EU fordert von "3" Zugeständnisse für Kauf von Orange Austria

19. Oktober 2012, 11:25
  • Der Poker geht weiter
    foto: apa

    Der Poker geht weiter

Wettbewerbskommissar nennt Verkauf von Frequenzen als Beispiel

Der Mobilfunkbetreiber "3" (Hutchison 3G) muss für die geplante Übernahme seines Konkurrenten Orange Austria der EU-Kommission entgegenkommen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erneuerte am Donnerstag seine Bedenken gegen die geplante Fusion, mit der die Zahl der Mobilfunkunternehmen in Österreich von bisher vier auf drei sinken würde. Die Gegenleistungen müssten struktureller Art sein, sagte Almunia mit Blick auf Hutchison. Als Beispiel nannte der Kommissar den Verkauf von Frequenzen.

"Wir sagen dazu nichts"

"3" will die Forderung des EU-Wettbewerbskommissars  nicht kommentieren. "Wir sagen dazu nichts", sagte eine "3"-Sprecherin am Freitag auf Anfrage. Auch, ob der von Almunia als Beispiel genannte Verkauf von Frequenzen für "3" infrage käme, um den Merger durchzubringen, wollte sie nicht sagen.

Der in Hongkong ansässige Mobilfunkkonzern Hutchison versucht bereits seit längerem, die EU-Kartellwächter von der geplanten 1,3 Mrd. Euro schweren Übernahme zu überzeugen. Die Wettbewerbshüter fürchten höhere Preise, da es dann in Österreich nur mehr drei statt vier Mobilfunkanbieter gäbe.

UPC

Hutchison hat bereits angeboten, sein "3"-Mobilfunknetz für virtuelle Anbieter zu öffnen - Anfang Oktober wurde ein entsprechender Deal mit dem Internetanbieter UPC unterzeichnet. Bedingung: Die Orange-Übernahme muss durchgehen.(APA, 19.10. 2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 46
1 2
Interessante Logik

Wegen der Wettbewerbsverzerrung durch die Fusion, soll der künftig drittgrößte Mobilfunkanbieter Frequenzen abgeben. Das klingt so, als wären da Leute am Werk, die immer zur gleichen Lösung greifen, egal mit welchem Problem sie es zu tun haben.

wozu überhaubt aufkaufen lassen

Orange scheint ja zu florieren nach den letzten Berichten... siehe "Orange meldet gute Geschäftszahlen und Kundenzuwachs"

Bei der Konzentration des Telefonmarktes werden nur die Kunden verlieren, weil die Konkurrenz schwächer wird und Preisabsprachen damit hinter den Türen leichter möglich werden.

Man kann diese sowieso nicht nachweisen, wie man bei den Öl-Multi's sieht, ist es auch irrelevant, daß es jeder weiß, solange man nur ignorant genug ist und auf Beweise beharrt...

Ich bekomme schon langsam das ungute Gefühl, dass durch die ganzen EU-Auflagen die 3-Kunden nach dem Deal wesentlich schlechter aussteigen, als es noch am Anfang absehbar war.

Diese EU-Kommission ist zum kotzen, was wollen die
das vielleicht nur noch tmobile und a1 da sind?

Wenn "3" jetzt drauf pfeifft und Orange geht ein
sind es wieder nur drei Anbieter also wtf?

Und wenn wegen dem "3" dann auf Ö pfeifft
dann sinds nur noch 2...

Wenn sich nach der Übernahme Verbesserungen beim Service und bei der netzabdeckung ergeben, kann der Preis ruhig ein Stückchen steigen. Momentan schaut es auf dem Gebiet extrem schlecht in Österreich aus.

ein Kartell

der Kundenunfreundlichkeit, nenne ich das!

Hat sich schon mal irgendein EU-würschtl darüber mokiert daß jedes jahr tausende kleinbauern zugrundegehen und die großen immer größer werden und abzocken ?

Konzerne die monopole aufbauen, alle kein problem ?

Wettbewerb ?

verstehe ich nicht...

4 Anbieter für das kleine Österreich sind eh zuviel, darum die ruinös günstigen Preise in unserem Land.
Für mich als Konsument wunderbar, für die Angestellten der jeweiligen Unternehmen irgendwann nicht mehr lustig, weil diese so unmöglich positiv wirtschaften könne.

p.s. arbeite weder bei 3 noch bei Orange und habe auch kein Naheverhältnis

Laut Gesetz...

... muessen die Frequenzen bei einer Uebernahme doch ohnehin an den Staat zurückfallen.

da gehts nicht um die von orange, sondern um welche, die drei momentan hält.

Schaut aus...

... als haetten die Drei-Chefs Websense deaktiviert damit die Mitarbeiter brav mitposten können. 3 Smartphones als Preis fuer den Mitarbeiter der das beste pro-Drei Posting schreibt.

der wappler hat auch orange ein wenig lieb

juhuu. Eu,wirl ieben dich.

wie gehts der nina ?

Auf die ist er schlecht zu sprechen

weil die 2 Euro mehr will...

Ich mache mir schon Sorgen um die Nina!

Jetzt haben die betreuenden Ärzte wieder mal

Ihre Tablettendosis erhöht. Sie lallen schon.

sollte man sich jetzt noch ein handy bei orange holen?

Sind soweit ich weiss sogar ohne Simlock

wenn das angebot passt schon. entweder der vertrag läuft einfach über die bühne oder du hast ein sonderkündigungsrecht.

19.10.2012, 13:37
Warum nicht?

Auch bei einer Übernahme läuft dein Vertrag zu den selben Bedingungen weiter.

Wenn es bei Orange also ein für dich passendes Angebot gibt, spricht nichts dagegen.

Die Vermutung

liegt nahe, das auf EU Ebene Lobbyisten der Mitbewerber dahinter stecken, denen das niedrige Preisniveau in Österreich ein Dorn im Auge ist.

Drei ist eine populäre Firma in Österreich

Vielleicht spielt die EU ein Spiel, immer mehr Bedingungen in der Öffentlichkeit zu stellen, um Drei zum entnervten Aufgeben zu bewegen.

hmmm... die EU sorgt sich ja "primär" um steigende Preise

Wenn Drei Frequenzen verkauft steigen dann die Preise nicht mehr oder wie. Bleibt dann die Konkurenz besser erhalten wenn Drei der kleinste Betreiber ist und weniger Frequenzen hat?

Hutchinson ist m.W. eine chinesische Firma. Mißt die EU mit zweierlei Maß?

was soll den ein frequemz abtreten bringen? vielleicht gleich an a1?
ganz verstanden hams es ned die herrn/frauen EU.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 46
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.