine spur. fast alle machen brav männchen vor ihrem (natürlich) schwarzen eigentümer (manche nehmen sogar das wort 'redaktionsstatut' in den mund, ohne vor scham rot zu werden!)
wenn der inhalt der einen via eigentümer bestimmt und kontrolliert wird, dann ist die existenzsicherung von anderen blättern via inserate etwas höchst lobenswertes und unverzichtbares!
bitte seien sie nicht naiv!
eine NÖN, eine Presse, ein Standard usw: glauben sie wirklich, dass hier der eigentümer um gottes lohn die meinung einer bestimmten weltanschauung verbreitet? der geldfluss ist in diesen fällen etwas umständlicher, doch steuergeld fließt auch hier in rauen mengen!
... und ich hab auch nichts dagegen Inseratenseiten zu zählen und daraus ein Werbevolumen auszurechnen, auch wenn das normalerweise Nielsen automatisch macht.
Aber bitte, was ist daran investigativ?
Natürlich kann man sich über Faymann´s Unfähigkeit seine dümmlichen Eitelkeiten vortrefflich das Maul zerreißen, aber das ist doch noch lange kein investigativer Journalismus!
Schade, dass die Faymann´s Dummheit das Interesse bestimmt. Denn eigentlich wäre es interessanter über Milliarden-Korruption zu hören, als über peinliche Werbemillionen in dümmlichen Blättchen die ohnehin jeder sehen kann.
Freilich ist es nicht so einfach und risikolos die Raiffeisen-, BUWOG oder Mensdorff Geschäfte zu durchleuchten.
der skrabal setzt sich in die nationalbibiothek, weil er von offizieller seite nichts verwertbares bekommen kann, und dann werden seine physisch verifizierten ergebnisse auch noch wesentlich angegriffen.
und das ist dann schon wieder interessant.
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