Umstrittener Luxus am Salzburger Rehrlplatz

19. Oktober 2012, 08:53
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Nach etlichen Prüfungen soll abgespeckte Version gebaut werden - Kritik an dem Projekt hält an

Salzburg - Der Bebauungsplan des umstrittene Wohnprojekts am Salzburger Rehrl-Platz sollte am Donnerstag von SPÖ und Bürgerliste im Planungsausschuss beschlossen werden. Trotz heftiger Kritik von ÖVP, FPÖ und 20.000 Protest-Unterschriften aus der Bevölkerung sollen Luxuswohnungen mit Geschäften im Erdgeschoss vor dem Unfallkrankenhaus entstehen.

Seit Monaten ist das Projekt heftig umstritten. In der Kritik steht nicht nur der Bauträger Cassco, sondern auch Baustadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) und Bürgermeister Heinz Schaden (SP), die das Projekt bewilligen wollen.

Nach etlichen Prüfungen soll nun eine abgespeckte Version gebaut werden. Für Bauherr Cassco sei das Projekt nun genehmigungsfähig.

"Augenauswischerei"

"Das ist reine Augenauswischerei", kritisiert der freiheitliche Planungssprecher Karl Michael Blagi. Die Bauhöhe um 60 Zentimeter niedriger zu machen, sei ein "klarer Etikettenschwindel". Auch ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs kritisiert die Rot-Grüne Mehrheit und meint die SPÖ lasse sich "hinter den Karren eines Bauherren spannen".

Zu einem zusätzlichen Problem könnte auch das Krankenhaus selbst werden: Eine Baumreihe in den Plänen sei auf spitalseigenen Gelände eingezeichnet, was den Betrieb beeinträchtigen könne.

Die Entscheidung des Planungsausschusses wurde schließlich auf Montag vertagt. SPÖ und Bürgerliste sind aber weiter gewillt, das Projekt mit einer Mehrheit zu beschließen. Danach folgen noch Stadtsenat und Gemeinderat. (ruep, DER STANDARD, 19.10.2012)

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