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Gerade erst hat der Softwarehersteller Canonical eine neue Ausgabe der eigenen Linux-Distribution zum Download gestellt, da beschäftigt man sich schon mit der nächsten Runde: Ubuntu 13.04 soll den Codenamen "Raring Ringtail" tragen, dies verkündet Firmengründer Mark Shuttleworth in einem Blog-Eintrag.
Kurz danach folgte dann ein weiterer Text von Shuttleworth, und zwar einer, der dazu geeignet ist, die nächste Kontroverse rund um Canonical auszulösen: So soll ein Teil der Entwicklung für Ubuntu 13.04 hinter verschlossenen Türen stattfinden, um "die Überraschung nicht zu verderben". Statt einer vollständig offenen Entwicklung sollen diese Funktionen nur mehr ausgewählten Community-Mitgliedern vorab gezeigt werden, die sich im Gegenzug zur Verschwiegenheit verpflichten müssen.
Die bisherige Herangehensweise früh neue Entwicklungen freizugeben, und dann nach und nach zu verfeinern habe entscheidende Nachteile, zeigt sich Shuttleworth überzeugt. KritkerInnen würden ohnehin immer kritisieren, egal ob man sie früher oder später einbinde. Gleichzeitig verliere man aber durch eine frühe Freigabe die Chance neue Funktionen gemeinsam - und fertig - zu präsentieren, was nicht zuletzt aus einer Marketing-Perspektive relevant sei.
Ganz neu ist eine solche Herangehensweise für Ubuntu freilich nicht: Während andere Desktop-Projekte wie etwa GNOME oder Fedora auf eine von Anfang an offene Entwicklung setzen, hatte Canonical immer wieder Projekte - darunter auch den Desktop Unity - anfänglich hinter verschlossenen Türen entwickelt. Dies hatte in der Community immer wieder für Verärgerung und Auseinandersetzungen gesorgt.
In einem nachgeschobenen Beitrag verwahrt sich Shuttleworth reichlich erbost gegen die Interpretation, dass Ubuntu durch diesen Schritt weniger offen werden würde. Ganz im Gegenteil sieht er potentiell mehr Offenheit durch diese Initiative. Außerdem fordert er die KritikerInnen dazu auf, ein anderes Projekt zu finden, welches Millionen NutzerInnen habe und ähnlich offen wie Ubuntu entwickelt werde. (apo, derStandard.at, 19.10.12)
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Man hätte auch Marks ersten Blogeintrag schon richtig als Einladung zur weiteren Öffnung der Entwicklung verstehen können, so schwer war das nicht. Traurig für die Ubuntu-Basher, die mit Gewalt das Gegenteil verstehen wollten, dass er einen zweiten noch klareren Beitrag nachschieben musste.
Da möchte jemand Linux als dritte Kraft am Markt etablieren und versucht es mit marktüblichen Methoden und diejenigen die Linux 20 und mehr Jahre nicht in die Lage gebracht haben als alternatives OS in das Bewusstsein der Konsumenten zu dringen, schreien am lautesten. Mir gefallen auch nicht alle neuen Dinge die Ubuntu eingebaut hat, aber eines haben Sie relativ rasch hinbekommen, nämlich am Hardwareherstellermarkt bemerkt zu werden. Und ich spreche da vom Consumerbereich. Einige werden jetzt aufschreien und meinen was interessiert es mich ob Linux irgenwie wahrgenommen wird. Aber Ubuntu ist eben unter dieser Premisse angetreten.
Solange Canonical, Ubuntu jetzt nicht mit Closed Source, Gebühren, Free Trial Version, Werbung bis zum abwinken, zur Verfügung stellt, stört es mich eigentlich nicht, wenn man mal hinter verschlossenen Türen, über neuen Ideen brütet.
Umso schöner ist es dann, wenn man die neuen Features fertig präsentieren kann. Da hat Shutlleworth recht und andere Firmen machen das ja auch so.
Wenn das jemand nicht passt, soll er halt auf einer andere Spielwiese gehen, gibt genug Derivate.
Ich weiss, das ist bei uns Linux-Freaks ja absolut unbeliebt, aber zuviele Köche verderben auch gerne mal den Brei!
Man tut so, als ob die Entwicklung bei Conancial überraschend kommt. Aber wäre Android so weit gekommen, wenn daraus ein Communityprojekt gemacht worden wäre?
Ich sehe die Entwicklung ja auch mit einem lachenden und einen weinenden Auge, sie kommt aber nicht überraschend!
Das Problem zu vieler Köche hat Ubuntu ganz bestimmt nicht. Keiner kann Canonical dazu zwingen, Patches der Community anzunehmen, also keine Ahnung wovon du redest.
Selbst wenn Canonical niemandem commit access gibt, spricht nichts dagegen, dass der Code jederzeit von jedem einsehbar und kompilierbar ist. Ich versteh nicht, was dieser Sch*** mit dem Überraschungseffekt soll.
Shuttleworth war eine schlagkräftige Gemeinschaft immer schon ein Dorn im Auge. Jetzt geht er den entscheidenden Schritt, um sicherzustellen, dass man in Zukunft Dinge wie die Amazon-Linse ganz ungestört einbauen und die Benutzer dann vor vollendete Tatsachen stellen kann. Die entsprechenden Mitglieder der Gemeinschaft, die sich die geheimen "Features" in Zukunft vorab anschauen dürfen, werden sorgfältig nach Loyalität ausgewählt werden.
die Leute REDEN über Ubuntu ... und das ist aus Sicht des Marketings ganz einfach wichtig. derstandard.at ist ja Beweis dafür (viele Ubuntu-Beiträge weil Herr Shuttleworth immer wieder 'was fallen lässt).
Was nutzt die beste Distribution über die kein Schwein ein Wort verliert? ;-)
ich hab hier ubuntu 12.04 auf einem macbook 5.1 mit gnome problemlos laufen und bin vollauf zufrieden. airprint, airplay, alles läuft ohne probleme, sogar mein betagter canon lide scanner läuft ohne probleme (für macOS gibts keine treiber), also soll der doch ein bissl marketing-geheimnis machen - wenns linux weiterbringt soll's mir recht sein.
Kann ich bestätigen und der neue Gnome-Desktop ist verdammt hübsch anzusehen! :)
Nur mit den Helligkeitstasten gibts ein kleines Problem.
Funktionieren die Helligkeitstasten beim proprietären Grafiktreiber von Nvidia bei dir?
Oder verwendest du den Open-Source Grafiktreiber?
Bei dem funktionieren die Tasten zwar, aber bei dem gibts hin und wieder ein paar Darstellungsfehler (vor allem beim Anmeldefenster).
Man muss nur diese 2 Dinge machen:
1. Diesen Treiber: https://launchpad.net/~mactel-s... ty_all.deb (http://tinyurl.com/955v43s) herunterladen und installieren (ist zwar von 11.04, funktioniert hier aber auch mit precise)
2. edit /etc/X11/xorg.conf and add to device section:
Option "RegistryDwords" "EnableBrightnessControl=1"
Neustart, und schon funktionierts :)
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