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Wals - Zur Sanierung des ins Schleudern geratenen Salzburger Baukonzerns Alpine soll offenbar neben Finanzspritzen des Mutterkonzerns FCC und der Banken sowie Stundungen auch der Verkauf von Unternehmensteilen Geld hereinbringen. Es geht dabei um die Bereiche abseits des Baugeschäfts, die in der Alpine Energie Holding zusammengefasst sind. Außerdem stehen die Tiefbaufirma Grund- Pfahl- und Sonderbau GmbH in Himberg bei Wien sowie die auf Sanierung spezialisierte Firma Hazet aus Wien zur Disposition, berichten die "Salzburger Nachrichten" unter Berufung auf Informationen aus Konzernkreisen.
Der genaue Kapitalbedarf ist noch nicht bekannt. Laut Meldungen aus der Vorwoche soll der angeschlagene Baukonzern neben Kreditstundungen rund 75 Millionen Euro benötigen. Das Nachrichtenmagazin "profil" wiederum schrieb, dass die Banken dem Eigentümer FCC 150 Millionen Euro abverlangen. "Es wird sicher eine hohe Summe zur Überbrückung benötigt, aber der genaue Kapitalbedarf wird erst ermittelt und wird eindeutig unter 150 Millionen Euro liegen", sagte ein Teilnehmer der Verhandlungsrunde zwischen dem Baukonzern und den Banken am Mitwoch zur "Wiener Zeitung". "Das Geld wird zum Teil vom Alleineigentümer FCC kommen, und die Banken werden etwas dazu beitragen müssen."
In der Frage einer Nachfolge des Dienstagnacht zurückgetretenen Geschäftsführers der Dachgesellschaft Alpine Holding GmbH, Johannes Dotter, gibt es noch keine Entscheidung, sagte Unternehmenssprecher Johannes Gfrerer auf APA-Anfrage.
Der zweitgrößte Baukonzern in Österreich war in der Vorwoche in die Schlagzeilen geraten, weil bekannt wurde, dass nach einer Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer KPMG Bilanzberichtigungen von bis zu 400 Millionen Euro drohen und das Unternehmen in akuten Liquiditätsschwierigkeiten steckt. Die Prüfung war von dem mit Jahresbeginn neu eingesetzten Geschäftsführer der Alpine Holding, Johannes Dotter, veranlasst worden. Nach "Auffassungsunterschieden über die Sanierung und Fortführung der Alpine-Gruppe" trat er diese Woche zurück. (APA, 19.10.2012)
Der spanische Baugigant FCC, dem die Alpine gehört, will Guggenheim als Partner zur Finanzierung auslaufender Kredite
Der spanische Mutterkonzern habe sich bisher an alle Abmachungen gehalten und werde auch weiterhin dazu stehen
Die Baugruppe veröffentlichte ihre Zahlen für 2012. Die Bauleistung ging um rund 400 Millionen Euro zurück
Nachdem sich die Strabag aus dem Bietergefecht zurückgezogen hat, buhlen jetzt noch drei Konsortien um den Auftrag
Die Gläubiger stimmten einem Forderungsverzicht zu, die Vereinbarung läuft bis zum 31. März 2015
Außerdem sollen Firmenteile im Wert von 2,2 Milliarden Euro verkauft werden. Sie zählen nicht zum Kerngeschäft
Die Schieflage der Alpine lastet schwer auf der spanischen Mutter FCC. Zu 300 Millionen Euro Verlust der Salzburger Tochter kamen Wertberichtigungen
Grundsatzeinigung des Baukonzerns mit Banken und Republik
Die von Alpine und Partner betriebene Autobahn A5 hat bisher nur Verluste gebracht. Jetzt hat der Betrieb Anteile verkauft
Die Banken müssten damit beginnen, von der Alpine etwas zu verlangen, sagt der Chef der Finanzprokuratur
Jede Konsolidierung auf dem hart umkämpften Baumarkt kann den Überlebenden auf Teilmärkten nur nutzen
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