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Der deutsche Energieexperte Fritz Vahrenholt hält die Energiewender in der derzeit angestrebten Form für zu hastig und mit den falschen Argumenten angepackt. So das Fazit seiner Rede am Oesterreichs Energie Kongress 2012.
Strom aus erneuerbaren Energien sei mittlerweile zu einem immensen Kostenproblem und so zu einem sozialen Problem geworden: Die Belastung eines deutschen Haushalts durch Ökostrom ist mit der kürzlich erhöhten EEG-Umlage um 60 Euro im Jahr gestiegen (in Österreich sind es im Vergleich dazu "nur" 36 Euro jährlich).
Als weitere Probleme sieht Vahrenholt die Belastung der Netze durch den ungehemmten Stromüberfluss aus erneuerbaren Energien sowie den Druck auf den Strompreis und die damit unrentabel werdenden Gas- und Pumpspeicherkraftwerke. Dabei sei gerade die Pumpspeicherung die wettbewerbsfähigste Form, um Elektrizität zu speichern. Österreich sei klug genug gewesen, auf Wasserkraft zu setzen.
Der große Treiber in Sachen Energiewende, der Klimawandel, entpuppe sich laut Vahrenholt bei näherer Betrachtung als weniger dringlich, als angenommen: Seit 15 Jahren habe sich die Durchschnittstemperatur global nicht mehr erhöht. Vahrenholt erwartet sogar eine Abkühlung in den kommenden 30 Jahren. Er stützt seine These auf die Sonnenaktivität als Faktor, der das Klima beeinflusst. Vor diesem Hintergrund mahnt er zu mehr Ruhe in der, seiner Meinung nach, zu hektisch geführten Debatte um die Energiewende. Die Umstellung müsse kommen, aber es reiche im Laufe der nächsten 50 bis 100 Jahre.
Auch wenn fossile Brennstoffe sicherlich ausgehen werden, müsse man keine angstgetriebene Energiepolitik führen. Vahrenholt sieht die Erdabkühlungs- und -erwärmungszyklen natürlichen Ursprungs: „Die Sonne gibt uns Zeit, das Energiesystem auf vernünftige Weise umzustellen. Bis 2050 sollten 50 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Das wäre ein vernünftiges Ziel."
Die zusätzliche Zeit will Vahrenholt nutzen, um den Wechsel auf erneuerbare Energiequellen, überlegter zu vollziehen als bisher: „Wir wollen die Elektromobilität nach vorne bringen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Aber wie soll das mit dem Plan, rund 25 Prozent des Strom- und Energieverbrauchs einzusparen, zusammenpassen?" In Vahrenholts Augen stimme die Richtung, jedoch müssten die Strategien überdacht werden. Bisher habe man sich alles zu einfach vorgestellt.
Im Anschluss an den Vortrag von Fritz Vahrenholt diskutierte ein prominent besetztes Podium zum Thema Energiewende. Dabei trafen mit Umweltschutz und Energieerzeugern vermeintlich unterschiedliche Lager aufeinander. Am Ende herrschte jedoch weitgehend Einigkeit hinsichtlich der bevorstehenden Umstellung auf erneuerbare Energieträger.
Wolfgang Anzengruber, Vizepräsident von Oesterreichs Energie, nahm den Faden, den Fritz Vahrenholt zuvor spann, auf und teilte dessen Ansicht, emotionslos und mit Ruhe an die Thematik heranzugehen: „Um den Herausforderungen zu begegnen, sollten wir technologieoffen und synchronisiert an die Fragen herangehen. Zudem müsse das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Effizienz dabei in den Vordergrund gerückt werden."
Weniger Zustimmung kam seitens des Greenpeace Geschäftsführers für Zentral- und Osteuropa, Alexander Egit: „Die Frage hinsichtlich des Klimawandels ist: Wem vertraue ich? Ihnen vertraue ich nicht, Herr Vahrenholt."
Vom Solarunternehmer Robert Kanduth kam die Warnung, keinesfalls dem Irrtum zu verfallen, Energiegewinnung in südliche Länder zu verlegen, weil das neue Abhängigkeiten schaffe: „Europa muss langfristig energieautark werden, ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe."
Während Vahrenholts Thesen zum Klimawandel hitzig diskutiert wurden, herrschte in einem Punkt Einigkeit: Die Energiewende ist unausweichlich. Offen ist einzig, wie man ihr am besten begegnet.
Fritz Vahrenholt ist promovierter Chemiker, Aufsichtsrat von RWE Innogy und publizierte jüngst das Bucht "Die kalte Sonne". Vahrenholt baute überdies die REpower mit auf und war in den 90er Jahren SPD-Umweltsenator in Hamburg.
Die Zeit drängt. Bis 2014 soll Strom in Europa ohne Grenzen fließen können, der Energie- Binnenmarkt vollendet sein. Grenzenlos erscheinen derzeit freilich aber auch noch die Probleme, die dringend nationale und europaweite Lösungen suchen. Oesterreichs Energie hat die Situation auf fünf wichtigen europäischen Energiemärkten ausgeleuchtet.
Die drei Ziele der europäischen Energiepolitik, nämlich eine sichere, saubere und leistbare Energieversorgung zu gewährleisten, befinden sich derzeit in einem Spannungsverhältnis. Dieses muss aufgelöst werden, um die Ziele zu erreichen. Für eine umfassende Neugestaltung des Marktdesigns für die Energiewirtschaft spricht sich daher der europäische Elektrizitätswirtschaftsverband Eurelectric aus.
Für eine zukunftsfähige Energieversorgung soll die EU Energy Roadmap 2050 sorgen.
Dass die derzeitige Energiepolitik nicht optimal läuft, sind sich die Experten einig. Die Einschätzungen der weiteren Entwicklung sind jedoch noch zu unterschiedlich für ein Übereinkommen.
Die Energiewende ist gut gedacht, aber nicht gut gemacht. Es gibt einiges an Korrekturbedarf, um sie in der Spur zu halten. Auf breiter Front diskutieren Experten deshalb derzeit über den Zusammenhang zwischen Energiewende und Energiekosten, über Versorgungssicherheit und Infrastrukturausbau.
Durch die Öffnung des europäischen Strommarktes können sich heute alle Energieunternehmen frei am Strommarkt bewegen. Seither schwirren Begriffe wie "OTC -Geschäfte", "Strombörsen", "Broker", und "Clearing" durch den Raum.
Beim Umbau des Systems in Richtung erneuerbare Energien dürfe man nicht auf die Kunden vergessen, sagte Peter Layr, Präsident von Oesterreichs Energie am 19. März beim ersten Trendforum der heimischen E-Wirtschaft diesen Jahres, das unter dem Motto "Strom kennt keine Grenzen" stand.
Der europäische Strommarkt befindet sich derzeit in einer tiefgreifenden Umbruchphase. An den Börsen wird dies vor allem auf den „Merit-Order-Effekt“, also den Verfall der Strompreise infolge verstärkter Einspeisung elektrischer Energie aus hoch subventionierten Ökostromanlagen, zurückgeführt.
Felix Matthes, Forschungskoordinator am deutschen Öko-Institut, über die Notwendigkeit von KWK-Förderungen zum Gelingen der deutschen Energiewende, den Sinn von Kapazitätsmärkten und die Reform des EU-internen Emissionshandels.
Eine klimafreundliche und sichere heimische Stromerzeugung ist die Basis für unseren heutigen und auch zukünftigen Wohlstand.
Der Umbau des Energiesystems ist eingeleitet. Aber der Motor der die Veränderung antreiben soll, läuft noch nicht rund. Oesterreichs Energie sieht Bedarf an umfangreichen Tuningmaßnahmen.
Leo Windtner, Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich, über den Atomausstieg Deutschlands, die Wichtigkeit die Stromnetze auszubauen und die Stromversorgung durch erneuerbare Energien in Österreich.
In Innsbruck präsentierte Oesterreichs Energie mit dem „Infrastrukturpaket der Alpenländer“ eine herausragende Initiative, die auf Ministerebene beschlossen wurde und nun von der E-Wirtschaft mit
Substanz erfüllt werden soll. Inhalt des Vorhabens: Österreich, Deutschland und die Schweiz wollen den gemeinsamen Ausbau von Pumpenspeicherkraftwerken vorantreiben.
Im Herzen des Alpenraums präsentiert sich eine starke E-Wirtschaft, die bereit ist, alle Herausforderungen zu meistern, erklärt Bruno Wallnöfer, Vorstandsvo rsitzender der Tiwag und Gastgeber von Oesterreichs Energie Kongress 2012.
Der bis 2015 geplante Wasserkraftausbau um 3,5 Milliarden Kilowattstunden soll nicht einmal zu einem Drittel erreicht werden erklärte Peter Layr, Präsident von "Oesterreichs Energie" und EVN-Vorstandsvorsitzender, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.
Zukunfts-Szenarien vom Energie-Versorgungskollaps bis hin zur erdgeschichtlichen Auslöschungsphase sorgten beim Energie Kongress in Innsbruck für hitzige Debatten.
Präsident DI Dr. Peter Layr und Generalsekretärin Dr. Barbara Schmidt hießen am Mittwochnachmittag mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Oesterreichs Energie Kongresses 2012 in Innsbruck willkommen.
Nach zwei intensiven Kongresstagen in Tirols Landeshauptstadt Innsbruck zog Gastgeber DI Dr. Peter Layr, Präsident des Interessensverbandes Oesterreichs Energie, zufrieden Bilanz.
Dr. Peter Layr, Präsident von Oesterreichs Energie, über die Risiken von Blackouts in Österreich
Die Energiewende in Europa ist weitgehend beschlossene Sache. Jetzt geht es um das "Wie?"
Europa baut sein Energiesystem um und benötigt immer mehr erneuerbare Erzeugungseinheiten. Das lässt die Anforderungen an die Netzbetreiber stark steigen
Die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie steht den User/innen von derStandard.at Rede und Antwort
Elektrizität ist der "Treibstoff" unserer modernen Wissens- und Industriegesellschaft. Ein längerer Stromausfall hätte gravierende Auswirkungen zur Folge
..wird nicht zu hastig angepackt, sondern von unverständigen Leuten, zu konfus.
Diese "Energiewende" wurde einfach von Merkel im Kalkül politischen Machtstrebens vom Zaun gebrochen um mit dem Argument der Atomkraftverhinderung politisches Terrain zu gewinnen und sie hat dabei die Sicherheit Mitteleuropas in die Pfanne gehauen. Dass damit keine wirtschaftl. Synergien zu erwarten waren, kümmerte Merkel nicht.Nur mit dem Unterschied zum damaligen Sinowatz, welcher mit der Auseinandersetzung einer elitären und grüngefärbten Streitschaft in der Donauau nicht klar kam und eine nunmehr 26Jahre dauernde "Nachdenkpause" verordnete um diesem Thema zu entgehen, das hätte Merkel sicher anders gelöst!
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