Zum Shopping nach Dubai

  • Der Duft Dubais: Vor allem Touristen aus den Nachbarländern nutzen die Hauptstadt des Emirats als Shoppingmall.
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    foto: celia peterson / corbis

    Der Duft Dubais: Vor allem Touristen aus den Nachbarländern nutzen die Hauptstadt des Emirats als Shoppingmall.

  • Anreise & UnterkunftIn Zusammenarbeit mit Austrian Airlines hat Gulet Touristik Arrangements zusammengestellt: Übernachtung etwa im Intercontinental Dubai Festival City. Ganz in der Nähe: das Hard Rock Cafe oder Rixos The Palm Dubai, das auf der Palmeninsel liegt und auch für Familien geeignet ist. Beste Reisezeit: Im Winter, dann sind die Temperaturen angenehm sommerlich.
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    Anreise & Unterkunft
    In Zusammenarbeit mit Austrian Airlines hat Gulet Touristik Arrangements zusammengestellt: Übernachtung etwa im Intercontinental Dubai Festival City. Ganz in der Nähe: das Hard Rock Cafe oder Rixos The Palm Dubai, das auf der Palmeninsel liegt und auch für Familien geeignet ist. Beste Reisezeit: Im Winter, dann sind die Temperaturen angenehm sommerlich.

Dubai steigert das Kauffieber. Selbst vollklimatisierte Einkaufszentren können es nur schwer senken. Johanna Ruzicka kämpfte mit erhöhter Temperatur

Die Hitze umfängt einen augenblicklich. Sie legt sich wie ein Schleier auf Körper und Geist, kurbelt die Schweißproduktion kräftig an. Das ist unangenehm, weshalb man sofort wieder zurückflüchtet in die kühlen, von Klimaanlagen gepflegt temperierten Hotelhallen. Deshalb ist es draußen tagsüber so menschenleer. Kaum Passanten auf den Straßen und Plätzen zwischen den Wolkenkratzern. Selbst an den hippen Swimmingpoollandschaften der Hotels halten sich erst gegen Nachmittag Menschen auf. In der flirrenden Hitze da draußen kommt Bewegung fast ausnahmslos von scheibenverdunkelten SUVs oder Nobelkarossen.

Also tut der Reisende das, weshalb er - auch - gekommen ist: shoppen. In den riesigen Malls wird nicht nur das Einkaufserlebnis zelebriert, auch Unterhaltungs- und Freizeitangebote gibt es: Für Alt und Jung, für Einheimische, Arbeitsmigranten, sogenannte Expats, und natürlich für Touristen. Deshalb haben die Malls neben unzähligen Geschäften möglichst extravagante Extras im Angebot: Die Mall of the Emirates hat ihre eigene Skihalle, die konstant auf minus fünf Grad gehalten wird. Junge Dubaianer und gar nicht so wenige Ausländer borgen sich einen für Dubai untypischen, unmodernen blau-roten Skianzug samt Skiern aus, und ab geht es auf 3000 Quadratmeter Piste mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Auf dem Weg zum welthöchsten Gebäude, dem Burj Khalifas, durchmisst man ein Einkaufszentrum, und zwar die riesige Dubai Mall mit mehrstöckigem Aquarium und Gold-Suk. Im Shoppingcenter Dubai Festival City gibt es ein Hard Rock Cafe, in dem nächtens ausgelassen gerockt wird.

Der Besuch des 828 Metern hohen und mehr als 160 Stockwerke umfassenden Burj Khalifas ist empfehlenswert. Klaustrophobische Ängste muss man nicht haben, die Liftfahrt ins 124. Stockwerk - dort befindet sich die Aussichtsplattform At the Top - dauert gerade mal eine Minute und zehn Sekunden. Dort oben begreift man erst, wie die global agierende Baubranche dieses Stückchen Wüste, auf dem vor ein paar Jahrzehnten nur ein Fischerdorf stand, geformt hat. Die unzähligen Wolkenkratzer wirken vergleichsweise winzig - und sind häufig auch nur halb so hoch.

Auch bei einem Rundflug mit einem Wasserflugzeug gibt es Ungewöhnliches von oben zu bewundern. Entlang der Dubai Waterfront entstand eine ganze Reihe künstlicher Inseln (insgesamt drei Palmeninseln sowie die Inselgruppe The World), die allerdings allesamt nur aufgeschüttet sind. Der Sand dafür wurde aus der Wüste im Hinterland genommen. Ob die Aufschüttungen jemals bebaut werden, sei dahingestellt. The Palm Jumeirah ist die einzige Palmeninsel, die so fertiggestellt wurde, dass sie "besiedelt" ist. Mit Villen, Wohnhäusern und Hotels. Für Einheimische und wohlhabende Expats ist es chic, dort zu wohnen. Im Urlaub dort zu logieren ist zwar "abseitig", dafür aber hat man ausgedehnte, künstliche, Strände, und das Meer ist azurblau und bacherlwarm - Dubai City immer im Blick. Will man "aufs Festland", mietet man sich eines der klimatisierten Wassertaxis.

Erst mit Einbruch der Dunkelheit strömen die Menschen auf die Straßen. Dann wird entlang der Promenaden des Dubai Creek, einer fast 15 Kilometer langen Lagune des Persischen Golfs, der die Stadt in einen alten und einen neuen Teil teilt, flaniert. Oder man sitzt im Schatten des Burj Khalifas und bewundert die kitschig-bunten Wasserspiele des Dubai Fountain. Es ist dies, wie könnte es anders sein, der angeblich größte Springbrunnen der Welt. Mit begeistertem Gejohle und viel Applaus werden die Fontänen begrüßt.

Dann, vor dem Abflug, unbedingt Zeit einplanen, denn der Dubai Duty Free ist legendär günstig. Die abreisenden Touristen befüllen ihre XXL-Einkaufswagerln, als wären Zigaretten, Süßigkeiten und Parfums überall anders ausverkauft. (Johanna Ruzicka, Rondo, DER STANDARD, 19.10.2012)

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