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Wien - Die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) will die Ganztagsschule für alle zur neuen Regelschule in Österreich machen."Ganztägige Schulen stellen den pädagogischen Idealfall dar", so Brandsteidl in einer Aussendung.
Und: "Klar ist, dass es in einer Ganztagsschule auch keine Hausübungen mehr geben muss."(APA, 19.10.2012)
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Ich wünsche mir für meinen Sohn eine Vormittagsschule, in der gezielt gelernt wird, jawohl, auch mit Frontalunterricht, bei dem man phasenweise einem Erwachsenen (echter Lehrer, nicht "Pädagoge") konzentriert zuhören können muss, am Nachmittag soll er die quantitativ moderaten Hausübungen selbstständig lösen und sich seinen Hobbys widmen dürfen, anstatt von Nachmittagspädagogen in der Schule betreut zu werden.
Meiner soll das Schuhebinden, die Tischmanieren usw. zuhause lernen und nicht von Vater Staat.
Warum soll noch jeder lesen, schreiben und rechnen können?
Ein paar Tage zuvor gab es die Schlagzeile, dass mehr Bildung zu mehr Wählern führt. Für eine Wahl muss ich nicht wirklich lesen können, denn ich wähle die Partei, welche die meisten Bilder von sich veröffentlicht und die paar Buchstaben der Partei kann ich auch so entziffern.
Es ist wie im Supermarkt. Auf den Dosen sind nur deshalb Bilder, damit auch nicht "Lesekundige" einkaufen können. D.h. dass sie nicht Hundefutter nehmen anstatt der Linsensuppe.
Ich bin erschüttert, dass wir das Leben von tausenden SchülernInnen, bei vollem Bewusstsein, versauen.
Ich erinnere mich auch noch gut, dass ich nicht vor Schmerz bei jeder Hausübung aufgeschrien habe.
Um hier mal mit einem Vorurteil aufzuräumen.
Privatschulen sind nicht per se was für sogenannte Reiche. Es gibt genug Mittelschichtler, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, und sich dafür was anderes nicht leisten.
Die Privatschule meiner Kinder kostet pro Nase Unterricht 160 Euro. Das ist nicht nichts, aber man muss bei weitem nicht reich sein, um sich das leisten zu können....
... dafür kriegt man neben normal sozialisiertem Lehrpersonal auch noch all das, was es in den öff. Schulen nicht gibt. ZB ausreichend Platz pro Schüler, gesunde Kantnine, Sportangebote, saubere Klassen mit haltendem Putz, Garderobenkästen für die Schüler, saubere Klos, Schulmilch.....
Ihre Korrektur ist eine Dienstleistung der Lehrkraft, die man jederzeit einsparen kann. Für mich z. B. wäre jeglicher Anlass, Hausübungen zu korrigieren weg, wenn noch irgendeine weitere Einkommenskürzung beschlossen wird.
Ich habe es satt, mich von einem System ausnützen zu lassen, das Minderleistung honoriert und Karriereverläufe von politischer Linientreue abhängig macht.
Der Gipfel ist weit überschritten, wenn jemand, der angeblich vom Fach ist, so tut, als ob Hausaufgaben eine Art Strafakt wären, der in der glücklichen Schule der Zukunft hinfällig wäre.
Können wir endlich die Kindereien lassen und darüber nachdenken, was Schüler/innen lernen sollen und wie wir das erreichen?
Wohlgemerkt, wir, also Eltern, Lehrer u n d Schüler?
Ganztagsschulen ohne Freizeit- und Ruheräume, ohne Möglichkeiten Hobbies auszuüben (z.B. eigenes Pony zu betreuen, Balettunterricht, Musikunterricht...), ohne kostenlose und ausgezeichnete Kantinen,...
Ohne eigene Büros für jeden einzelnen Lehrer inkl. Bücherwand, Laptop und Drucker...
Also armselige Ganztagsschulen wo Kinder auf ihren Holzsesseln hockend den ganzen Tag dahinvegitieren müssen, unterbrochen durch Hofspaziergänge wie im Knast... Und schnell eine Wurstsemmel und Cola reingeworfen....
Und alles zum Wohle der rund-um-flexibel-Billiglohn-Jobs bei Unternehmen...
Wo kann man die Betroffenden wegen Kindesmisshandlung anzeigen????????????
IHR HASST KINDER
Leider kann man immer alles auch übertreiben.
Eigenes Pony, Balletunterricht, Musikinstrument?ß Seeeeehr lieb und herzig! Wohl noch nie aus Bürgershausen rausgekommen.
Und Futter ist normalerweise auch nicht gratis.
Gute Kantine zu günstigen Preisen sollte reichen. Und normales Platzangebot auch. Eine möglichkeit zum Zurückziehen, ins Freie gehen.
Nicht jedes Mäderl ohne Pferd und Rüscherl am Balettkleiderl ist gleich traumatisiert.
Die Armen können sich für ihre zukünftigen Sklavenarbeiten eh die Bildung ersparen, da reicht die unbenotete Light-Unterrichts-Version durch Mini-HS-Lehrer, in der auch Analphabeten die Schule verlassen dürfen.
Die besseren Familien schicken die Kinder auf Privatschulen und besetzen auch alle höheren gutbezahlten Jobs. Und endlich wird, wie bei GATS und USA verlangt, der Unterricht mehr privatisiert und das Soziale abgebaut. Geht ja nicht, dass alle dieselben Rechte haben sollen...
geht immer nur nach unten! Das ist eine - die Privatschulen werden dadurch weiter aufleben, wenige mit reichen Eltern werden echt etwas lernen und uebrig werden die zukuenftigen "modernen" Sklaven bleiben. Die koennen dann weiter im Internet WoW etc. spielen.
Eigentlich müsste ich jubeln: endlich keine Hausübungskorrekturen mehr! Ich muss "nur" mehr Diktate und Schularbeiten verbessern - eine echte Erleichterung! Leider bleibt mir der Jubelruf im Halse stecken: hat sich irgendwer von den Verantwortlichen überlegt, dass Hausübungen zur Einübung und Festigung schon irgendwie einen Sinn haben? Wie sollen die Kinder üben, das Gelernte anzuwenden? Wie kommen sie zur nötigen Schreibgeläufigkeit? Diese Leute schaffen es immer wieder, einen fassungslos zu machen mit dem fachlichen Unsinn, den sie verzapfen. Mein Vorschlag: alle Schularbeiten und Noten überhaupt abschaffen. Die Kids sind dann sicher ganz optimal auf die Leistungsanforderungen an der Uni und im Beruf vorbereitet.
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