Al Jaber zahlte wieder nicht an Backhausen

19. Oktober 2012, 12:59

Der Scheich ließ die letzte Frist verstreichen, Firmenchef Reinhard Backhausen wird ab Montag Gespräche mit Ersatzinvestoren aufnehmen

Wien - Für den Traditions-Textilbetrieb Backhausen heißt es zurück an den Start. Nachdem der austro-saudische Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber auch die letzte Frist zur Begleichung von 2,85 Mio. Euro verstrichen ließ, wird Firmenchef Reinhard Backhausen ab Montag Gespräche mit Ersatzinvestoren aufnehmen, wie er am Freitag sagte. Al Jaber hatte bis Freitag Zeit, das Geld zuzuschießen, um seinen Einstieg bei Backhausen zu fixieren.

"Ich bin enttäuscht, dass er sich nicht an die Verpflichtungen gehalten hat. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz hat er noch betont, dass ihm diese Partnerschaft am Herzen liegt", sagte Backhausen, der die Firma gemeinsam mit seinem Bruder in der sechsten Generation führt. Bis jetzt verbuche man keinen Zahlungseingang und es sei nicht davon auszugehen, dass das in den nächsten Stunde passiere.

Backhausen: "Es besteht keine exklusive Bindung mehr"

Nun werden die Karten komplett neu gemischt. "Al Jaber ist jetzt einer von vielen Interessenten. Es besteht keine exklusive Bindung mehr, selbst wenn er noch zahlt", so Backhausen. Um die Stoffproduktionsfirma zu retten, hätte Al Jaber 3,2 Mio. Euro zuschießen sollen. Bisher zahlte er lediglich 350.000 Euro an. Eigentlich hätte er die Differenz bis Ende Mai begleichen sollen, doch er verschob die Zahlung so lange, bis es den Banken reichte und Backhausen das Insolvenzverfahren eröffnen musste.

Nachdem Al Jaber als Investor ausfällt, muss es bei Backhausen sehr schnell gehen. "In den nächsten sechs bis acht Wochen sollte Klarheit herrschen, wer die neuen Partner sind", so der Firmenchef. Er gab sich zuversichtlich, alles zu einem positiven Ende zu bringen. Bevorzugt werde ein strategischer Partner, es würden aber auch Gespräche mit Finanzinvestoren geführt. Mögliche Investoren gebe es sowohl in Österreich als auch in Deutschland. (APA, 19.10.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 127
1 2 3 4
"Ich bin enttäuscht, dass er (Jaber) sich nicht an die Verpflichtungen gehalten hat. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz hat er noch betont, dass ihm diese Partnerschaft am Herzen liegt"

Wie naiv muss Herr Backhausen sein, dass er solche Aussagen tätigt?

Was für ein Schaumschläger dieser Al Jabber in Realität ist, ist nun wirklich schon mehr als genug bekannt. Da braucht man nur 1+1 zusammenzählen und einen mittleren IQ von bestenfalls 65.

Bin mir sicher, dass er zahlen wollte, ihm bei der Überweisung die Bank nur den falschen TAN per SMS zusandte!

Er ist ja schließlich Österreicher.

Al Jaber wird das Unternehmen um 20% aus der Masse kaufen - diese Strategie verfolgte er auch in der Vergangenheit (=> google)

mag sein..

aber darüberhinaus wird hierzulande wohl niemand mehr mit ihm geschäfte machen. bin gespannt, wohin er sich jetzt wendet. in russland, polen oder slowenien hat man ja eine etwas andere art, mit solchen typen umzugehen. so leicht wie bei uns wirds nimmer.

Schickt´s des Scheicherl in die Wüste.

wenn der baumgartner in die leere von al jabers geldbörsel springen würde, würde er wahrscheindlich mach 2 erreichen...

Wie schlecht muss es einem Unternehmen gehen

um überhaupt Gespräche mit Al Jaber in Erwägung zu ziehen?

Seit Jahren immer die selbe Geschichte: Scheich sagt eine Beteiligung zu, Scheich zahlt aber nie. Warum schließen eigentlich immer wieder Leute Geschäfte mit ihm ab, wenn seine Geschäftspraxis bereits medien- und gerichtsevident ist?

Ich glaube der hat sein Praktum

als junger Bursch im griechischen Finanzministerium gemacht.

Einer der schlechtesten und spekulativsten Artikel die ich je in der Presse gelesen habe.

schon, aber gusenbauer als aussenminister wäre wirklich ein massiver gewinn für österreich!

selbst bei wikipedia könnte die apa nachlesen bzw der standard nachprüfen dass der titel scheich nicht echt ist...

Wie wäre es, dem Wüstensohn die Staatsbürgerschaft abzuerkennen, ihm jegliche Resourcen die er hier gebunkert haben mag zu entziehen, jedes Privileg, ihn mit einem Einreiseverbot belegt - und ihn dann nie mehr zu erwähnen? Diese Art Leistungsträger braucht Österreich sicher nicht.

Ich wäre ja eher dafür, jedem der auf Al Jaber reinfällt, die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Der Al Jaber wird dafür Chefverhandler wenn es um unsere EU-Zahlungen geht.

Jedem der Versprechen bricht die Staatsbürgerschaft entziehen und enteignen? Ist ein recht radikales forum geworden hier.

Häuser oder Grundstücke kann man ja schließlich nicht mitnehmen, wenn es jemandem schlicht darum geht. Komplette Enteignung, muss nicht sein, aber mindestens den Teil - den ein normaler Staatsbürger in der Zeit auch hätte abführen müssen einbehalten, und den Rest dann veräußern.

Und wenn Sie glauben, es wäre eine radikale Forderung, was es für uns hier zweifellos ist - und es würde warscheinlich nie soweit kommen! Ist in anderen Ländern der EU, bei weitaus geringeren Sachen, Gang und Gäbe. Wo pers. Gegenstände aus dem und dem Grund entzogen, und vernichtet werden. (Hat nat. einen anderen Zusammenhang, und geht eher in den Bereich Bestrafung für Vergehen).

Eine Forderung würde ich es nat. nicht nennen, nur eine Rohidee. ;)

Ein Pülcher mehr oder weniger ...

... in diesem Land, was macht da den grossen Unterschied?

Schon. Ein Zeichen ist es trotzdem. Ein Beispiel. Nehmen wir ein ideales Österreich, eines, dass es so natürlich nie geben wird.

Da gibt es einen Abdul, er ist Scheich, hat viel Geld - will hier aber nur verdienen, aber nichts für die neue Heimat, dessen Staatsbürger er geworden ist, tun. Nun entzieht man ihm die Staatsbürgerschaft, und sagt damit: "Du warst uns hier Willkommen, du hättest Teil Unserer Gesellschaft sein, und dein Geld bei uns investieren können, damit es im Land durch deine Kraft aufwärts geht. Du hast dich aber anders entschieden, dich brauchen wir nicht".

Im Fall von Jaber ist es ein ungefährliches Zeichen, den wird es nicht kratzen, er ist dann für nichts mehr verantwortlich. [1]

Würde man selbiges aber mit einem Austro-Kanadier machen, nennen wir ihn Sohnpack, der hier nur Politiker spielen möchte - es gäbe einen Aufschrei der Entrüstung.

Sowas kann man ja nicht TUN, er will ja in die Politik, und uns mit seiner Anwesenheit beglücken! So etwas bringt Österreich doch voran! Und was für eine Ehre! Nein, dass geht nicht! Sein Geld fließt aber dennoch nach China, und der Onkel ist auch schwerreich!

Na, jedenfalls, nebst der Tatsache dass das nicht geht, wäre es ein ebenso starkes Signal. Österreicher wird, wer sich - ob im kleinen oder im großen, für eben jenes Land einsetzen kann und will. Auch mit Vermögen, in dem Arbeitsplätze geschaffen werden, oder auf anderem Weg.

Dass Ansehen würde schlagartig steigen.

Im "Kleinen", gibt es ohnehin viel mehr Menschen, die sich einen Wolf ablaufen von Amt zu Amt, um sie zu bekommen - und dann wirklich etwas beizutragen, als im großen. Wo es nur um "Die Ehre", und nat. Vorteile - welcher Art auch immer geht, Grundbesitz, oder weiß der Teufel. Wo dass Interesse dann aber doch in der eigentlichen Heimat bleibt, wie die Gelder auch, die sich in Milliarden Summen niederschlagen. Sie so manche Russen. Dass aber nur am Rande.

Seit 200 Jahren gibt es dieses Unternehmen, was zwei Weltkriege und unzählige Krisen nicht geschafft haben, schafft die österreichische Finanzpolitik 2012.
Bei den Lohnnebenkosten die wir in Österreich haben muss jedes inländische Unternehmen eingehen.
Um das Geld das ein Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber heutzutage kostet kann man in Fernost 10 Arbeitskräfte einstellen.
Und bei der Steuerhöhe in diesem Land wird das auch so weiter gehen, und es folgt trotzdem ein Defizit dem nächsten.

Und Sie glauben dass jemand der Backhausen heisst auch fähig sein muss eine Firma, die seit 100 Jahren besteht, auch zu führen?

Also da gibt es hunderttausende Beispiele, dass oft schon die Kinder dies nicht können. Wenn sie das wenigstens bemerken, zur Seite gehen und gute Manager einstellen ist das doch toll. Besser als die Firma der Familie kaputt zu machen.

Backhausen trifft also keine Schuld? Dann dürfte ja kein Unternehmen überleben. Ich kenne die firma ein wenig, glauben sie mir, es gibt Gründe warum sich diese Familie schwer tut das Unternehmen zu führen.

ich glaube, der hat gar nicht die Kohle für Investitionen. Das ist ein Blender und Hochstapler.

Oder hat den bzw. dessen finanziellen Ressourcen schon mal wer durchleuchtet.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 127
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.