Sony schließt Objektiv-Werk und entlässt 2.000 Mitarbeiter

Ressourcen-Optimierung soll Sony Geld sparen und den Fokus auf die mobile Branche legen

Der Technologie-Riese Sony hat angekündigt, sein Headquarter in Japan umzustrukturieren. Die Maßnahmen greifen soweit, dass ein ganzes Werk, in dem Objektive hergestellt werden, geschlossen wird und insgesamt 2.000 Mitarbeiter entlassen werden. Bereits im Frühjahr hat Sony angekündigt 10.000 Mitarbeiter zu entlassen, 4.000 davon in Japan. 

Stillstand ab Ende März

Sony möchte mit Umstrukturierungsmaßnahmen wachsen und wieder aufleben, rund 378 Millionen US-Dollar sollen damit eingespart werden. Das Werk, welches nun geschlossen wird, befindet sich in Minokamo und stellt Objektive für digitale Spiegelreflexkameras her. 840 Mitarbeiter werden dort ihre Arbeitsplätze verlieren, teilweise aber in Frühpension geschickt. Die Aktivitäten des Werks, die sich mit Smartphones beschäftigt haben, werden in andere Orte ausgelagert, alles andere stillgelegt. Ende März 2013 wird das Werk dann endgültig schließen. 

Ressourcen-Optimierung

Das Unternehmen möchte sich künftig auf die Smartphone-Branche konzentrieren. Die von Sony als Ressourcen-Optimierung bezeichneten Maßnahmen sollen Entscheidungsprozesse beschleunigen und Kosten optimieren. Bis zum Ende des Geschäftsjahres sollen im Hauptquartier 20 Prozent der Belegschaft gehen. 

Auslagerung

Die 644 Millionen US-Dollar, die Sony laut The Next Web im April in Olympus investiert hat, sollen Sonys Bestreben, sich auch in der medizinischen Bildverarbeitung zu etablieren, bestärken. Das entspricht etwa einem 11-Prozent-Anteil, den Sony an Olympus hält. Neben diesem Feld lagert Sony die Herstellung vieler Produkte mittlerweile an andere Unternehmen aus. (red, derStandard.at, 19.10.2012)

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9 Postings
Schlechtes deutsch

"Das Werk, welches nun geschlossen wird, stellt Objektive für digitale Spiegelreflexkameras her. Die Aktivitäten des Werks, die sich mit Smartphones beschäftigt haben, .."

Lieber Journalist, lesen sie sich das selber mal durch. Wir dachten, das ist ein Werk, das DSLR-Objektive herstellt. Dann geht's aufeinmal ansatzlos mit Smartphones weiter? Sehen sie irgendeine inhaltliche Nähe zwischen Smartphones und DSLR- Objektiven?

als sony mit den DSLRs auf den Markt kam . . .

. . habe ich mich echt geärgert weil ich kurz davor bei Canon von analog auf digital umgestiegen war. Jetzt bin ich erstmal etwas entspannter, obwohl natürlich die aktuelle Canon Entwicklung alles andere als befriedigend ist. Jetzt machen sie aus der zweistelligen Modellinie 60D ff ein funktionsüberladenes Massen-Monster und ich habe gehoft dort semiprofessionelle DSLRs zu finden, die halt ausser dem Vollformat-Sensor ein Mittelding zwischen der einstelligen und der dreistelligen sind. Irrtum. Dafür gibts alle 6 Monate ein neues Modell angekündigt, ohne das irgendwas besser wird.

Da war meine Nikon D7000 wohl doch die bessere Wahl. So semiprofessionell, dass die D600 praktisch alle Funktionen 1:1 übernommen hat.

SONY

make.unemployed

Das ist wohl der Anfang vom Ende der Minolta SLR-Geschichte. Entweder wird es zukünftig Nikon-Objektive mit Minolta-Bajonett geben, oder nur noch zwei ernst zu nehmende DSLR-Anbieter.

minolta gibt es noch

und die entwickeln sogar wieder optiken...

http://www.43rumors.com/patent-su... 43mm-f1-4/

man darf gespannt sein, was die weiter machen, aber minolta hat nicht aufgehört zu existieren, nur weil die kamerasparte verkauft wurde.

Die Entscheidung für die Schließung wurde sicher aus einem objektiven Gesichtspunkt getroffen. *ba dum tss*

Wahrscheinlich fehlt denen der Durchblick.

Das ist doch glasklar!

;)

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