Caritas fordert bessere Betreuung von Flüchtlingen

19. Oktober 2012, 10:36

Caritas-Präsident Küberl sieht Probleme vor allem bei Versorgung unbegleiteter Minderjähriger

Wien - Im Vorfeld des Asylgipfels zwischen Bund und Ländern in der kommenden Woche hat sich am Freitag Caritas-Präsident Franz Küberl mit Forderungen zu Wort gemeldet. Es brauche mehr Grundversorgungsquartiere und insbesondere adäquate Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Asylsuchende, hielt Küberl in einer Aussendung fest. Nachbesserungen seien auch bei der Finanzierung notwendig.

Traiskirchen "dramatisch überbelegt"

Das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen sei mit 1.400 Flüchtlingen "dramatisch überbelegt", nur zwei von neun Bundesländern würden die 2004 zwischen Bund und Ländern vereinbarten Unterbringungsquoten erfüllen. Die Caritas fordert daher zusätzliche Quartiere, insbesondere auch solche, in denen Minderjährige betreut werden können. "Dramatisch ist die Lage vor allem für besonders schutzbedürftige Menschen, wie Kinder und Jugendliche. Sie leben seit Monaten in völlig überbelegten Zimmern, ohne Zugang zu Schulbildung und dringend notwendiger sozialpädagogischer und psychologischer Betreuung. Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen", appellierte Küberl.

Grundversorgung unzureichend

Als Problem sieht er auch die unzureichende Finanzierung der Grundversorgung. Im Sommer sei zwar eine geringfügige Erhöhung vereinbart worden, umgesetzt sei sie aber noch nicht, kritisierte die Caritas. Als Folge des Geldmangels würden die Asylwerber häufig in baufällige Gebäude abgeschoben werden, wo sie Monate bis Jahre ihr Dasein fristen - ohne ausreichenden Zugang zu Bildung, Arbeit und Rechtsberatung. Sich selbst versorgende Flüchtlinge erhielten monatlich derzeit 290 Euro für Verpflegung und Miete, auch das sei zu wenig, so Küberl. Asylwerbern nach sechs Monaten Zugang zum Arbeitsmarkt zu gewähren, könnte dem entgegenwirken, glaubt die Caritas. (APA, 19.10.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 73
1 2
Frage:

Es gibt ja so Organisationen, die Asylwerbern in Österreich helfen (auch mit Mentorenprogrammen, o.ä.)

Welche Organisationen machen das und kann man sich die Asylwerber selber aussuchen? Will nämlich Paschto lernen, und da kann ich nur Afghanen brauchen!

Öffnet die Klöster!

Traiskirchen ist überbelegt? Na, dann öffnet die Klöster für die Asylwerber und lasst uns sehen, wie selbstlos die katholische Kirche sein kann, wenn es ihr Eigenes und Innerstes betrifft.

ich seh probleme bei den einheimischen

bei derer versorgung bzw. sicherheit in der zukunft.

immer kinder vorzuschieben, da würde es schon genügen bei den einheimischen diese in die pflicht zu nehmen, diese zu unterstützen.

da versagt die politik wenn immer mehr menschen working poor snd oder arbeitslos gewaltig.

zuerst gehört das eigene volk gestärkt bzw. die ansässigen bevor neue löcher aufgerissen werden.

bei uns werden familien in die armut geschickt, weil die gesetze versagen bzw. lieber bauunternehmen energieversorger und genossenschaften unterstützt werden als die bürger.

ich schäme mich für diese mentalität der caritas!

Könnten Sie Ihre Kritik bzw. Vorschläge so konkretisieren,

dass sogar ich verstehe, was Sie meinen?

Welche Bauunternehmer, Energieversorger und Genossenschaften werden von wem unterstützt?

Von der Caritas vielleicht?

welche baunternehmer, genossenschaften oder energieversorger?

die städtischen/halbstädtischen in wels
ewerk wels - welser heimstätte, lawog, linz usw. kommt darauf an, wer um almosen anfragt!

jedoch das wirkliche problem, wird damit nicht gelöst, warum die menschen zur caritas gehen und um almosen fragen müssen bzw. ihre miete oder strom nicht mehr zahlen können / nichts zum leben haben! entmündigung

liegt an den sozialgesetzen der spö bzw. wie diese mit diesen menschen umgehen!

jedoch um wirklich auf die beine zu kommen oder dir selber was anständiges zulegen kannst wie kühlschrank, e-herd habens kein geld!
da spielt sich die eine öffentliche hand in die andere öffentliche hand, jedoch von der armut bringens damit keinen weg!

weils die symptome nicht ergründen, sondern nur verwalten!

Sie haben eine interessante Sicht der Dinge:

Wenn ein Mindestpensionist, der die Heizkosten oder Stromkosten nicht zahlen kann, Geld von wem auch immer bekommt, damit er zahlen kann und eine warme Wohnung hat, dann wird Ihrer Ansicht nach nicht ihm geholfen, sondern dem Brennstofflieferanten und dem E-Werk?

Kann man so sehen, ja, aber was ist die Alternative?
Im Finstern sitzen lassen, damit das E-Werk kein Geschäft macht?

die meisten minderjährigen

sollen erwachsene sein.

Erkundigen Sie sich dort

http://www.asyl.at/projekte/... le_web.pdf

Dann könnten Sie sich selbst davon überzeugen, wie die Situation tatsächlich ist. Vielleicht beschließen Sie danach sogar, selbst Pate zu werden und einem konkreten jungen Menschen konkret zu helfen.

Die Caritas Hat voll kommen RECHT!

Traiskirchen

tut was es kann. Wie man sieht, gibt es sehr wohl eine Art freiwilligen Unterricht und Beschäftigung.
http://www.krone.at/Immer_meh... ory-338106

In dem Artikel steht nichts von Unterricht

wie an einer normalen österreichischen Volks- oder Hauptschule!

Das ist aber einem Regelunterricht nicht

gleichzusetzen.Sie bleiben dann unter sich.
In ein paar Jahren wird man Ihnen mangelnde Integrationsbereitschaft vorwerfen.Perfid das ganze System.

Interessanter

wäre mal, wie viel die Betreuung und Versorgung eines minderjährigen unbegleiteten Asylwerbers derzeit kostet, bzw. eines unter 14-jährigen.
Welche Kosten entstehen bei der Grundversorgung, bei der Jugendwohlfahrt, bei den Krankenkassen, in den Schulen, etc?
Die Caritas fordert mehr Geld für ihre Heime, nona.

Und, wenn die Kosten bekannt sind,

was soll dann geschehen?

Brauchen wir Verpflichtungen, die aus den Menschenrechten resultieren oder aus internationalem Recht nicht zu erfüllen, wenn diese viel Geld kosten?

Gratuliere den Rotstrichlern!

Anstelle einer Antwort auf die gestellte Frage ein roter Strich.

Kann es sein, dass man keine gescheite Antwort weiß?

vor allem sollten mazedonier und serben bei den asylansuchen abgelehnt werden.

dort gibts keinen konflikt, das sind nur clans, die die sozialkosten in die höhe treiben.

was Sie nicht alles wissen

Nur weil die Medien nicht oft berichten heißt das nicht,dass es nichts gibt.

dann bleibt kein platz für wirklich verfolgte.

aber das ist der österr. weg, wer die besten verbindungen hat oder laut schreit, kriegt alles.

die wirklich verfolgten bleiben über.

irgendwie

erinnert mich der Herr K. an einen Populisten. Wo es ein Thema gibt bei dem die Caritas den Mund weit aufreissen kann ist er da.

Die Kirche hat genug leerstehende Pfarrhöfe die für die Unterbringung der Asylwerber genutzt werden können.

Kinder müssen ja auch betreut werden

oder glauben Sie, man könnte sie in leer stehenden Pfarrhöfen alleine lassen?

So einfach liegen die Dinge leider nicht.

Was sind Sie?

Pfaffe? Erzkatholiban? Verteidiger der katholischen Pfründe?

Ein Mann mit Herz und Hirn und nichts von dem,

was Sie so freundlich formuliert unterstellen.

So schlecht dürfte es den Kinderflüchtlingen nicht gehen, in den Heimen wird kräftig gefeiert.
http://www.regionews.at/newsdetai... sser-43785

http://www.nachrichten.at/oberoeste... 104,955070

einen facebookbetreuer sollte die caritas auch noch fordern! kann ja nicht sein, dass da die armen flüchtlinge partyfotos mit den falschen sicherheitseinstelllungen online stellen!

und waren sicher auch alle, ursprünglich, arme unbegleitete Kinder.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 73
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.